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Review: Brightburn – Son of Darkness

Das Hauptplakat von “Brightburn – Son of Darkness” (© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH)

Inhalt: Das Ehepaar Tori (Elizabeth Banks, „Power Rangers“) und Kyle (David Denham, „Logan Lucky“) wünscht sich seit langer Zeit ein Kind, als eines Nachts ein Raumschiff in ihrem Garten landet. Im Inneren befindet sich ein Säugling, den sie fortan als ihren Nachwuchs aufziehen. Zwölf Jahre später ist Brandon (Jackson A. Dunn, „Avengers Endgame“) zu einem stillen, freundlichen Jungen herangewachsen. Hier und da stellen die Eltern fest, dass ihr Sohn nicht wie andere Kinder ist. Als Brandon dann aber mehr über seine eigentliche Herkunft herausfindet, entfesselt das eine böse Kraft, durch die nicht nur Tori und Kyle in höchster Gefahr schweben.

Kritik: In einer Welt, in der das Marvel-Universum mit seinem Reihenfinale Kino-Rekorde pulverisiert und gefühlt monatlich ein neuer Superhelden-Film die Leinwände erreicht, ist es eine wirkliche Aufgabe, in diesem Bereich ein Werk mit Originalität zu fabrizieren. Mit der reinen Prämisse hat „Brightburn – Son Of Darkness“ dieses Ziel bereits erreicht. So geht dieser mit kleinem Geld (laut imdb 7 Millionen Dollar Budget) von David Yarovesky gedrehte Film ausgesprochen düstere Wege. Dabei ist aber vor allem der neue Ansatz an das Teufelskind-Genrekino ziemlich erfrischend. Die teils wirklich bösen Auswüchse, die der junge Maskenträger in seinem Verhalten an den Tag legt, sind durchaus einfallsreich und ziemlich konsequent.

Dankenswerter Weise verzichtet Produzent James Gunn („Guardians of the Galaxy“) bei seinem Fantasy-Horror darauf, sich bei einem jüngeren Publikum anzubiedern. Dabei kann die 16er-Altersfreigabe, die durch die FSK erteilt wurde, sogar als ziemlich großzügig betrachtet werde. Angesichts einiger knackiger Momente in der Spätphase sollten hier sogar hartgesottene Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Allerdings ist der Weg, bis der junge Brandon von der Leine gelassen wird, eher beschwerlich. „Brightburn“ hat das Problem vieler Superhelden-Origin-Geschichten und nimmt sich sehr viel Zeit, seine – nicht sonderlich spannenden – Charaktere einzuführen. Arg konventionelle Familien-Idylle und fiese Klassenkameraden verweigern lange den Unterhaltungswert, der erst im Schlussdrittel wirklich beständig auftritt.

Sieht so ein echter Held aus? (© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH)

Das Material gibt natürlich nicht genug her, um für glänzendes Darsteller-Kino zu sorgen. Am ehesten darf Jackson A. Dunn, dessen Brandon vom klug-schüchternen Schüler zum waschechten Monster wird, einen wirklich gelungenen Auftritt feiern. Elizabeth Banks und David Denham zeigen als Eltern, die das Vertrauen in ihr Kind verlieren, vollkommen solide Parts. Meredith Hagner („Ingrid Goes West“) und „Breaking Bad“-Alumni Matt Jones ergänzen die Hauptbesetzung.

Der von vielen Kino-Fans mit Spannung erwartete Genre-Mix offenbart in der zu langen Startphase mehr Schatten, dreht dann aber in der Schlussphase merklich auf. Gerade in den Sequenzen während des Abspanns zeigt der Film, wie viel Potenzial in der Prämisse steckt. Obwohl „Brightburn – Son Of Darkness“ nicht ganz das erhoffte Highlight ist, bietet der letzte Akt genug Unterhaltungswert für ein insgesamt solides Erlebnis.

3 von 5 Punkten

Der Film ist ab dem 18.03.2022 im Programm von Netflix zu sehen.


Quelle: Sony Pictures Germany, LeinwandreporterTV, YouTube

Brightburn: Son Of Darkness

Originaltitel:Brightburn
Regie:David Yarovesky
Beteiligte:Elizabeth Banks, David Denman, Jackson Dunn
Genre:Horror, Fantasy
Produktionsland/-jahr:USA, 2019
Verleih:Sony Pictures
Länge:91 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Kinostart:20.06.2019

Mehr Informationen findet ihr auf der Facebook-Seite des Films

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 18.03.2022
Review: Brightburn – Son of Darkness (Kino)

Thomas

"Alle bleiben cool! DU - bleib cool!" (Seth Gecko,"From dusk till dawn")

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