Review: Malignant (Kino)

Das Plakat von "Malignant" (© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.)

Das Plakat von “Malignant” (© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.)

Inhalt: Trotz einer destruktiven Ehe träumt die schwangere Madison (Annabelle Wallis, „Boss Level“) von einer Zukunft mit eigener Familie. Wirkliche Blutsverwandtschaft kennt kennt die Frau, die als kleines Kind adoptiert wurde, nur aus Erzählungen. Die Zukunftsträume nehmen ein jähes Ende, als ein brutaler Mörder ihr Haus betritt. Fortan wird sie von grausamen Visionen gequält, die den Killer bei seinen nächsten Taten zeigen. Schon bald stellt sich heraus, dass die schwer bewaffnete Gestalt, die ein Bild des Schreckens hinterlässt, auf den Namen Gabriel hört und ihr aus Kindheitstagen wohl bekannt ist. Doch wie sieht ihre Verbindung zu dem Serientäter aus? Gemeinsam mit Adoptivschwester Sydney (Maddie Hasson) macht sich Madison auf die Suche nach der grauenerregenden Antwort.

 

Kritik: Mit seinem ersten „Saw“-Teil begründete er praktisch über Nacht ein eigenes Subgenre. „Insidious“ war (wie „Saw“) der Start in eine immer noch aktuelle Filmreihe. „Conjuring – Die Heimsuchung“ diente als Beginn für ein ganzes Filmuniversum. Selbst seine Ausflüge in den Popcorn-Bereich („Fast & Furious 7“, „Aquaman“) wurden zu Hits. James Wan hat mit seinen inzwischen 44 Jahren eine ziemlich eindrucksvolle Filmographie beisammen. Für „Malignant“ kehrt er in sein heimisches Horrorgenre zurück, taucht dabei aber dennoch in für ihn neue Bereiche ein. In finsteren, stimmungsvollen Bildern liefert Wan eine Serienkiller-Jagd mit Fantasy-Elementen, die zwar aus allen Poren 80er-Jahre-Genre-Kino (im Stil von Filmen wie „Shocker“) atmet, aber auf eigene Art dabei einfallsreiche Wege geht.

Selbst wenn das Gezeigte selten wirklich gruselig wird und gerade in der ersten Hälfte ein bisschen mehr Tempo zuträglich gewesen wäre, hebt sich der Film von aktuellen Horror-Einheitsbrei ab. Allein schon die fiesen Visionen aus der Sicht einer panischen Madison, die von stylisch eingesetzten Morphing-Effekten untermalt werden, machen „Malignant“ durchaus lohnend. Annabelle Wallis ist als traumatisierte Madison locker dazu in der Lage, dem Film eine Richtung zu geben. Maddie Hasson gibt die loyale Schwester und den sympathischen Sidekick. Michole Briana White und George Young als trockenes Ermittler-Duo sorgen für die notwendige Entspannung im Horrorzirkus.

Das hätte Madison lieber nicht gesehen (© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved. / Matt Kennedy)

Das hätte Madison lieber nicht gesehen (© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved. / Matt Kennedy)

Der dritte Akt sorgt dann aber dafür, dass man „Malignant“ nicht so bald vergisst. In der Spätphase lässt James Wan den Wahnsinn komplett von der Leine. Ein auf gute Art durchgeknallter Twist bildet den Auftakt für absolut wilde Genre-Action. Bis zur Schlussphase weiß man nicht, ob man sich unter dem Sitz verstecken, lachen oder die Hände über dem Kopf zusammenschlagen soll. Dabei läuft der Filmemacher aber nie Gefahr, die Kontrolle über das in dieser Spätphase höllisch unterhaltsame B-Movie-Monster zu verlieren.

Auch wenn „Malignant“ in seiner Anfangsphase ein bisschen zu viel Fett auf den Knochen hat und auch ansonsten die Bestleistungen Wans nicht ganz erreicht werden können, ist dieses Midnight Movie mit Stil und einem denkwürdigen Killer spätestens in seiner komplett zügellosen Schlussphase nicht nur für eingefleischte Fans des Regisseurs ein „Must See“.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Warner Bros, YouTube

Malignant

Originaltitel:Malignant
Regie:James Wan
Darsteller:Annabelle Wallis, Maddie Hasson, George Young
Genre:Thriller, Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2021
Verleih:Warner Bros Pictures
Länge:112 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Kinostart:02.09.2021

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Warner Bros

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 20.09.2021
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