Review: Fast And Furious 9 (Kino)

Das Hauptplakat von "Fast And Furious 9" (© 2021 Universal Pictures)

Das Hauptplakat von „Fast And Furious 9“ (© 2021 Universal Pictures)

Inhalt: Eigentlich wollten Dom (Vin Diesel, „xXx – Die Rückkehr des Xander Cage“) und Letty (Michelle Rodriguez, „Machete“) endlich ein ruhiges Leben abseits des ganzen Trubels führen. Mit der Ruhe ist es vorbei, als eines Tages Ramsey (Nathalie Emmanuel), Roman (Tyrese Gibson) und Tej (Ludacris) vor der Tür stehen. Doms seit Jahrzehnten verschwundener kleiner Bruder Jakob (John Cena, „Bumblebee“) hat sich eine Privatarmee zugelegt und will sich ein Gerät sichern, mit dem er die Zukunft der Welt in seinen Händen halten würde. Um diesen Plan zu verhindern, kehrt sogar Mia (Jordana Brewster, „American Heist“) aus ihrem Ruhestand zurück. Darüber hinaus erhalten sie vollkommen unerwartete Unterstützung: Ein ziemlich lebendiger Han (Sung Kang, „Lisey’s Story“) hat von düsteren Zukunftsaussichten gehört und möchte seinen Teil beitragen. Es kommt zu einem Kampf, der wirklich keine Grenzen kennt.

 

Kritik: Inzwischen sind 20 Jahre vergangen, seitdem mit „The Fast And The Furious“ das Debüt der Filmreihe auf den Markt kam. Wer damals erwartet hat, dass sich aus einer harmlosen „Gefährliche Brandung“-Variation in der Autotuner-Szene eines der erfolgreichsten Action-Franchises der Welt entwickelt, sollte bitte regelmäßig Lotto spielen. Für den inzwischen neunten Eintrag der Reihe kehrt Justin Lin, der bereits die Teile 4 bis 6 inszeniert hatte, auf den Regiestuhl zurück. Und wie inzwischen zur lieben Gewohnheit geworden: „Fast And Furious 9“ ist laut, absurd, restlos unlogisch und ziemlich unterhaltsam. In ausufernden 143 Minuten wird wieder einmal die Kraft der Familie und die Ungültigkeit jeder physikalischen Regel beschworen.

Bruderliebe... (© 2021 Universal Pictures)

Bruderliebe… (© 2021 Universal Pictures)

Die Tatsache, dass der Film sein Drama aus einer bislang nie erwähnten Jugendtragödie mit einem bislang nie erwähnten Toretto-Bruder bezieht, ist natürlich eher albern. Mit welcher Ernsthaftigkeit der Film diese Prämisse umsetzt und wie sehr dabei immer wieder die Großartigkeit von Dom/Vin Diesel betont wird, sorgt schon fast wieder für Lacher. Allgemein geht dem Film aufgrund der Abwesenheit von Dwayne Johnson und Jason Statham (die sich in dem Reihenableger „Fast & Furious – Hobbs & Shaw“ vergnügen durften) das dringend benötigte Augenzwinkern ab. So wirken Comebacks totgeglaubter Franchise-Figuren (wer braucht schon Erklärungen, wenn man auch einfach machen kann!?) und wahrhaft außerirdische Rettungsmissionen (wer braucht schon Erklärungen, wenn man auch einfach machen kann!?) wie ziemlich faul umgesetzte Gimmicks in der „Vin Diesel ist der Beste“-Show. Fast schon beiläufig kopiert „Fast And Furious 9“ auch noch eine komplette Storyline aus „Buffy – Im Bann der Dämonen“ (!?).

John Cena darf in der Rolle des kleinen, finsteren Toretto-Bruders zu wenig machen. Der von Thue Ersted Rasmussen verkörperte Bösewicht-Sidekick (Typ Schmierlappen) ist vergessen, sobald er die Leinwand verlässt. Die Actionszenen wiegen aber noch einige Probleme auf. Eine gelungene Retro-Sequenz und zwei recht spektakuläre Verfolgungsjagden sorgen zumindest vorübergehend für das gewünschte Vergnügen.

In dieser weiteren Auflage vergessen die zu Superhelden aufgerüsteten Autoschrauber zwischen Melodrama und Absurditäten den wirklichen Spaßfaktor. Am Ende bewahren ein paar erstklassige Stunts und Effekte den arg schematischen „Fast And Furious 9“ davor, zu einem schlechten Film zu werden.

2,5 von 5 Punkten


Quelle: Universal Pictures, LeinwandreporterTV, YouTube

Fast & Furious 9

Originaltitel:F9 - The Fast Saga
Regie:Justin Lin
Darsteller:Vin Diesel, Michelle Rodriguez, Jordana Brewster
Genre:Action
Produktionsland/-jahr:USA, 2020
Verleih:Universal Pictures
Länge:143 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Kinostart:15.07.2021

Mehr Informationen findet ihr auf der Facebook-Seite des Films

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 11.07.2021
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