Review: Yummy (Kino)

Das Kinoplakat von "Yummy" (© Busch Media Group)

Das Kinoplakat von „Yummy“ (© Busch Media Group)

Inhalt: Da sie unter ihren abnorm großen Brüsten leidet, fährt Alison (Maaike Neuville, „24 Hours – Two Sides Of Crime“) mit ihrem Freund Michael (Bart Hollanders) für eine Verkleinerungs-Operation in ein renommiertes Krankenhaus in Osteuropa. Es kommen ernsthafte Zweifel, als die beiden dort auf eine Einrichtung treffen, die bestenfalls als schäbig und zwielichtig beschrieben werden kann. Dennoch möchte Alison den Eingriff durchführen lassen. Während der Wartezeit stößt Michael auf eine gefesselte Frau, die sich als Ergebnis einer illegalen Verjüngungstherapie entpuppt. Mit der Befreiung der Dame sorgt Michael dann dafür, dass sich eine Zombie-Invasion im ganzen Krankenhaus ausbreitet.

 

Kritik: Seit „Shaun of the Dead“ weiß die Welt, wie gut Zombies und Humor zusammen passen können. Fast jährlich gibt es neue Auswüchse der Thematik, wobei die Qualität gewaltig schwankt. Nun haben unsere belgischen Nachbarn unter der Regie von Lars Damoiseaux ihren Beitrag zur Untoten-Comedy geliefert. Der Ansatz von „Yummy“ ist schnell klar: Extrem blutiger Fun-Splatter mit möglichst albernem Witz und satirischen Seitenhieben auf Sexismus und Schönheitswahn. In einer seichten, aber kurzweilig-charmanten Einführung zeigt der Film, dass er nicht zu den Schlechteren seiner Zunft gehört. Nette Figuren und ein paar spaßige Pointen steigern die Vorfreude auf den Hauptplot. Dort droht „Yummy“ etwas von den absurden Gleisen zu rutschen.

 

Aus diesem Krankenhaus sollte man sich möglichst schnell auschecken lassen. (© Busch Media Group)

Aus diesem Krankenhaus sollte man sich möglichst schnell auschecken lassen. (© Busch Media Group)

Für eine gewisse Zeit verabschiedet sich das Geschehen von seinen Hauptfiguren und liefert kruden Ekelhumor, durch den weder Handlung noch Spaßfaktor nach vorne gebracht werden. Nachdem der Film dann in einen geschwätzigen Pausenmodus geht und sich von überflüssigen Nebencharakteren verabschiedet, finden die Macher wieder zur guten Anfangsform zurück. Das letzte Drittel ist temporeich, kurzweilig, blutrünstig und stellenweise ausgesprochen böse. Bis zur gemeinen Schlusspointe entschädigt der Film für sehr viel, was zuvor versäumt wurde. Auch die Schauspieler machen durchaus Spaß. Gerade Maaike Neuville, die eine genervte Sexbombe wider Willen gibt, und Bart Hollanders, der als gutmütiger Pechvogel Michael an ihrer Seite bestehen muss, tragen zum Gelingen des Geschehens bei.

Dieser belgische Ausflug in den Bereich der Zombie-Komödie ist in seinen besten Phasen wirklich gut und in anderen Momenten aufrichtig schlecht. Da das Werk noch rechtzeitig seine Form findet, bleibt „Yummy“ insgesamt ein durchaus witziges Gemetzel, das bedenkenlos zum Bierchen mit Freunden genossen werden kann.

3 von 5 Punkten

Der Film gehört zum Programm der Fantasy Filmfest Nights 2020.


Quelle: Busch Media Group, LeinwandreporterTV, YouTube

Yummy

Originaltitel:Yummy
Regie:Lars Damoiseaux
Sprecher:Maaike Neuville, Bart Hollanders, Benjamin Ramon
Genre:Horror, Komödie
Produktionsland/-jahr:Belgien, 2019
Verleih:Busch Media Group
Länge:90 Minuten
FSK:ab 18 Jahren
Kinostart:23.07.2020

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von der Busch Media Group und auf der Facebook-Seite des Films

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 11.07.2020
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