Review: Sirene 1 (Mediabook)

Das Mediabook Cover C von "Sirene 1" (© Wicked-Vision Media)

Das Mediabook Cover C von „Sirene 1“ (© Wicked-Vision Media)

Inhalt: Das Forschungs-U-Boot Sirene 1 ist während eines Auftrags im Dannekin-Graben verschwunden. Der Architekt Wick (Jack Scalia) wird beauftragt, sich dem Suchtrupp Sirene 2 von Captain Phillips (R. Lee Ermey, „Leaving Las Vegas“) und Steuermann Robbins (Ray Wise, „Twin Peaks – Fire Walk With Me“) anzuschließen, um die vermissten Kollegen zu finden. In den Untiefen des Grabens erwartet Wick aber eine ganz andere Entdeckung: Absolut tödliche Kreaturen beginnen, die Besatzung der Sirene 2 zu dezimieren.

 

Kritik: Nach dem Erfolg von „Alien“ gab es über viele Jahre zahllose Filme, in denen eine Gruppe von Einsatzkräften mit einem geheimnisvollen Monster – ohne Chance auf Flucht – in Kontakt kommen. In diese Kategorie fällt auch die spanisch-amerikanische Co-Produktion „Sirene 1“ (bzw. „The Rift“), die stolze 11 Jahre nach ihrem offensichtlichen Vorbild auf den Markt kam. Der von Juan Piquer Simon inszenierte Film taucht statt ins Weltall in den Ozean ab. Das Mini-Budget von 1,3 Millionen US-Dollar ist dabei an jeder Stelle spürbar. Gerade in der ersten Hälfte kommen Fans von Szenen, in denen Menschen auf Monitore schauen, voll auf ihre Kosten. Die Außen-Aufnahmen des U-Boots wirken sehr improvisiert und lassen die fehlende Größe der Modelle deutlich erkennen. Verschiedene Monster-Designs in der Spätphase sehen da deutlich besser aus.

Wick überzeugt mit seinem Charme (© 1989 Film and Television Company)

Wick überzeugt mit seinem Charme (© 1989 Film and Television Company)

Wer ziemlich ermüdende 45 Minuten hinter sich gebracht hat, wird zumindest mit ein wenig Action entlohnt. Die ist zwar weder besonders innovativ, noch besonders spektakulär und viel inhaltlicher Sinn steckt auch nicht dahinter – aber langweilig wird es nicht mehr. Das hat sicherlich auch mit den hanebüchenen Dialogen zu tun, die sich nicht anhören, als sie von einem Muttersprachler geschrieben worden sind. So ergibt sich ein recht spaßiger Bad-Movie-Cocktail, der zumindest teilweise für die öde Anfangsphase entschädigt.

Hauptdarsteller Jack Scalia spielt einen soliden, aber wenig einnehmenden Protagonisten. Wer R. Lee Ermey und Armee-Offizier hört, wird wohl sofort an „Full Metal Jacket“ denken. Selbst wenn seine Figur hier weit zurückgenommener und sympathischer ist, bleibt er das Highlight des Films. An seiner Seite kann allenfalls Ray Wise in einer Paraderolle auf sich aufmerksam machen.

Am Ende des Tages bietet der Film relativ wenig, was einen wirklichen Mehrwert darstellen wurde. So bleiben R. Lee Ermey und eine abstrus-kurzweilige zweite Hälfte die einzigen Aspekte, die „Sirene 1“ für Hardcore-Fans von SciFi-Horror erträglich machen.

Captain Phillips ist ein wahres Raubein (© 1989 Film and Television Company)

Captain Phillips ist ein wahres Raubein (© 1989 Film and Television Company)

Der Film ist seit dem 31.08.2020 im Mediabook erhältlich.

2 von 5 Punkten

 

Bild: Für einen 30 Jahre alten Low-Budget-Film sieht der Transfer recht ordentlich aus. Schärfe und Detaildarstellung sind bei den Innenaufnahmen zufriedenstellend, brechen aber bei den Außen-/Unterwasser-Aufnahmen etwas ein. Die Farbgebung hätte sicherlich kräftiger sein können, wirkt aber insgesamt natürlich. Kontraste und Schwarzwert sorgen für keine zu großen Probleme. Ein paar kleinere Unsauberkeiten fallen nur bedingt ins Gewicht.

3.5 von 5 Punkten

Ton: Die Blu-ray enthält eine deutsche und eine englische DTS-HD MA 2.0-Tonspur. Die albernen Dialoge sind immer gut verständlich. Die Actionszenen und der Score sind solide abgemischt, hätten aber sicherlich etwas voller klingen können. Auf der DVD sind beide Tonfassungen in Dolby Digital 2.0 zu finden.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Ein 24-seitiges Booklet mit Filmbildern und Texten von Christoph N. Kellerbach, die Featurettes „Danger Below – Die Effekte von ,Sirene 1‘“ (10 Minuten) und „What Lurks in the Dark?” – Spezialeffekt-Legende Colin Arthur über „Sirene 1“ (21 Minuten), Interviews mit den Darstellern Ray Wise (24 Minuten), Jack Saclia (31 Minuten) und R. Lee Ermey (8 Minuten), zwei Trailer und eine Bildergalerie sind als Bonus vorhanden.

4 von 5 Punkten

Gesamt: 3 von 5 Punkten


Quelle: Wicked-Vision, YouTube

Sirene 1

Originaltitel:The Rift
Regie:Juan Piquer Simón
Darsteller:Jack Scalia, R. Lee Ermey, Ray Wise, Deborah Adair
Genre:Action, Horror
Produktionsland/-jahr:USA/Spanien, 1990
Verleih:Wicked-Vision
Länge:83 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Wicked-Vision

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 24.09.2020
Review: Sirene 1 (Mediabook)

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