Review: Halloween Haunt (Kino)

Das Hauptplakat von "Halloween Haunt" (© Splendid Film GmbH)

Das Hauptplakat von “Halloween Haunt”
(© Splendid Film GmbH)

Inhalt: Nach der Trennung von ihrem Freund geht Studentin Harper (Katie Stevens) zu Halloween mit Bekannten aus, um auf andere Gedanken zu kommen. An einer abgelegenen Straße entdecken sie ein schräges Spukhaus und lassen sich von dem davor stehenden Horror-Clown zu einer Tour einladen. Der Einstieg ist noch ziemlich lahm und die Freunde sind eher gelangweilt, bis sie Zeuge eines vorgeführten Mordes werden. Schnell müssen sie einsehen, dass diese Szene wesentlich realer war, als man erwarten dürfte. Die maskierten Mitarbeiter des Hauses beginnen, die Gäste möglichst blutig ins Jenseits zu befördern. Harper und ihren Mitstreitern bleibt nicht viel Zeit, um einen Ausweg aus all den tödlichen Fallen und Labyrinthen zu finden.

 

Kritik: Vielen Horror-Fans dürften Scott Beck und Bryan Woods für ihre (später von Regisseur John Krasinski überarbeitete) Drehbuch-Vorlage zum letztjährigen Genre-Geniestreich „A Quiet Place“ bekannt sein. Nun durften die beiden bei dem von Eli Roth produzierten „Halloween Haunt“ zum zweiten Mal die Regie eines Langfilms übernehmen. Ein gewaltiger Horror-Hit dürfte ihnen wohl dieses Mal verwehrt bleiben. Im Fahrwasser aktueller (nicht spektakulärer) Werke wie „Escape Room“ sowie mit einer fast identischen Story wie der (ziemlich maue) „Hell Fest“ versuchen die Macher gar nicht erst, Originalitäts-Preise zu gewinnen. Nachdem sich unsympathischen, skizzenhaften Charaktere in der Startphase dafür bewerben durften, möglichst schmerzlich unter die Erde gebracht zu werden, lassen sie sich ausgesprochen leicht von den – ausgesprochen zwielichtigen – Teilnahmebedingungen für das Spukhaus überzeugen.

 

Die Freunde ahnen nicht, was ihnen bevorsteht (© Splendid Film GmbH)

Die Freunde ahnen nicht, was ihnen bevorsteht
(© Splendid Film GmbH)

Schon bald geht die Geschichte zum erwarteten Budenzauber über – wobei die Zuschauer für jede Szene dankbar sein dürften, in denen niemand die lausigen Dialoge absondert (die Schweigsamkeit in „A Quiet Place“ könnte demnach auch aus praktischen Gründen erdacht worden sein). Wirklich spannend wird es zwar nie, aber zumindest ist der Film rabiat und blutig genug, um als Slasher alter Schule zu liefern. In einem Film, der sich ausgesprochen ernst nimmt, kreuzen zahlreiche Figuren nur zum titelgebenden Spuk auf, um sich wenige Momente später am scharfen Ende eines Messers wiederzufinden. Katie Stevens spielt als Harper das klassischen Final Girl, die vom schüchternen Mädchen zur wehrhaften Kämpferin eine klassische Entwicklung durchmacht. Ihre Co-Stars bleiben komplett austauschbar.

Auf diese Art krabbelt, rennt, brüllt und schlitzt man sich von Raum zu Raum, bis das Geschehen nach handlichen 92 Minuten mit einem erfrischend altmodischen Abschluss-Gag endet. „Halloween Haunt“ bleibt ein durchweg ziemlich generischer Slasher-Horror, der unter seinen uninteressanten, doofen Charakteren und scheußlichen Dialogen leidet. Immerhin wurde der Film merklich von und für Genre-Fans gemacht, weshalb sich das teils deftige Treiben zumindest diesbezüglich von vielen blutleeren Kollegen abhebt und mit soliden Referenzen ans Subgenre punktet.

2,5 von 5 Punkten


Quelle: Splendid Film, Leinwandreporter TV, YouTube

Halloween Haunt

Originaltitel:Haunt
Regie:Scott Beck, Bryan Woods
Schauspieler:Katie Stevens, Will Brittain, Lauryn Alisa McClain
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2019
Verleih:Splendid Film
Länge:92 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Kinostart:31.10.2019

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Splendid Film

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 31.10.2019
Review: Halloween Haunt (Kino)

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