Review: Wie der Vater… (Netflix)

Das Artwork zu "Wie der Vater..." (© Netflix)

Das Artwork zu “Wie der Vater…” (© Netflix)

Inhalt: Alle Leidenschaft der 31 Jahre alten Rachel (Kristen Bell, „Bad Moms 2“) gehört ihrem Job als Managerin in einer Werbeagentur. Das ist auch der Grund, weswegen sie von ihrem Verlobten am Tag der Hochzeit verlassen wird. Doch das ist nicht der einzige Schock, den Rachel an dem Tag verkraften muss: Ihr Vater Harry (Kelsey Grammer, „Guardians of the Tomb“), den sie zuletzt vor 26 Jahren gesehen hat, sitzt im Publikum und kriegt ihre Demütigung mit. Tatsächlich kommt das entfremdete Vater-Tochter-Gespann ins Gespräch und beginnt, sich gemeinsam zu betrinken, was fatale Auswirkungen hat. Am nächsten Morgen erwachen beide auf dem Kreuzfahrtdampfer, auf dem Rachel eigentlich ihre Flitterwochen verbringen wollte. Beide sind sich einig, dass dieser unpassende Urlaub an der nächsten Anlegestelle ein Ende finden soll. Doch zwischen Cocktails, Gameshows und Wanderausflügen merken die beiden, dass ein wenig familiärer Anschluss manchmal gar nicht so schlecht ist.

Kritik: Seit über zehn Jahren ist Lauren Miller Rogen als Darstellerin in erfolgreichen Comedy-Filmen wie „Superbad“ zu sehen, in denen sie regelmäßig gemeinsam mit Ehemann Seth Rogen vor der Kamera steht. Nachdem sie bereits früh in ihrer Laufbahn ein paar Kurzfilme geschrieben und inszeniert hatte, bekam sie jetzt von Netflix die Aufgabe, einen kompletten Spielfilm zu entwickeln. Sie weist nach, dass sie einer solchen Aufgabe durchaus gewachsen ist. Zu einer wirklich gut gelungenen Komödie wird „Wie der Vater…“ deswegen aber nur sehr bedingt. Die Urlaubs-Vater-Tochter-Problemaufarbeitung geht dramaturgisch und von der Charakterentwicklung merklich eine Checkliste ab. Das sorgt zu Beginn noch dafür, dass die beiden Protagonisten ordentlich Reibungsfläche bekommen und für Unterhaltungswert sorgen können. Sobald sich die Figuren annähern, ist das Kreuzfahrt-Setting nicht interessant genug, um für eine wirkliche Spannungskurve zu sorgen.

Ein zweiter Rogen am Set (© Netflix)

Ein zweiter Rogen am Set (© Netflix)

In die harmlose Feelgood-Unterhaltung werden ein paar dunkle Entwicklungen eingestreut, die das Geschehen menschlicher, aber weniger rund wirken lassen. Zum Glück haben die beiden Hauptdarsteller genug Charme, um den Film zu tragen. Kristen Bell schafft es, den nervigen Workaholic Rachel, deren Arm praktisch mit ihrem Handy verwachsen ist, auf ein nachvollziehbares Level zu bringen. Außerdem harmoniert sie gut mit Kelsey Grammer. Beide holen mit gutem Timing das Optimum aus ihrem Material. Selbst wenn mit Sequenzen wie einer mehrminütigen Karaoke-Montage die Geduld des Zuschauers ausgetestet wird, folgt man den Figuren gerne auf ihrem Weg. Wenig überraschend ist Seth Rogen in einer Nebenrolle zu sehen. Er spielt einen freundlichen, etwas redseligen Mit-Urlauber, der etwas für Rachel übrig hat. Den Cannabis-Enthusiasten Rogen als absoluten Anti-Drogen-Verfechter auftreten zu lassen, entpuppt sich als netter Insidergag im Film.

Selbst wenn „Wie der Vater…“ bei weitem kein großer Wurf ist, hätte das Regie-Debüt von Lauren Miller Rogen weit schlimmer ausfallen können. Das Geschehen bleibt durchweg ziemlich vorhersehbar und wird in der zweiten Hälfte des Filmes ein wenig träge. Getragen von den guten Kristen Bell und Kelsey Grammer hält die Komödie ziemlich problemlos ein passables Sonntagnachmittag-Unterhaltungsniveau.

2,5 von 5 Punkten

Der Film ist ab dem 03.08.2018 im Programm von Netflix zu sehen.


Quelle: Netflix, YouTube

Wie der Vater...

Originaltitel:Like Father
Regie:Lauren Miller Rogen
Darsteller:Kristen Bell, Kelsey Grammer, Seth Rogen
Genre:Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2018
Verleih:Netflix
Länge:103 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Netflix 

Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 03.08.2018
Review: Wie der Vater… (Netflix)

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