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Review: Guardians of the Tomb (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "Guardians of the Tomb" (© Universum Film)

Das Blu-ray-Cover von „Guardians of the Tomb“ (© Universum Film)

Inhalt: Mitten in einer chinesischen Wüste hat der Wissenschaftler Luke (Chun Wu) im Auftrag seines Chefs Mason (Kelsey Grammer, „Entourage“) eine Entdeckung gemacht, die bahnbrechend sein könnte. Doch dann geht etwas gewaltig schief und Luke verschwindet spurlos. Seine Schwester Jia (Li Bingbing, „Transformers 4 – Ära des Untergangs“), eine renommierte Zoologin, stellt mit Mason ein Team um den Rettungsexperten Ridley (Kellan Lutz, „The Expendables 3“) zusammen, um Luke und seine Entdeckung wiederzufinden. Vor Ort muss sich der Suchtrupp zunächst einmal unter lebensfeindlichen Bedingungen durchschlagen. Kaum sind sie einem großen Sturm entkommen, wartet am Eingang einer Höhle eine ganze Masse an intelligenten, giftigen und sehr hungrigen Spinnen, die sich sehr über die Neuankömmlinge freuen. Da es keinen Weg zurück gibt, kämpft sich dir Gruppe immer weiter in die Höhle vor, in der bereits Luke verschwunden ist. Dabei übernimmt schon bald das eigene Überleben die oberste Priorität der Mission.

 

Kritik: Bei dieser australisch-chinesischen Co-Produktion übernahm „Bait – Haie im Supermarkt“-Regisseur Kimble Rendall die Hauptverantwortung, einen schönen Mix zwischen Abenteuerfilm und Horrorkino zu finden. Doch während sich der Ausflug der bissigen Fische auf ungewohntes Terrain als erstaunlich treffsicher erwies, entpuppt sich sein neues Werk dann doch als merklich trashiger. Nachdem sich gleich zu Beginn die Charaktere gegenseitig damit übertrumpfen, gekünstelt Expositionen über dem Publikum abzuladen, lassen herzerweichend schlechte Effekte und ein hölzerner, aber temporeicher Plot nicht lange auf sich warten. Gerade die vor Klischees triefenden Dialoge und vollkommen alberne Sequenzen, in denen die Geschichte vorangetrieben werden soll, garantieren eine Fülle an (ungewollten) Lachern.

Der Rettungstrupp braucht schon bald selbst Hilfe (© Universum Film)

Der Rettungstrupp braucht schon bald selbst Hilfe (© Universum Film)

Selbst Leute, die sich vor Spinnen fürchten, dürften beim Anblick der Monster, die auch noch Geräusche im Stil der Raptoren aus „Jurassic Park“ von sich geben, ein Grinsen auf dem Gesicht haben. So stolpern die Charakterskizzen durch die Höhle und lassen sich auf dem Weg zum Abspann und Ausgang immer weiter dezimieren. Dabei stellen sich einige von ihnen derart naiv an, dass selbst bei den Todesszenen Mitgefühl und Spannung durch Comedy ersetzt werden. Die zuletzt recht regelmäßig bemühten Versuche, asiatischen und westlichen Markt miteinander zu kombinieren, schlagen sich natürlich auch in der Besetzung wieder. Dabei steht Li Bingbing im Mittelpunkt, deren Jia nach ihrem Bruder schmachten und kluge Sachen über Insekten sagen darf.

Speziell nach dem Flop „The Legend of Hercules“ ist die Karriere von dem ehemaligen „Twilight“-Teenieschwarm Kellan Lutz dann doch etwas ins Stocken geraten. Hier darf er als strahlender Retter in der Not, der ein Vergangenheitstrauma zu bewältigen hat, eine mehr als schematische Figur spielen. Der von Lutz im Bonusmaterial gesuchte Vergleich zu Indiana Jones hinkt da schon gewaltig. In seiner langen Karriere hat Kelsey Grammer schon einige Filme in seinem Lebenslauf gehabt, die sein Potenzial in keinster Weise abrufen. So schlägt sein Mason genau den erwarteten Weg ein, was von einer Autopilot-Darbietung Grammers noch untermalt wird. Stef Dawson als „Luder“ Milly und Shane Jacobson als nerviger Comic Relief Gary bieten nur noch weitere Beispiele für Figuren, die keinerlei Erinnerungswert haben.

„Guardians of the Tomb“ ist wieder einer dieser Filme, der so konsequent auf allen Ebenen scheitert, dass es wieder äußerst vergnüglich wird. Der Film funktioniert zwar weder als Abenteuer- noch als Horrorfilm, ist aber kurzweilig genug, um relativ konstant zu unterhalten. Schlecht geschriebene und gespielte Figuren, die haarsträubende Dialoge von sich geben, ein mehr als konstruierter Plot und lächerliche Effekte geben dem Werk genug Anti-Qualitäten mit, um ein empfehlenswerter Kandidat für die nächste (bierlastige) „So Bad, It’s Good“-Filmparty zu werden.

Jia macht eine unschöne Entdeckung (© Universum Film)

Jia macht eine unschöne Entdeckung (© Universum Film)

Der Film ist ab dem 23.03.2018 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

1,5 von 5 Punkten

 

Bild: Da das Bild oft relativ hell und blass erscheint, sind Schärfe und Detaildarstellung eigentlich nur bei den Nahaufnahmen wirklich überzeugend. Dafür ist die Farbgebung konstant recht gut gelungen. Kontraste und Schwarzwert hätten etwas knackiger ausfallen dürfen. Das leichte Korn fällt bei der recht sauberen Präsentation dagegen kaum ins Gewicht.

3 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und der englisch-chinesische DTS-HD 5.1-Ton überzeugen auf ordentlichem Niveau. Die Dialoge sind immer gut verständlich und kommen sauber aus dem Zentrum. Gerade mit den Geräuschen der krabbelnden Ungetüme in den Höhlen wurde einiges gemacht. So werden hier häufiger die äußeren Boxen nett zum Einsatz gebracht. Auch die Motorengeräusche und kleinen Explosionen zu Beginn sowie der Score sorgen für etwas räumliche Aktivität. Obwohl die Abmischung noch etwas subtiler hätte sein dürfen, wird akustisch gute Kost geboten.

4 von 5 Punkten

Extras: Ein Making of (9 Minuten), zwei kleine Featurettes (22 Minuten), ein paar Interviews mit Cast und Crew (29 Minuten) sowie einige Trailer sind als Bonusmaterial auf der Blu-ray vorhanden.

2,5 von 5 Punkten

Gesamt: 2,5 von 5 Punkten


Quelle: Movie Trailers Source, YouTube

Guardians of the Tomb

Originaltitel:Nest 3D
Regie:Kimble Rendall
Darsteller: Li Bing Bing, Kellan Lutz, Kelsey Grammer, Wu Chun, Stef Dawson, Shane Jaconson
Genre:Thriller, Abenteuer
Produktionsland/-jahr:Australien/China, 2018
Verleih:Universum Film
Länge:97 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Universum Film

 

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 18.03.2018
Review: Guardians of the Tomb (Blu-ray)

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