Review: The Midnight Man (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "The Midnight Man" (© Universum Film)

Das Blu-ray-Cover von “The Midnight Man” (© Universum Film)

Inhalt: Das Waisenkind Alex (Gabrielle Haugh) lebt bei ihrer dementen Großmutter Anna (Lin Shaye, „Insidious“) und kümmert sich hingebungsvoll um sie. Als sie Abends mit ihrem Kumpel Miles (Grayson Gabriel) auf dem Dachboden alte Sachen durchsucht, finden sie ein eigenartiges Spiel. Da sie gerade Langeweile haben, packen sie die Regeln aus und beschwören den „Midnight Man“ (Kyle Strauts). Schnell müssen sie feststellen, dass diese Kreatur sehr real ist und die Teenager mit ihren Urängsten konfrontieren möchte. Wenn sie eine Chance haben möchten, die Nacht zu überstehen, brauchen sie jede Hilfe. Unterstützung finden sie bei Annas Hausarzt Dr. Goodberry (Robert Englund, „Final Cut – Die letzte Vorstellung“), der schon einmal mit dem mörderischen Spiel in Kontakt gekommen ist. Gelingt es, die dämonische Gestalt in die Schranken zu verweisen?

Kritik: Basierend auf einem irischen Film aus dem Jahr 2013 inszenierte Travis Zariwny 2016 diesen Genre-Beitrag. Ein mysteriöses Spiel, ein paar unbedarfte Teenager und eine düstere Entität sind Zutaten, die vielen Horrorfans wohl ziemlich bekannt vorkommen dürften. So ist dieses Werk auch Kilometer von jeglicher Innovation entfernt. Zumindest gelingt es deutlich, vergleichbare Filme wie „Ouija – Spiel nicht mit dem Teufel“ oder „Wish Upon“ hinter sich zu lassen. Das wird schon in einer starken Einleitungssequenz offensichtlich, in der Zariwny atmosphärischen Grusel und ordentlichen Gore miteinander kombiniert. Leider schaltet der Film direkt danach zwei Gänge zurück. Es ist durchaus legitim, auch eine Horrorgeschichte langsam wachsen zu lassen. Hier wird das Geschehen aber derart ereignisarm, dass sich einige Zuschauer schon geistig verabschieden dürften.

Wir möchten ein Spiel spielen (© Universum Film)

Wir möchten ein Spiel spielen (© Universum Film)

Wenn die Protagonisten dann (aus gewohnt fragwürdigen Gründen) endlich das Spiel begonnen haben, hält der Film dann doch wieder ein paar gemeine Momente bereit. Auch das Design des titelgebenden Monsters ist durchaus gelungen. Der Hauptgrund, weswegen „The Midnight Man“ immer noch einigermaßen funktioniert, sind aber die beiden Genre-Ikonen, die hier in Nebenrollen zu sehen sind. Gerade Lin Shaye ist als senile Großmutter, die überraschend ihre Launen wechselt, stellenweise wirklich furchterregend. Robert Englund, der erst in der (besseren) späten Phase wirklich zum Zug kommt, liefert eine souveräne Vorstellung. Er bekommt ein paar schicke Einzeiler spendiert, die er augenzwinkernd und stimmig vorträgt. Die junge Gabrielle Haugh, die aktuell auch in „Jeepers Creepers 3“ eine Hauptrolle spielt, ist dazu in der Lage, einen derartigen Film zu tragen. Das tut sie, ohne dabei Glanzpunkte setzen zu müssen.

„The Midnight Man“ braucht merklich zu lange, um in Fahrt zu kommen und bleibt dabei immer in bekannten Gefilden. Es ist am Ende den guten Darstellern und einer Hand voll überzeugender Einzelmomente zu verdanken, dass dieses seichte Genre-Fastfood noch ein solides Level erreicht.

Kennt sich mit tödlichen Albtraum-Wesen aus (© Universum Film)

Kennt sich mit tödlichen Albtraum-Wesen aus (© Universum Film)

Der Film ist ab dem 09.03.2018 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

2,5 von 5 Punkten

 

Bild: Obwohl der Film zu großen Teilen im (Halb-)Dunklen spielt, sind Schärfe und Detaildarstellung recht gut. Nur in den Außenbereichen ist das Bild manchmal ein wenig unscharf. Die Farben wirken – gemessen an den Lichtbedingungen – zumeist kräftig und natürlich. Die Einstellung von Kontrasten und Schwarzwert ist mit Ausnahme von ein paar Kleinigkeiten auch gelungen. Hier und da ist das Bild ein wenig unsauber. Große Bildfehler waren nicht erkennbar.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und der englische DTS-HD MA 5.1-Ton liefern verlustlose, aber unspektakuläre Kost. Dabei ist die Vertonung oft erstaunlich zurückhaltend und konzentriert sich nur auf die saubere Dialogwiedergabe. Bei den Jumpscares zeigt der Sound dann aber, dass hier auch durchaus kräftige Effekte möglich sind. Ein paar atmosphärische Geräusche, der Score und die Stimme des Titelhelden sorgen auch noch dafür, dass die äußeren Boxen ein wenig mit einbezogen werden.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Als Bonusmaterial sind auf der Blu-ray ein Featurette zum Film (10 Minuten) und einige Trailer vorhanden.

1,5 von 5 Punkten

Gesamt: 2,5 von 5 Punkten


Quelle: Moviepilot, YouTube

The Midnight Man

Originaltitel:The Midnight Man
Regie:Travis Zariwny
Darsteller:Gabrielle Haugh, Lin Shaye, Robert Englund, Kyle Strauts
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2016
Verleih:Universum Film
Länge:93 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Universum Film

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Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 04.03.2018
Review: The Midnight Man (Blu-ray)

1 comment on “Review: The Midnight Man (Blu-ray)”

  1. Arthur G. Antworten

    Having two horror icons such as Englund and Shaye you expect a certain quality about it. I enjoyed it, had some jump scares, a mental mind bump and an ending which was slightly predictable but still played out well.

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