Review: Better Watch Out (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "Better Watch Out" (© Constantin Film)

Das Blu-ray-Cover von “Better Watch Out” (© Constantin Film)

Inhalt: Der 12 Jahre alte Luke (Levi Miller) ist ein wenig neurotisch, hat mit Schlafproblemen zu kämpfen, ist aber immer ein höflicher und netter Kerl. Er ist schon länger in seine Babysitterin Ashley (Olivia DeJonge) verliebt. Als die ein letztes Mal auf ihn aufpasst, bevor sie in eine andere Stadt zieht, will Luke ihr seine Gefühle gestehen. Doch alle Annäherungsversuch werden jäh unterbrochen. Jemand terrorisiert die beiden zunächst mit Anrufen und bricht dann kurzerhand in das Haus ein. Schnell macht der ungebetene Gast eine Regel klar: Wer aus dem Haus flieht, der stirbt. Ashley versucht, mit Luke ein sicheres Versteck zu finden und auf Hilfe zu warten. Noch kann keiner ahnen, was für ein Spiel der bewaffnete Kriminelle wirklich spielt.

Kritik: Wenn das Fest der Liebe naht, sind in Filmen Psychopathen oft nicht weit. Das ist auch bei diesem Home Invasion-Thriller von Chris Peckover nicht anders, der im Jahr 2016 gedreht wurde. Schnell wird klar, dass die Horrornacht, die ein frühreifer Sonderling mit seiner süßen Babysitterin verbringt, sich selbst nicht ganz ernst nimmt. So mischen sich temporeiche Dialoge, präpubertäre Fantasien und eine eher verstörende Weihnachtsmann-Figur, die gleich mehrmals für einen Jumpscare herhalten darf. Doch schon bald zeigt sich, dass „Better Watch Out“ mehr ist, als harmlose Horror-Comedy-Unterhaltung. Mit ein paar cleveren Wendungen gelingt es, eine bitterböse „Kevin allein zu Hause“-Variation zu entwickeln, die kurzweilig und amüsant ist, dabei aber immer atmosphärisch und gemein bleibt.

 

Wer hat es auf Ashley und Luke abgesehen? (© Constantin Film)

Wer hat es auf Ashley und Luke abgesehen? (© Constantin Film)

Peckover gelingt es, dem Publikum ein bekanntes Szenario zu präsentieren, um dann geschickt mit den Motiven des Subgenres zu spielen. So hält der Film immer wieder ein paar nette Überraschungen bereit, die bis zum Finale nicht abebben. Dabei kann sich der Film komplett auf seine jungen Protagonisten verlassen. Gerade Jungstar Levi Miller kann beweisen, dass er mehr zu bieten hat, als seine Titelrolle in „Pan“ vermuten lies. Als ungeschickter, aber zielstrebiger Außenseiter, der neben den lebensbedrohlichen auch mit amourösen Problemen zu kämpfen hat, zeigt er einen äußerst abwechslungsreichen Auftritt.

Olivia DeJonge und Ed Oxenbould – der hier den besten Freund von Luke spielt – haben schon als Geschwisterpaar in „The Visit“ bewiesen, dass sie gut harmonieren. DeJonge kann als smarte, freundliche Babysitterin, der die Situation bald über den Kopf wächst, mehr aus ihrer Rolle holen, als es zunächst den Anschein macht. Oxenbould darf als junger Kiffer, der seinen besten Kumpel immer wieder auf dumme Gedanken bringt, einen äußerst unterhaltsamen Part spielen. Dazu sind noch Dacre Montgomery („Power Rangers“) als trotteliger Ex-Freund von Ashley und Virginia Madsen („Selfmade-Dad – Not macht erfinderisch“) sowie Patrick Warburton als Eltern von Luke zu sehen.

„Better Watch Out“ ist einer dieser Filme, die der Zuschauer am besten möglichst unbelastet sieht. Was zunächst nur wie ein etwas augenzwinkernder, hausbackener Thriller wirkt, entpuppt sich als erstaunlich origineller Trip voller Kniffe und Wendungen. Auf diese Art entsteht eine kleine Genre-Perle, die durchaus das Zeug hat, ein Kultfilm zu werden.

Ashleys Ex-Freund ist immer noch ziemlich anhänglich (© Constantin Film)

Ashleys Ex-Freund ist immer noch ziemlich anhänglich (© Constantin Film)

Der Film ist ab dem 18.01.2018 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

4 von 5 Punkten

 

Bild: Dafür, dass der Film fast vollständig in einem Haus spielt und die Beleuchtung allenfalls solide ist, sind Schärfe und Detaildarstellung sehr ordentlich ausgefallen. Die bunte, weihnachtliche Farbpalette sorgt für einen eigenen Look, sieht aber immer natürlich aus. Kontraste und Schwarzwert wurden zufriedenstellend eingestellt. Auch wenn in dunklen Szenen ein ziemlich deutliches Rauschen erkennbar ist, sind Bildruhe und Sauberkeit ebenfalls gut ausgefallen.

4 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und der englische DTS-HD 5.1-Ton sind verlustlos ausgefallen. Da sich der Film zumeist auf die Dialoge fokussiert, die durchweg problemlos wiedergegeben werden, spielt sich der Sound meistens im Frontbereich ab. Bei ein paar Jumpscare und dem ein oder anderen verspielten Moment werde die äußeren Boxen dann doch mit eingebunden. Auch die (weihnachtliche) Musik verteilt sich auf die Anlage. So bleibt der Klang insgesamt unspektakulär, aber erfüllt immer die Erwartungen.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Ein äußerst ausführliches Making of (53 Minuten) komplettiert zusammen mit ein paar Trailern die Blu-ray.

3 von 5 Punkten

Gesamt: 4 von 5 Punkten


Quelle: Constantin Film, YouTube

Better Watch Out

Originaltitel:Better Watch Out
Regie:Chris Peckover
Darsteller:Olivia DeJonge, Levi Miller, Ed Oxenbould, Aleks Mikic, Patrick Warburton, Virginia Madsen
Genre:Horror, Thriller, Komödie
Produktionsland/-jahr:Australien/USA, 2016
Verleih:Constantin Film
Länge:89 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Constantin Film

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Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 21.01.2018
Review: Better Watch Out (Blu-ray)

 

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