Review: Acts of Violence (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "Acts of Violence" (© Constantin Film)

Das Blu-ray-Cover von “Acts of Violence” (© Constantin Film)

Inhalt: Seit seiner Kindheit konnte sich Roman (Ashton Holmes) immer auf seine großen Brüder Deklan (Cole Hauser, „Olympus has fallen“) und Brendan (Shawn Ashmore, „Killjoys – Space Bounty Hunters“) verlassen. Jetzt möchte er mit den beiden Kriegsveteranen noch einmal richtig feiern, ehe er seine innig geliebte Verlobte Mia (Melissa Bolona, „The Neighbor – Das Grauen wartet nebenan“) heiratet. Doch während des Junggesellenabschieds wird Mia von zwei Gangstern entführt, die für einen Menschenhändlerring arbeiten. Nachdem der routinierte und engagierte Cop James Avery (Bruce Willis, „Death Wish“) Roman wenig Hoffnung macht, den Fall bald zu lösen, nehmen die Brüder das Gesetz in die eigene Hand. Sie eröffnen die Jagd auf die gefährlichen Verbrecher rund um den gut vernetzten Max Livingston (Mike Epps, „Term Life – Mörderischer Wettlauf“). Dabei bekommen sie Hilfe von Avery, der Livingston schon länger verfolgt.

Kritik: Der Selbstjustiz-Thriller ist in etwa so alt, wie das Kino selbst. Gerade Charles Bronson war seit seinem Erfolg mit „Ein Mann sieht rot“ auf das Subgenre spezialisiert und lieferte in den 80er-Jahren mit Cannon Films regelmäßigen Nachschub rund um die Thematik. „Acts of Violence“ ist eines dieser Werke, die wohl viele gedanklich in die Bronson-Zeit zurückwerfen werden. Regisseur Brett Donowho, der 2016 mit „Salvation“ einen kleinen Indie-Erfolg verbuchen konnte, durfte sich hier an seinem bislang größten Film probieren. Über die moralische Komponente derartiger Geschichten zu diskutieren, dürfte im Jahr 2018 wohl etwas überholt sein. Es entwickelt sich ein Werk, das fernab von jedem Anspruch stattfindet, aber immerhin solide Action-Unterhaltung bietet. So dürfen eindimensionale Figuren auf Einzeiler konzipierte Zeilen aufsagen und sich möglichst effizient Feuer machen.

Die Brüder heizen den Menschenhändlern ein (© Constantin Film)

Die Brüder heizen den Menschenhändlern ein (© Constantin Film)

Wie so oft, ist die Polizei auch hier nur bedingt als kompetent zu erachten. Ob es daran liegt, dass nur gefühlte zwei Beamte in der ganzen Stadt arbeiten, könnte eine lohnende Frage sein. In jedem Fall sind Ermittlungsarbeit und Effizienz des Bruder-Trios konstant auf einem höheren Level. Zumindest sind die Protagonisten keine unantastbaren Action-Helden, was schon durchaus erwähenswert ist. Nach nervigem Pathos und aufgesetztem Familienglück steigert sich der Film, wenn er zu seinem Kerngeschäft übergeht. Dabei geht es kompromisslos zur Sache, weswegen die 16er-Freigabe schon am oberen Rand anzusiedeln ist.

Schauspielerisch gibt es hier natürlich keine Preise zu gewinnen. Der eher zierlich wirkende Ashton Holmes funktioniert hier besser in der Rolle des verzweifelten (Bald-)Ehemanns. In den Actionsequenzen wirkt er dann doch etwas deplaziert. Shawn Ashmore und Cole Hauser sind erfahrener im Genre und liefern als rabiate Ex-Soldaten solide Vorstellungen. Melissa Bolona holt als wehrhaftes Entführungsopfer genug aus dem Part, um von Interesse zu sein. Bruce Willis spielt wieder einmal eine eher unmotivierten Nebenrolle, in der er aber zumindest ein paar Sprüche klopfen darf. Sophia Bush bekommt da als seine Ermittlungspartnerin noch weniger zu tun. Den unterhaltsamsten Part hat sicherlich Mike Epps, der als überkandidelter Gangsterboss, der von seiner verwöhnten Tochter unterdrückt wird, einige Lacher auf seiner Seite hat.

Im Prinzip ist „Acts of Violence“ exakt der Film, den die meisten erwarten dürften: Die 93 Minuten sind albern, unglaubwürdig und gewalttätig. Da dabei die Darsteller ordentlich sind und der Unterhaltungswert beständig ist, reicht es aber problemlos aus, Action-Fans solides Fastfood für zwischendurch zu bieten.

Detective Avery hat schlechte Laune (© Constantin Film)

Detective Avery hat schlechte Laune (© Constantin Film)

Der Film ist ab dem 03.05.2017 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

2,5 von 5 Punkten

 

Bild: Der Film arbeitet oft mit Orange- und Sepiafiltern und greift zu bewusst entsättigten Farben. Der Look passt zwar gut zur Atmosphäre, lässt Schärfe und Detaillevel aber – abgesehen von den guten Close Up-Aufnahmen – eher mittelmäßig wirken. Kontraste und Schwarzwert sind zumindest immer auf ordentlichem Level. Mit der Ausnahme von einem leichten Rauschen in den dunklen Szenen ist das Bild immer ziemlich ruhig.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und der englische DTS-HD 5.1-Ton bieten einen verlustlosen Action-Sound. Bei den Schießereien gibt es knackigen und recht präzisen Ton. Auch bei einer Nachtclubszene werden die äußeren Boxen gut mit eingebunden. Die Dialoge sind dabei immer gut zu verstehen. Daneben sorgen auch ein paar Hintergrundgeräusche und der Score gelegentlich für räumliche Aktivität. Ungewöhnliche Effekte sind aber nicht zu entdecken gewesen.

4 von 5 Punkten

Extras: Ein handelsübliches Making of (12 Minuten) bleibt neben ein paar Trailern der einzige Bonus auf der Blu-ray.

1,5 von 5 Punkten

Gesamt: 2,5 von 5 Punkten


Quelle: Constantin Film, Leinwandreporter TV, YouTube

Acts of Violence

Originaltitel:Acts of Violence
Regie:Brett Donowho
Darsteller:Bruce Willis, Cole Hauser, Shawn Ashmore, Ashton Holmes, Melissa Bolona, Sophia Bush
Genre:Action, Thriller
Produktionsland/-jahr:USA, 2017
Verleih:Constantin Film
Länge:93 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Constantin Film

 

Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 04.05.2018
Review: Acts of Violence (Blu-ray)

1 comment on “Review: Acts of Violence (Blu-ray)”

  1. Arthur G. Antworten

    I thought the movie was pretty good. It was not the best movie but it was a decent movie with a storyline. It had some familiar faces and names. The storyline was good. The movie was not slow or confusing either.

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