Review: The Devil’s Hand

Das Blu-ray-Cover von "The Devil's Hand" (© Tiberius Film)

Das Blu-ray-Cover von „The Devil’s Hand“ (© Tiberius Film)

Inhalt: In der kleinen Gemeinde New Bethlehem, einer streng gläubigen Kommune, gibt es seit vielen Jahren eine düstere Legende: Am 06.06., sollen sechs Mädchen geboren werden. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag sollen fünf von ihnen sterben und die Verbliebene als das Drommelkind, ein irdisches Ebenbild des Teufels über die Erde wandeln. Tatsächlich kam es zu der Geburt der sechs Kinder. Der panische Ortsvorsteher Beacon (Colm Meaney, „Pelé – Der Film“) konnte nur von Jacob (Rufus Sewell, „Hercules“) davon abgehalten werden, alle sechs Babys zu töten. Fast 18 Jahre später sind fünf der Mädchen immer noch am Leben und dazu noch beste Freundinnen. Der Geburtstag von Jacobs Tochter Mary (Alycia Debnam-Carey, „Unfriend“) und den anderen steht bevor, weswegen sie sich mit Spannung auf das Ereignis freuen. Doch kurz vor dem nahenden 06.06., bricht das Chaos in New Bethlehem aus. Ein maskierter Killer beginnt die jungen Frauen zu dezimieren. Das nimmt Beacon zum Anlass, sein ohnehin strenges Regiment noch einmal zu verstärken. Treibt ein Wahnsinniger sein Unwesen oder hat sich wirklich das leibhaftig Böse unter die Einwohner der kleinen Gemeinde gemischt?

Kritik: Wer den Plot liest, wird natürlich ziemlich schnell an „The Village – Das Dorf“ von M. Night Shyamalan erinnert. Vieles würde dafür sprechen, dass es hier nur zu einem billigen Rip-Off des eigenwilligen Kino-Hits kommt. Dafür ist das Hollywood-Debüt des dänischen Filmemachers Christian E. Christiansen dann doch erstaunlich ordentlich ausgefallen. Natürlich werden Versatzstücke verwendet, Klischees bedient und Logiklöcher nur unzureichend gestopft. Dennoch gelingt es Christiansen, den religiösen Fanatismus als durchaus packendes Leitmotiv in die Geschichte einzubinden. Dazu ist der Mix von übernatürlichen Elementen mit einem maskierten Killer durchaus ungewöhnlich geraten und sorgt dafür, dass trotz all der konventionellen Elemente des Films immer eine gewisse Grundspannung bestehen bleibt. Gerade wenn „The Devil’s Hand“ den Anschein macht, zu sehr auf der Bremse zu stehen, wird er von einer feinen Idee gerettet. So gelingt es auch, die nervige Vorhersehbarkeit von vergleichbaren Produktionen zu verhindern.

Versteckt sich ein Drommelkind in der Runde? (© Tiberius Film)

Versteckt sich ein Drommelkind in der Runde? (© Tiberius Film)

„Fear the Walking Dead“-Darstellerin Alycia Debnam-Carey steht im Zentrum der Geschichte und beginnt als junge Frau kurz vor der Volljährigkeit, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Dabei gelingt es ihr, den Film zu tragen. Colm Meaney ist als fieser Oberprediger, der seine Machtposition auf mehrere Arten ausnutzt, ein etwas überzogener, aber durchaus interessanter Bösewicht. Die Rolle bleibt Rufus Sewell in diesem Film erspart. Er spielt den religiösen Idealisten, der als einziger das Selbstvertrauen hat, Beacon die Stirn zu bieten. Dazu kommt Jennifer Carpenter („Dexter“), die als feindselige Stiefmutter von Mary merklich unterfordert bleibt.

Obwohl es immer noch offensichtlich bleibt, dass der Film Horror-B-Ware ist, bietet „The Devil’s Hand“ mehr, als viele erwarten dürften. So wird das simple Storygerüst mit ein paar netten Einfällen zum Thema religiösen Fanatismus aufgewertet und beinhaltet genug Wendungen, um den Zuschauer bis zum Schluss soliden Rätsel-Spaß mit einer ordentlichen Prise Grusel zu liefern.

Der Film ist ab dem 02.02.2017 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

3 von 5 Punkten

Da nicht das fertige Produkt gesehen wurde, sind keine Aussagen zu Bild, Ton und Extras möglich.


Quelle: Tiberius Film, YouTube

The Devil's Hand

Originaltitel:The Devil's Hand
Regie:Christian E. Christiansen
Darsteller:Rufus Sewell, Alycia Debnam-Carey, Thomas McDonell, Adelaide Kane, Jennifer Carpenter
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:USA, 2014
Verleih:Tiberius Film
Länge:85 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 01.02.2017
Review: The Devil’s Hand

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