Review: Dark Matter – Season 1 (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover der ersten Staffel von "Dark Matter" (© justbridge entertainment)

Das Blu-ray-Cover der ersten Staffel von “Dark Matter” (© justbridge entertainment)

Inhalt: Ohne Erinnerung an ihr bisheriges Leben erwachen sechs sich fremde Leute (Anthony Lemke, Jodelle Ferland, Marc Bendavid, Melissa O’Neil, Alex Mallari Jr., Roger Cross) auf einem großen Raumschiff. Außer ihnen ist nur noch ein Android (Zoie Palmer) an Bord zu finden. Die Gruppe rauft sich zusammen und beschließt, gemeinsam nach der eigenen Identität zu suchen. Schnell finden sie heraus, dass sie als Söldner angeheuert worden, um einen aufkeimenden Widerstand niederzuschlagen. Während sie fieberhaft nach einer Lösung des Rätsels suchen, bekommen sie es immer wider mit skrupellosen Gegnern zu tun. Darüber hinaus rumort es auch zwischen den Besatzungsmitgliedern, da vieles dafür spricht, dass einer von ihnen für die Löschung der Gedächtnisse verantwortlich ist.

Kritik: Science Fiction im Fernsehen wird ziemlich deutlich von ein paar wenigen großen Namen dominiert. Doch während „Star Trek“, „Battlestar Galactica“, „Stargate“ und vergleichbare Universen immer neue Ableger ausspucken, kommen ab und zu noch einmal wirklich neue Geschichten. Im Jahr 2015 veröffentlichten Joseph Malozzi und Paul Mullie, die selbst als Macher an „Stargate SG-1“ beteiligt waren, die erste Staffel dieser kleinen kanadischen Serie. Die reizvolle Prämisse vor reduziertem Setting funktioniert in diesen 13 Episoden aber nur zeitweise. Es ist schon hier und da klar ersichtlich, dass kein gewaltiges Budget hinter den Effekten steckte. Spannung und Unterhaltungswert variieren, nehmen aber in der zweiten Hälfte deutlich zu. Selbst wenn die Figuren ziemliche Stereotype sind, sind die sieben etwa gleichwertigen Protagonisten zweifelsohne sympathisch.

One wird aus seinem Tiefschlaf gerissen (© justbridge Entertainment)

One wird aus seinem Tiefschlaf gerissen (© justbridge Entertainment)

Schauspielerisch hält die Serie das solide Niveau, was auch in den anderen Bereichen zu finden ist. So liefern Zoie Palmer, Anthony Lemke („White House Down“), Jodelle Ferland („The Cabin in the Woods“), Marc Bendavid, Melissa O’Neil, Alex Mallari Jr. und Roger Cross („Planet der Affen – Survival“) brauchbare Auftritte, sind aber in emotional anspruchsvolleren Sequenzen oftmals etwas überfordert. Dabei ist es aber erfreulich, dass keiner der Helden nur selbstlos agiert. Viel mehr sind die Hauptfiguren ein verschworenes Team, für das die Selbsterhaltung oberste Priorität hat. Während manche Episoden ziemlich vor sich hin plätschern, gibt es aber auch Highlights. Vor allem Episode 7, in der Ruby Rose („John Wick – Kapitel 2“) einen charmanten Gastauftritt als Android hat, sticht hier hervor. Speziell die humorvollen Elemente der Folge sollten den Machern ein paar Möglichkeiten einer etwas anderen Richtung der Serie aufzeigen.

Vom reinen Spannungsgehalt zeigen die zusammenhängenden Episoden 10 und 11 die größte erzählerische Dichte. Im Verlauf der Staffel kommt es zu Gastrollen von Schauspielern wie David Hewlett und Wil Wheaton, die als nettes Gimmick für Genre-Fans funktionieren.

Am Ende ist diese Eröffnungs-Staffel von „Dark Matter“ ein Wechsel von Licht und Schatten. Nie wirklich unter-, aber auch selten wirklich überdurchschnittlich, entwickelt sich solide Science Fiction-Unterhaltung, die aber noch kräftig zulegen muss, wenn sie sich irgendwann mit den großen Kollegen des Bereichs messen möchte.

Four, Two und Six haben etwas entdeckt (© justbridge Entertainment)

Four, Two und Six haben etwas entdeckt (© justbridge Entertainment)

Die Staffel ist ab dem 10.11.2017 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

3 von 5 Punkten

 

Bild: Hier wird ein typischer Science Fiction-Look geboten. Neben einer soliden Schärfe und Detaildarstellung werden gerne blaue oder gelbliche Filter eingesetzt. Dabei sehen die Farben aber meistens natürlich aus. Kontraste und Schwarzwert bauen zwar gelegentlich etwas ab, überzeugen aber insgesamt. Ein mal mehr mal mehr, mal weniger deutliches Rauschen ist zwar im Prinzip dauerhaft präsent. Dennoch wirkt das Bild recht sauber und ruhig.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Hier gibt es leider nicht mehr als eine unbearbeitete Dolby Digital 2.0-Spur in der deutschen und der englischen Fassung. Die Dialoge sind ordentlich priorisiert, die Hintergrundgeräusche wurden sauber abgemischt und bei der einen oder anderen Explosion gibt es sogar einen hübschen Bass zu hören. Dennoch ist das Gesamtergebnis für eine Blu-ray natürlich eher mau.

3 von 5 Punkten

Extras: 13 kleine, aber feine Featurettes (insgesamt 36 Minuten) komplettieren zusammen mit ein paar Trailern die Box.

3 von 5 Punkten

Gesamt: 3 von 5 Punkten


Quelle: Justbridge Entertainment, YouTube

Dark Matter - Staffel 1

Originaltitel:Dark Matter - Season 1
Showrunner:Joseph Mallozzi, Paul Mullie
Darsteller:Melissa O'Neil, Anthony Lemke, Alex Mallari Jr.
Genre:Science Fiction-Serie
Produktionsland/-jahr:Kanada, 2015
Verleih:justbridge Entertainment
Länge:13 Episoden zu je 42 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von justbridge Entertainment

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 16.11.2017
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