Review: Night of the Living Deb

Das Plakat von "Night of the Living Deb" (© Tiberius Film)

Das Plakat von “Night of the Living Deb” (© Tiberius Film)

Inhalt: Die herzensgute Deb (Maria Thayer) ist laut, ungeschickt und ein Nerd aus tiefster Seele. Bei den Feierlichkeiten zum 4.Juli schmeißt sie sich vom Alkohol beseelt an den gutaussehenden Ryan (Michael Cassidy, „Batman v Superman: Dawn of Justice“) heran und landet tatsächlich bei ihm im Bett. Am nächsten Tag ist Ryan gar nicht mehr so begeistert von seiner Eroberung und möchte sie schnellst möglich loswerden. Da gibt es nur ein kleines Problem: Über Nacht ist die Zombie-Apokalypse ausgebrochen. Als Team wieder Willen kämpfen sich die beiden quer durch die Stadt, wo sie Unterschlupf bei Ryans Vater Frank (Ray Wise) finden wollen.

Kritik: Vor allem seit „Infestation“ ist der Regisseur und Drehbuchautor Kyle Rankin ein sicherer Kandidat, wenn es um schräge Genre-Filme geht. Bei dieser Zombie-Komödie legt er trotz geringer finanzieller Mittel los wie die Feuerwehr. Noch vor dem Ende der ersten Szene ist Deb als sympathischer, ziemlich schräger Trampel etabliert. Die folgende Gagdichte am Morgen nach der gemeinsamen Nacht der beiden Hauptfiguren ist mehr als vielversprechend. Es reiht sich ein Lacher an den nächsten. Selbst wenn die Stimmung dann umschlägt und die Untoten auf der Bildfläche erscheinen, verliert der Film nicht seinen leichten Ton und punktet selbst bei Hinrichtungen der Zombies per Stromschock oder mit dem Auto durch Situationskomik. In dieser Anfangsphase scheint der Film dem auf dem Plakat gesuchten Vergleich mit dem Kultfilm „Shaun of the Dead“ tatsächlich standhalten zu können. Leider geht dem Film humoristisch nach einer halben Stunde etwas die Luft aus.

Deb und Ryan flüchten vor den Untoten (© Tiberius Film)

Deb und Ryan flüchten vor den Untoten (© Tiberius Film)

Statt der skurrilen, von Peinlichkeiten getragenen Beziehung der Protagonisten weiter zu folgen, entwickelt sich der Film jetzt eher in Richtung einer halbgaren romantischen Komödie. Die wirklich kreativen Witze werden immer seltener, wodurch der Film zwar nicht zäh wird, den hohen Unterhaltungswert aber auch nicht halten kann. Da macht auch die mäßig durchdachte Auflösun wirdg keine Ausnahme. Die Hauptdarstellerin Maria Thayer dürfte bislang fast nur Experten bekannt sein. Sie nutzt die Titelrolle, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Sie hat Ausstrahlung, ist sehr amüsant und ergänzt sich gut mit Michael Cassidy, der als Ryan den eher stillen Part übernommen hat. Obwohl er erst hinzu kommt, wenn der beste Part des Films vorbei ist, merkt man Ray Wise den Spaß an diesem Dreh wirklich an. Chris Marquette („The Double“), der in „Infestation“ noch die Hauptrolle gespielt hat, ist hier als Ryans sonderbarer Bruder in einer Paraderolle zu sehen.

Es ist ein wenig schade, dass „Night of the Living Deb“ das Potenzial nicht komplett abrufen kann, das im ersten Drittel mehr als angedeutet. Dennoch bekommen die Zuschauer nach einem äußerst witzigen Auftakt immer noch solide Horror-RomCom-Kost geboten, die aber vor allem dank einer tollen Hauptdarstellerin bis zum Ende gefallen kann.

Der Film gehört zum Programm des Fantasy Filmfest 2016 und wird bei Tiberius Film auf DVD und Blu-ray erscheinen.

3 von 5 Punkten


Quelle: iconfilmdistribution, YouTube

Night Of The Living Deb

Originaltitel:Night Of The Living Deb
Regie:Kyle Rankin
Darsteller:Maria Thayer, Michael Cassidy, Ray Wise, Chris Marquette
Genre:Horror, Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2015
Verleih:Tiberius Film
Länge:85 Minuten
FSK:ab 16Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 27.09.2016
Review: Night of the Living Deb

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