Jurassic World: Trotz Traumstart nicht makellos

Das Kino-Plakat zu "Jurassic World" (Quelle: Universal Pictures)

Das Kino-Plakat zu “Jurassic World” (Quelle: Universal Pictures)

Der vierte Film der Saurier-Reihe steht derzeit sowohl in den USA als auch in Deutschland auf Platz 1 der Kinocharts. Der Dino-Blockbuster von Colin Trevorrow hat mit inzwischen fast einer Milliarde US-Dollar den weltweit erfolgreichsten Kinostart des Jahres hingelegt. Ganz ausgefuchste Filmfans haben es sicher schon beim erstem Mal schauen bemerkt: in „Jurassic World“ hat vieles einen Kratzer bekommen. Auch die Logik (bzw. die Continuity) wurde nicht verschont. Einige Filmfehler haben wir für Euch aufgedeckt:

Während der Flucht vor dem Indominus Rex springen die Brüder von einer Klippe in einen größeren Teich. Die Streichhölzer, die Gray später aus seiner Brusttasche zaubert, müssen wohl mit Magnesium ummantelt gewesen sein. Denn trotz der durchnässten Kleidung, funktionieren die Schwefelhölzchen einwandfrei und entzünden eine Fackel.

Als Gray und Zach Mitchell mit dem Jeep vor dem Indominus Rex flüchten, durchbrechen sie mit Vollgas einen 10.000 Volt Zaun aus dem alten Jurassic Park. Grays Kopf wird kurz darauf in Totalaufnahme gezeigt. Und schwupps, in der Zwischenzeit scheint jemand den Aufräumdienst gerufen zu haben. Der Zaun ist in der nächsten Sekunde plötzlich weg und kurz darauf wieder im Hintergrund zu sehen.

Claire und Owen könnten kaum unterschiedlicher sein (Quelle: Universal Pictures)

Claire und Owen könnten kaum unterschiedlicher sein (Quelle: Universal Pictures)

Apropos „alter“ Jurassic Park. Die Grundidee der Filme ist, dass Dino-DNA aus einer in Bernstein konservierten Mücke extrahiert und daraus die Saurier geklont werden. Wäre es abseits der Filmtheorie tatsächlich möglich, Dinos aus Millionen Jahre altem Saurierblut zu züchten? Leider nein. Die Dinosaurier sind bekanntlich vor etwa 65 Millionen Jahren ausgestorben. Dass eine Mücke vom Blut der Urzeitriesen genascht hat und in Bernstein konserviert wurde, ist durchaus möglich. Da Bernstein allerdings nicht völlig luftdicht schließt, hält sich das Blut im Moskito – und damit die Saurier DNA – “nur” etwa 15.000 Jahre. Leider nicht lang genug. Diese Zeit reicht aber immerhin bis in die Ära der Mammuts zurück. Angeblich versucht man in Japan bereits, die Urzeitgiganten wieder zum Leben zu erwecken.

Zurück zum neuen Teil: Nachdem die beiden Jungs aus dem Teich klettern, in den sie während ihrer Flucht vor dem Indominus gesprungen sind, haben sie am Ufer noch nasse Haare. In der nächsten Szene, in der die Brüder zu sehen sind, sind ihre Haare plötzlich wieder trocken und perfekt frisiert. Trotz der Tropenhitze recht unlogisch. Wobei…da gibt’s doch dieses Haarspray…wie heißt das noch? Genau: „Drei-Wetter-Tough“.

Ein Mann und seine Babys (Quelle: Universal Pictures)

Ein Mann und seinen Babys (Quelle: Universal Pictures)

Als Claire zum ersten Mal das Gehege des Indominus Rex besucht, sieht man eine zerbrochene Scheibe. Als sie mit Owen den Raum verlässt, ist die Scheibe plötzlich wieder heil. Zauberglas oder Schnittfehler? Entscheidet selbst.

Nachdem der Indominus Rex ausgebrochen ist, versteckt sich Owen Grady unter einem Auto und zerschneidet dabei einen Schlauch um sich mit Bremsflüssigkeit zu übergießen. So hofft er, den Indominus auszutricksen und sich zumindest für dessen Geruchssinn unattraktiv zu machen. Nachdem der Indominus auf den Trick hereinfällt und verschwindet, ist Owen plötzlich wieder frisch und sauber. Sicherlich hätte sonst auch Claires Geruchssinn in der darauffolgenden Szene nicht mehr seine Pheromone wahrnehmen können…der vermeintliche Filmfehler hatte demnach doch einen logischen Hintergrund.

Als Owen in der Computerzentrale nicht ernst genommen wird, räumt er vor Wut die Spielzeugdinosaurier von Lowery Cruthers von dessen Arbeitsplatz und verlässt den Raum. Es vergehen ungefähr 5 Sekunden. Anschließend hält die Kamera wieder auf Lowerys Platz. Die Plastik-Dinos stehen wieder in Reih und Glied ordentlich an ihrem Platz. Man sieht zwar, dass Lowery zumindest einen Saurier wieder aufstellt; in dieser kurzen Zeit hätte er jedoch unmöglich alle Saurier wieder platzieren können! Wenn doch, wäre er ein super Kandidat für „Wetten, dass?“. Ach schade…schon vorbei.

Trotz der kleinen Logik-Kratzer in der Umsetzung, macht der Film großen Spaß. Wir sind gespannt, wann es die nächste Fortsetzung der Reihe geben wird. Man munkelt, dass Chris Pratt bereits für weitere Produktionen unterzeichnet hat…


Quelle: Universal Pictures, Leinwandreporter TV, YouTube

Verfasst von Hannah.

Zuletzt geändert am 24.06.2015
Jurassic World: Trotz Traumstart nicht makellos

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