Review: The Owners (Kino)

Das Hauptplakat von "The Owners" (© Wild Bunch/Capelight Pictures)

Das Hauptplakat von “The Owners” (© Wild Bunch/Capelight Pictures)

Inhalt: Möchtegern-Rapper Nathan (Ian Kenny, „Solo – A Star Wars Story“) und seine Kumpels brauchen dringend Geld. Da soll das Haus des alten Doktor Huggins (Sylvester McCoy, „Doctor Who“) und seiner Ehefrau Ellen (Rita Tushingham, „Last Night in Soho“) als Quelle herhalten. Der Plan scheint narrensicher: Abwarten, bis das Paar das Haus verlässt, kurz einsteigen, Safe knacken und leeren, wieder gehen. Die unerwartete Ankunft von Nathans Freundin Mary (Maisie Williams, „Game of Thrones“) ist aber nur das erste Hindernis. Dann entpuppt sich der Safe als derart gut gesichert, dass die Truppe ohne das Zutun der Hauseigentümer chancenlos ist, an den Inhalt zu gelangen. Also entschließt man sich, auf die Eheleute zu warten. Eine dumme Idee, wie die überambitionierten Jung-Ganoven bald lernen müssen.

 

Kritik: Der Home-Invasion-Thriller ist wohl eines der meist bespielten Szenarien im Genre-Kino. Der nahbare Grusel eines Überfalls in der Sicherheit der eigenen vier Wände ist mit Sicherheit mittlerweile etwas repetitiv, wobei auch immer wieder positive Ausnahmen wie „Don’t Breathe“ die bekannte Formel aufmischen. Regisseur und Co-Autor Julius Berg präsentiert hier seine Version der Thematik. Mit dem Safe als effektivem MacGuffin und einer ganzen Wagenladung britischem Charme im Gepäck lässt sich „The Owners“ zunächst gut an. Flott erzählt und unterhaltsam lässt der Film sein Aufeinandertreffen von Gut und Böse nach und nach eskalieren und schafft es, zwar vorhersehbar, aber trotzdem ziemlich intensiv auszufallen.

Rund um den Mittelpunkt läuft die Geschichte dann etwas aus dem Ruder. Nachdem die eine oder andere Karte auf den Tisch gelegt wurde, verlässt „The Owners“ seinen recht atmosphärischen Hafen und stürzt sich ein wenig ins Chaos, was bei schwacher Beleuchtung für unerfreuliche Auswüchse sorgt. Eine wunderbar absurde Schlusspointe sorgt aber für etwas Wiedergutmachung. Der Hauptgrund, der den Film aus einer Fülle durchschnittlicher Subgenre-Vertreter hervorstechen lässt, ist die bunte Besetzung mit schrulligen Charakterköpfen.

Der Doktor bekommt es mit der Angst zu tun (© Wild Bunch/Capelight Pictures)

Der Doktor bekommt es mit der Angst zu tun (© Wild Bunch/Capelight Pictures)

Maisie Williams hat den trockenen Humor, die Präsenz und die Coolness, um diese Geschichte zu tragen und im Alleingang für etwas Identifikationspotenzial zu sorgen. TV-Ikone Sylvester McCoy ist als schon etwas zu freundlicher und allein deshalb zwielichtiger Hausbesitzer ein riesengroßer Spaß. Dazu ergänzt er sich gut mit der durchgeknallt aufspielenden Rita Tushingham.

Auch wenn der Film ein ganzes Stück davon entfernt ist, ein echtes Genre-Highlight abzuliefern, reichen Humor, Rasanz und die Protagonisten locker aus, um dem geneigten Thriller-Liebhaber ein recht kurzweiliges Vergnügen zu bereiten.

3 von 5 Punkten


Quelle: Capelight Pictures, YouTube

The Owners

Originaltitel:The Owners
Regie:Julius Berg
Darsteller:Maisie Williams, Sylvester McCoy, Rita Tushingham, Jake Curran
Genre:Thriller
Produktionsland/-jahr:UK, 2020
Verleih:Wild Bunch/Capelight Pictures
Länge:92 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Capelight Pictures

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 14.07.2022
Review: The Owners (Kino)

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