Review: Gate Teil 1+2 (VHS-Retro-Edition)

Gate – Die Unterirdischen

Das Artwork der VHS-Retro-Edition von dem "Gate"-Doppel-Feature (© Wicked-Vision Media)

Das Artwork der VHS-Retro-Edition von dem „Gate“-Doppel-Feature (© Wicked-Vision Media)

Inhalt: Als die Eltern über das Wochenende wegfahren und nur die große Schwester Alexandra (Christa Denton) zur Aufsicht bleibt, macht sich Glen (Stephen Dorff, „Der Übergang – Rites of Passage“) mit seinem besten Freund Terry (Louis Tripp) an die Arbeit, eine alte, dämonische Beschwörung durchzuführen. Die Überraschung ist groß, als die beiden tatsächlich mit dem nicht ganz ernst gemeinten Vorhaben Erfolg haben. Doch dann steigen fiese, kleine und urhässliche Wesen – die sogenannten „Minions“ – aus einem Loch im Garten auf und beginnen, die Hausanwohner zu terrorisieren. Die Situation eskaliert immer schneller, weshalb der junge Glen plötzlich eine extrem verantwortungsvolle Aufgabe trägt: Er muss die Welt vor dem Untergang bewahren.

 

Kritik: Nachdem „Gremlins – Kleine Monster“ im Jahr 1984 ein gigantischer Erfolg war, schossen in der Folgezeit massenhaft Werke aus dem Boden, die ebenfalls den Kampf etwas zu kurz geratener Bösewichter gegen junge Protagonisten behandelten. Während Kreaturen wie die „Ghoulies“ (1984) oder die „Munchies“ (1987) zum Bodensatz dieser Produktionen gehörten, reiht sich der in Kanada von dem Ungarn Tibor Takács gedrehten „Gate – Die Unterirdischen“ in eine deutlich brauchbarere Liga neben Filme wie „Critters – Sie sind da!“ (1986) ein. Takács, der immer noch mit einer gesunden Diät aus Hallmark-Weihnachtsfilmen („It’s Christmas, Eve“), Mockbustern („Destruction: Los Angeles“) und Creature Features („Spiders 3D“) als Regisseur aktiv ist, gelang hier ein Film, der zwar keine Preise für Originalität und tiefschürfende Intelligenz gewinnt, aber sicherlich über einen gewissen Charme verfügt.

Noch ahnen die Geschwister nichts vom drohenden Ärger (© NSM Records / Lionsgate)

Noch ahnen die Geschwister nichts vom drohenden Ärger (© NSM Records / Lionsgate)

„Gate – Die Unterirdischen“ nimmt sich trotz seiner knapp bemessenen 86 Minuten Spielzeit recht viel Zeit für den Aufbau, bleibt aber dank der sympathischen Figuren durchweg recht unterhaltsam. Ein Sonderlob verdient sich diesbezüglich Stephen Dorff, der in dem Film eine der ersten gewichtigen Rollen seiner Karriere spielen durfte. Selbst wenn es zu keiner Zeit wirklich spannend wird, sind die durchaus liebevoll entworfenen „Minions“ (die in keinerlei Verwandtschaft zu ihren gelben Namensvettern stehen) genug Eigenheit, um den Film vergnüglich zu gestalten. Selbst wenn „Gate – Die Unterirdischen“ die recht simpel gehaltene Kopie eines erfolgreichen Konzepts ist, bleiben genug gelungene Elemente für soliden Gruselspaß.

3 von 5 Punkten

Gate 2 – Das Tor zur Hölle

Terry findet eine neue Weggefährtin (© NSM Records / Lionsgate)

Terry findet eine neue Weggefährtin (© NSM Records / Lionsgate)

Inhalt: Es sind ein paar Jahre ins Land gegangen, seitdem Terry (Louis Tripp) mit seinen Freunden gegen das unsagbar Böse gekämpft hat. Nun ist er bereit, sich den dunklen Kräften erneut zu stellen, um sie unter Kontrolle zu bringen. Während er gerade bei der erneuten Beschwörung ist, wird er von drei Altersgenossen (u.a. Pamela Adlon, „Californication“) gestört, die Zeugen der Entstehung eines kleinen, diabolischen Wesens werden. Nachdem sich die Kreatur zunächst als ausgesprochen nützlich erweist, wandeln sich alle positiven Aspekte bald ins Gegenteil. Nun müssen Terry und seine Begleiter die Hölle auf Erden verhindern.

Kritik: Nachdem der erste Film recht erfolgreich war, kehrte Tibor Takács 1990 mit „Gate 2 – Das Tor zur Hölle“ in das Film-Universum der kleinen Teufelskreaturen zurück. Wie bei so vielen spontan geplanten Fortsetzungen ohnehin günstig produzierter Genrekost kann das Gezeigte bestenfalls als konstruiert bezeichnet werden. So ist die Ausgangslage der gesamten Geschichte darauf zurückzuführen, dass PROTAGONIST Terry alternativ dumm, komplett skrupellos oder eine Kombination von beidem ist. Es entwickelt sich eine ausgesprochen chaotische, nicht besonders sinnvolle, aber keinesfalls langweilige Handlung. Louis Tripp, der als einzig wichtiger Darsteller aus dem Vorgänger zurückgekehrt ist, bleibt zu uninteressant, um den Film zu tragen. Viel mehr übernimmt Pamela Adlon (noch unter ihrem Mädchennamen Segall) das Ruder und deutet ihr Potenzial für die folgende Karriere an. Schlussendlich bleibt „Gate 2 – Das Tor zur Hölle“ ein eher überflüssiges Sequel, das dennoch genug Unterhaltungswert mitbringt, um ein paar vergleichbare Genre-Artgenossen hinter sich zu lassen.

Dieser kleine Kerl macht echte Schwierigkeiten (© NSM Records / Lionsgate)

Dieser kleine Kerl macht echte Schwierigkeiten (© NSM Records / Lionsgate)

Die Filme sind seit dem 30.10.2019 in der VHS-Retro-Edition erhältlich.

2,5 von 5 Punkten

 

Bild: Der HD-Transfer ist wirklich ordentlich ausgefallen. Mit der Ausnahme von Kleinigkeiten sind Schärfe und Detaildarstellung solide bis gut. Es wird eine ausgewogene, natürlich wirkende Farbpalette gezeigt. Auch die Einstellung von Kontrasten und Schwarzwert ist überzeugend. Wirkliche Bildfehler waren in dieser angemessen sauberen, ruhigen Präsentation nicht zu entdecken.

4 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und der englische DTS-HD MA 2.0-Ton ist bei den Filmen unspektakulär und verlustlos ausgefallen. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen sauber abgemischt und immer gut verständlich. Musik und Hintergrundgeräusche gliedern sich sauber in die (im Rahmen der Möglichkeiten) durchweg zufriedenstellende Soundwiedergabe ein.

3,5 von 5 Punkten

Extras: In der stabil verarbeiteten Hülle befindet sich ein doppelseitiges Poster sowie fünf Sammelkarten. Auf der Blu-ray des ersten Films sind zwei Audiokommentare, sieben ausführliche „Hinter den Kulissen“-Featurettes (insgesamt 135 Minuten), ein Making of (23 Minuten) in SD, eine Bildergalerie und ein paar Spots sowie Trailer zu finden. Die Blu-ray zur Fortsetzung wird mit den Featurettes „’Return to the Nightmare‘: Ein Rückblick auf ‚Gate II’“ (27 Minuten). „’From the Depths‘: Interview mit Special Make-up Effects Creator Craig Reardon“ (15 Minuten), einer deutschsprachigen Nostalgie-Fassung im 4:3-Bildformat mit VHS-Qualität und einigen Trailern sowie Promo-Material abgerundet.

4,5 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle: Wicked-Vision, YouTube

Gate - Die Unterirdischen / Gate 2 - Das Tor zur Hölle

Originaltitel:The Gate / The Gate II: Trespassers
Regie:Tibor Takács
Darsteller:Stephen Dorff, Christa Denton, Louis Tripp, Pamela Adlon
Genre:Horror, Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 1986 / 1990
Verleih:Wicked-Vision-Media
Länge:86/93 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Wicked-Vision

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 12.07.2020
Review: Gate Teil 1+2 (VHS-Retro-Edition)

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