Gewinnspiel zu Climax

Das Hauptplakat von "Climax" (© Alamode Film)

Das Hauptplakat von “Climax” (© Alamode Film)

Wenn es um den Titel des größten Provokateurs des Weltkinos geht, dürfte Gaspar Noé immer auf den vorderen Plätzen landen. Über die Jahre hat es der gebürtiger Argentinier immer wieder geschafft, Gewaltexzesse, Vergewaltigungen und zuletzt in „Love“ auch unsimulierten Sex mit seinem optisch eigenen Stil zu vermischen. Somit dürfte es auch klar sein, dass sein neuestes Werk mit Shootingstar Sofia Boutella („Atomic Blonde“), die der Ehrengast einer eskalierenden Party ist, den einen oder anderen unerwarteten – und wahrscheinlich auch verstörenden – Weg gehen wird. Am 06.12.2018 wird der Film von Alamode Film in die deutschen Kinos gebracht.

Inhalt:

21 junge Tänzer sind bereit. Ein Tag noch, dann werden sie auf Tournee gehen, erst in Frankreich, dann in den USA. Vor der Abreise haben sie sich versammelt. Sie wollen zusammen tanzen. Sich näher kommen. Reden und feiern. Unablässig pumpt die Musik Beats in den Raum. Sangria fließt in Strömen. Die Stimmung ist bestens. Bis Selva (SOFIA BOUTELLA) eine erschütternde Entdeckung macht: Jemand hat Drogen in die Drinks gemischt. Nach und nach beginnen sie zu wirken. Panik macht sich breit. Der Schuldige wird gesucht, ein kollektiver Horrortrip beginnt. Aus Angst wird Paranoia, aus unterschwelliger Aggression offene Gewalt, aus Zuneigung unkontrollierte Begierde. Die energetische Choreographie löst sich in Chaos auf. Die Tänzer taumeln, stolpern und tanzen weiter in höchster Ekstase bis zum Morgengrauen als die Polizei eintrifft und das ganze Ausmaß entdeckt.

Da sich die Filme von Gaspar Noé nicht immer auf den ersten Blick erschließen, hier die ureigene Einordnung des Regie-Exzentrikers zu „Climax“:

Manchmal gibt es Ereignisse, die sind symptomatisch für eine Ära. Diese Ereignisse explodieren, ob aus eigenem Antrieb oder gesteuert, bis sie die Strafverfolgungsbehörden erreichen. Manche von ihnen gelangen dann an die Öffentlichkeit. Sie erhalten eine neue Dimension. Sie werden vergrößert, reduziert, falsch dargestellt, verdaut oder auch nicht. Gelebtes Leben, ob nun glorreich oder schandhaft, wird auf Papier festgehalten und verschwindet dann schnell im kollektiven Vergessen. Existenz ist nur eine flüchtige Illusion, die jeder von uns mit ins Grab nimmt.
Wenn wir Biographien lesen, wird alles und das Gegenteil behauptet. Bei Skandalen oder Nachrichten verhält es sich genauso. Die neuen Kommunikationskanäle, die sich in den letzten 20 Jahren verbreitet haben, haben Objektivität eine Illusion werden lassen.
Menschen – wie Tiere – werden geboren, leben und sterben. Die Spuren, die wir hinterlassen, sind nicht mehr als ein Gänseblümchen in einem riesigen Feld. Freuden und Schmerz, Leistungen und Versagen sind nur Teil einer virtuellen Wahrnehmung, sie finden in einer Gegenwart statt, die außerhalb ihrer Erinnerung keine Rolle spielen.
Im Jahr 1996 sorgten mehr als eine Million Geschichten für Schlagzeilen. Geschichten, die heute längst vergessen sind. Und morgen erst recht. Manche, die damals am Leben waren, sind auch heute noch unter uns. Aber von der großen Mehrheit ist nichts mehr übrig. Ein Name auf dem Friedhof vielleicht oder in einer alten Zeitung, die im Keller vor sich hin modert.
Wenn sie besonders intensiv sind, erlauben es uns die Genüsse der Gegenwart, die endlose Leere zu verdrängen. Freude, Ekstase – ob nun konstruktiv oder destruktiv – sind wie ein Gegenmittel für diese Leere. Liebe, Kunst, Tanz, Krieg, Sport scheinen unsere kurze Zeit auf der Erde zu rechtfertigen. Von diesen Ablenkungen hat mich Tanz immer schon am glücklichsten gemacht. Als ich nun also einen neuen Film machen wollte, schien es mir besonders aufregend, ihn auf einer Schlagzeile von damals basieren zu lassen und mit Tänzern zu besetzen, deren Talent mich fasziniert. Mit diesem Projekt war es mir möglich, abermals meine Träume und Albträume auf der Leinwand zum Leben zu erwecken.
1996 ist gerade einmal eine Nacht her. Nur dass es damals noch keine Mobiltelefone und kein Internet gab. Aber die beste Musik dieses Morgens gab es bereits. In Frankreich brachten Daft Punk ihre erste Platte auf den Markt. LA HAINE war gerade in die Kinos gekommen. Und dem Magazin „Hara-Kiri“ gelang es eindeutig nicht, wieder auf die Beine zu kommen. Das Massaker der Adepten der Sonnentempler wurde von den okkulten Mächten des Staates unterdrückt. Und es gab jene, die davon träumten, ein mächtiges und friedvolles Europa zu errichten, während ein barbarischer Krieg sein Inneres infizierte. Kriege sorgen für Bewegung, Bevölkerungen verändern sich genauso wie unsere Überzeugungen und Lebensweisen. Und das, was sich Gott nennt, wird sich immer auf die Seite der effektivsten Schusswaffe schlagen. Was war, wird sein. Das Komma mag sich bewegen, aber die Essenz des Satzes wird sich nicht verändern.

Für diejenigen, die jetzt interessiert sind, hat uns Alamode Film ein Fan-Paket, das aus

  • zwei Kino-Gutscheinen (in jedem deutschen Kino einlösbar)
  • Kinoplakat zum Film

besteht, zur Verfügung gestellt. Ihr könnt euer Paket jetzt gewinnen. Wenn ihr mitspielen wollt, müsst ihr uns nur bis zum 11.12.2018 um 24 Uhr folgende Frage per Mail (Betreff: Climax) an gewinnspiel@leinwandreporter.com beantworten:

Mit welchem Werk feierte Gaspar Noé 1998 sein Langfilm-Debüt?

Jeder, der bei der richtigen Antwort dabei ist, kommt in die Verlosung. Lösungen in den Kommentaren werden nicht gewertet.


Quelle: Alamode Film, LeinwandreporterTV, YouTube

Die Gewinner erhalten am 12.12.2018 eine Benachrichtigung. Erhalten wir innerhalb einer Woche keine Antwort, verfällt der Anspruch auf den Gewinn und wir ermitteln eine andere Person. Die Verpflichtung für die Gewinne endet mit deren Aushändigung. Eine Barauszahlung sowie der Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Mehr Informationen findet ihr auf der Facebook-Seite des Films

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 04.12.2018
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