Review: S.U.M. 1 (Kino)

Das Hauptplakat von "S.U.M. 1" (© Universum Film)

Das Hauptplakat von “S.U.M. 1” (© Universum Film)

Inhalt: Vor ein paar Jahren wurde die Erde von Außerirdischen überfallen, die fast 95% der Menschheit ausgelöscht haben. Die Überlebenden verstecken sich seitdem in Siedlungen unter der Erde. Damit die Bunker nicht ungeschützt sind und möglicherweise auch noch andere Menschen zum Unterschlupf gelotst werden können, müssen Wachposten über der Erde die ganze Umgegend bewachsen. Einer von ihnen ist S.U.M. 1 (Iwan Rheon), der gerade seinen Dienst für 100 Tage angetreten hat. Trotz Einsamkeit, Trostlosigkeit und der ständigen Angst, von den Aliens angegriffen zu werden, verrichtet er klaglos seinen Dienst. Nach ein paar Wochen fällt S.U.M. 1 auf, dass es so einige Ungereimtheiten in seiner Mission gibt: Was ist mit seinem Vorgänger geschehen? Weshalb hat noch nie jemand die Aliens wirklich gesehen? Aus welchem Grund wird mit so viel Nachdruck sein Kontakt zu anderen Soldaten verhindert? Während er an seine physischen und psychischen Grenzen stößt, ahnt er, dass er einer großen Verschwörung auf der Spur ist.

Kritik: Der Berliner Regisseur und Autor Christian Pasquariello feiert mit diesem Science Fiction-Film sein Kinodebüt. Dabei bekommt er Unterstützung von seinem bereits bekannten Namensvetter Christian Alvart, der hier als Produzent aktiv war und sich als Teil des Kamera-Teams sogar direkt am Dreh beteiligte. Mit kleinem Geld entwickelt sich eine düstere Zukunftsvision, die sich rund um den Titelhelden aufbaut. Tatsächlich ist „S.U.M. 1“ über die meiste Dauer ein Ein Personen-Stück. Obwohl Einsamkeit und Verfolgungswahn durchaus kompetent auf die Leinwand gebracht werden, wird das Geschehen auch für den Zuschauer schnell ziemlich trist. Sowohl der karge Look, dem man die fehlenden Mittel hier und da deutlich ansieht, als auch die Stille, die manchmal durch belanglose Monologe unterbrochen wird, sorgen nicht für den gewünschten Spannungsaufbau.

Spielt der Mechaniker ein falsches Spiel mit S.U.M. 1? (© Universum Film)

Spielt der Mechaniker ein falsches Spiel mit S.U.M. 1? (© Universum Film)

Erst nach einiger Zeit, wenn sich die Suche nach den wirklichen Hintergründen für die Mission von S.U.M. 1 etabliert haben, erhöht sich der Unterhaltungswert. Der Dreh- und Angelpunkt des Geschehens ist natürlich der „Game of Thrones“-Bösewicht Iwan Rheon, der bekanntermaßen ein guter Schauspieler ist. Trotz seines eigenwilligen Looks mit wasserstoffblonden Haaren und knallig blauen Augen hat die Hauptfigur auf dem Papier nicht genug zu bieten, um der Geschichte wirklich auf Dauer Tiefe zu geben. Dennoch holt Rheon alles aus den Möglichkeiten heraus und spielt so einen recht überzeugenden Part. André Hennicke, der bei Christian Alvarts großen Durchbruch „Antikörper“ eine großartige Rolle gespielt hat, ist hier der einzig nennenswerte Charakter, der vor der Kamera mit S.U.M. 1 interagiert. Dabei gelingt ihm ein brauchbar zwielichtiger Auftritt. In der Originalfassung ist „The Walking Dead“-Star Norman Reedus als Kollege der Hauptfigur über den Funk zu hören.

Auch dank eines ordentlichen Schlussaktes ist „S.U.M. 1“ ein ganzes Stück davon entfernt, ein Totalausfall zu sein. Dennoch schreit an dem in allen Belangen unspektakulären Werk fast alles Direct to DVD-Release. Ein paar nette Einfälle und die Leistung von Iwan Rheon helfen dem Film, nicht in der Belanglosigkeit zu versacken. So bleibt eine mittelmäßige Science Fiction-Produktion aus heimischen Gefilden, die zumindest konkurrenzfähig ist.

2,5 von 5 Punkten


Quelle: Universum Film, Leinwandreporter TV, YouTube

S.U.M. 1

Originaltitel:S.U.M. 1
Regie:Christian Pasquariello
Sprecher:Iwan Rheon, André Hennicke
Genre:Science Fiction
Produktionsland/-jahr:Deutschland, 2017
Verleih:Universum Film
Länge: 92 MinutenFSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 07.12.2017

Mehr Informationen findet ihr auf der  Facebook-Seite des Films

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 07.12.2017
Review: S.U.M. 1 (Kino)

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