Review: Peelers

Das Blu-ray-Cover von "Peelers" (© Schröder Media)

Das Blu-ray-Cover von “Peelers” (© Schröder Media)

Inhalt: Blue Jean (Wren Walker) ist das Kleinstadt-Leben leid. Deswegen hat sie ihren Strip-Club verkauft und möchte am nächsten Tag die Stadt verlassen. Vorher will sie aber noch einmal mit der Belegschaft und den Stammgästen einen tollen letzten Abend verbringen. Während der Party gesellt sich eine Gruppe mexikanischer Bergarbeiter hinzu, die selbst in gewaltiger Feierlaune sind: Sie glauben, zufällig auf Öl gestoßen zu sein und wollen das gewaltig begießen. Leider haben sie die dunkle Flüssigkeit falsch eingeschätzt, was sich schmerzlich herausstellt, als sich einer der Arbeiter während eines Toilettengangs in einen rasenden Untoten verwandelt. Statt nackten Frauen und viel Alkohol geht es auf einmal ums nackte Überleben. Immer mehr Besucher verwandeln sich in blutrünstige Zombies. Blue Jean und ihre Freunde wissen, dass sie die monströsen Gestalten aufhalten müssen, da sonst auch die Welt außerhalb des kleinen Clubs ins Chaos stürzen würde.

 

Kritik: Trashige Horror-Komödien sind nicht erst hoch im Kurs, seitdem fliegende Haie über Großstädten gesichtet werden. In seinem zweiten Film konzentriert sich Regisseur Sevé Schelenz auf genau zwei Bestandteile, um für Unterhaltung zu sorgen: Brüste und Blut. Tatsächlich wird für beides während der 95 Minuten exzessiv gesorgt. Im ersten Teil des Films dürfen sich die Zuschauer hauptsächlich mit Strip-Einlagen amüsieren, die aber weniger Spaß machen, als der stylische Vorspann erhoffen lässt. Gerade merkwürdige – und erstaunlich häufig wiederverwendete – Zwischenschnitte, in denen das Publikum arg euphorisch auf die gebotene Show reagiert, sorgen hier nur bedingt für ein rundes Bild.

Blue Jean und ihre Angestellten haben berechtigte Sorgen (© Schröder Media)

Blue Jean und ihre Angestellten haben berechtigte Sorgen (© Schröder Media)

Natürlich wird hier relativ offen „From Dusk Till Dawn“ kopiert, was weniger problematisch wäre, wenn die Dialoge nicht ganz so hanebüchen ausgefallen wären. So kommt es nur gelegentlich zu ein paar brauchbaren Witzen, während die Gespräche häufig nur schmerzhaft doof sind. Auch der erwartete Humor südlich der Gürtellinie reiht sich hier ein. Der Film legt dann mit seinem Gore-Gehalt gewaltig zu. Einige coole handgemachte Effekte und Gallonen von Kunstblut sorgen bei den härteren Zuschauern in der zweiten Halbzeit für Kurzweil. Selbst die arg aufgesetzten Einzeiler, die hier nahezu ohne Unterbrechung produziert werden, stören nur bedingt. So schlitzt sich die Besetzung durch den Rest der Handlung, die bei den meisten Zuschauern wohl nur eine Ergänzung zum Bier sein dürfte.

Nach ein bis zwei albernen Wendungen kommt es dann zu einem unterhaltsamen Schlussakt. Weshalb danach noch ein ausgedehnter Epilog, der neben nackter Haut auch wieder zahlreiche misslungene Zwischenschnitte enthält, folgen muss, bleibt ein Geheimnis des Regisseurs. Die unbekannten Darsteller rund um die solide Protagonistin Wren Walker bleiben recht austauschbar. Dennoch ist hier offensichtlich, dass die Macher doch mehr Herzblut und Gedanken in den Film gesteckt haben, wie es beispielsweise bei den meisten SyFy-Trash-Produktionen der Fall ist.

So bleibt ein Film, der einfach ist, was er ist. Die Dialoge hätten besser und amüsanter sein können, was dem Geschehen sicherlich gut getan hätte. Dennoch ist „Peelers“ eine relativ unterhaltsame, freizügige Splatter-Comedy, die vor allem mit ihren Effekten überzeugt, aber zu viele Probleme hat, um für mehr als passablen Trash-Spaß zu sorgen.

Der Film ist ab dem 02.11.2017 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

2,5 von 5 Punkten

Da nicht das fertige Produkt gesehen wurde, sind keine Aussagen zu Bild, Ton und Extras möglich.


Quelle: Schröder Media, YouTube

Peelers

Originaltitel:Peelers
Regie:Sevé Schelenz
Darsteller:Wren Walker, Al Dales, Nikki Wallin, Caz Odin Darko, Madison J. Loos, Cameron Dent
Genre:Horror, Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2017
Verleih:Schröder Media
Länge:95 Minuten
FSK:ab 18 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Schröder Media

 

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 02.11.2017
Review: Peelers

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