Review: Hemlock Grove Staffel 2 (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "Hemlock Grove Staffel 2" (© Concorde Home Entertainment)

Das Blu-ray-Cover von „Hemlock Grove Staffel 2“ (© Concorde Home Entertainment)

Inhalt: Nach dem Verlust von Letha (Penelope Mitchell) und dem Ende des Vargulfs hat sich Peter (Landon Liboiron) zurückgezogen und die Stadt verlassen. Währenddessen kümmert sich Roman (Bill Skarsgård) – der immer noch keinen Kontakt zu seiner Mutter (Famke Janssen) hat – heimlich um seinen Neffen. Auch die Freundschaft zwischen Roman und Peter liegt seit den Ereignissen auf Eis. Doch dann muss Peter nach Hemlock Grove zurück kommen, um Roman in einer dringenden Angelegenheit um Hilfe zu bitten. Dieser hat aber wegen seines immer stärker werdenden Hungers auf Blut mit genug eigenen Problemen zu kämpfen.

Als dann aber Miranda (Madeline Brewer, „Orange Is the New Black“) mit ihrem Wagen liegen bleibt und in einer merkwürdigen Verbindung zu beiden zu stehen scheint, rücken sie wieder zusammen. Kurze Zeit später bekommen Peter und Roman die gleichen Träume von brutalen Morden, die sich kurz darauf bewahrheiten. So müssen alle Streitereien hinten anstehen, wenn die beiden die Leben von Familien retten wollen.

 

Kritik: In den USA wurde die aufwendige Netflix-Serie gerade nach drei Staffeln zu einem Ende gebracht. Nach einem etwas zahmen und durchwachsenen Start wurde die von Eli Roth produzierte Serie gegen Ende des ersten Jahres deutlich dunkler und auch härter. Nach einem fast schon etwas zynischen Finale werden hier die Uhren wieder auf Null gestellt. Viele Brücken wurden abgebrochen und es wird sich Zeit genommen, um diese wieder aufzubauen. Die unheilvolle Stimmung ist aber von der ersten Folge an wieder etabliert und zieht sich als Konstante durch eine wankelmütige Staffel.

Wenn „Hemlock Grove“ hart, düster und unheimlich ist, gelingt die Serie am besten. So ist die Jagd auf die geheimnisvollen Killer, bei der die beiden Protagonisten ihre Monster von der Leine lassen dürfen, mit das packendste, was die Serie zu bieten hat. Es gibt aber auch ruhigere Momente, wie die wachsende Freundschaft zwischen der verunstalteten Shelley (Madeline Martin, „Californication“) und einem kleinen Jungen, in denen „Hemlock Grove“ hervorragend funktioniert.

Destiny versucht, Peter Vernunft einzureden (© Concorde Home Entertainment)

Destiny versucht, Peter Vernunft einzureden (© Concorde Home Entertainment)

Auf der anderen Seite sind viele kleine Geschichten rund um die Randfiguren, die zwar größtenteils unterhalten, aber sehr oft nicht konsequent zu Ende geführt werden. Hier wird für das erneut verstörende, dieses Mal aber weit offener gestaltete Staffelfinale Raum gemacht. Es ist zu hoffen, dass neben den verbesserten Elementen hier einige Ungenauigkeiten und Lücken bis zum Ende der Serie noch ausgebügelt werden können. Wie im ersten Jahr ist Bill Skarsgård der vielleicht am besten aufgelegte Darsteller im Feld. Charismatisch, mysteriös, aber dennoch auf seine Art liebenswert, dominiert er das Geschehen und auch seinen Hauptspiel-Partner Landon Liboiron, der trotz ordentlicher Leistung immer ein wenig hinten an steht.

Für die berührenden Momente sorgt die junge Madeline Martin, die in dieser zweiten Staffel als Shelley eine weit mehr dankbare Rolle bekommt. Ebenfalls verbessert zeigt sich Tiio Horn, die die Figur der übersinnlich begabten Destiny Rumancek gut weiter entwickelt. Das auffälligste neue Cast-Mitglied ist deutlich Madeline Brewer, deren Figur Miranda einige ziemlich merkwürdige Änderungen in ihrem Leben verkraften muss. Famke Janssen („96 Hours – Taken“) darf erneut als bösartige Olivia Godfrey ihren Spaß haben. Dougray Scott („The Vatican Tapes“)entwickelt seine Figur nach den Ereignissen der ersten Staffel in eine deutlich dunklere Richtung, was sehr interessant zu beobachten ist.

Auch wenn die Serie immer noch nicht ganz konsequent ihre Möglichkeiten ausschöpft, ist eine Weiterentwicklung in dieser zweiten Staffel nicht abzustreiten. Ungewöhnlich, düster und teils ziemlich skurril legt “Hemlock Grove” hier die Möglichkeiten für ein Finale aus, was den positiven Weg hoffentlich fortsetzt.

Der arme Junge hatte halt Durst (© Concorde Home Entertainment)

Der arme Junge hatte halt Durst (© Concorde Home Entertainment)

Die Box ist seit dem 14.01.2016 auf DVD und Blu-ray erhältlich.

3,5 von 5 Punkten

 

Bild: Die Serie behält visuell den Ton des ersten Jahres bei. So sind die Aufnahmen wieder häufig in grün-kränklichen Farben, die zur Atmosphäre der Serie passen. Schärfe und Detaildarstellung sind ordentlich, erreichen aber keine Topwerte. Gut eingestellte Kontraste und ein satter Schwarzwert sorgen wieder dafür, dass der Zuschauer auch bei den vielen Nachtszenen immer den Überblick behält.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Wie im Vorjahr sind der deutsche und der englische DTS-HD MA 5.1-Ton verlustlos aber nicht sonderlich spektakulär. Die Dialoge sind sauber priorisiert und immer gut zu verstehen. Hintergrundgeräusche und Score sprechen vereinzelt auch einmal die äußeren Boxen an. Ab und zu gibt es auch ein paar nette Effekte.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Mit Ausnahme von ein paar Trailern gibt es kein Bonusmaterial.

1 von 5 Punkten

Gesamt: 3 von 5 Punkten


Quelle: Concorde Home Entertainment, Leinwandreporter TV, YouTube

Hemlock Grove - Das Monster in dir - Staffel 2

Originaltitel:Hemlock Grove Season 2
Showrunner:Brian McGreevy, Lee Shipman
Darsteller:Famke Janssen, Landon Liboiron, Bill Skarsgård, Dougray Scott
Genre:Mystery-Serie
Produktionsland/-jahr:USA, 2014
Verleih:Concorde Home Entertainment
Länge:13 Episoden zu je 43 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 04.01.2016
Review: Hemlock Grove – Season 2 (Blu-ray)

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