Review: Wasteland – Am Ende der Menschheit (3D Blu-ray)

Das Cover der 3D-Blu-ray von "Wasteland" (Quelle: Tiberius Film)

Das Cover der 3D-Blu-ray von “Wasteland” (Quelle: Tiberius Film)

Inhalt: Nur wenige Jahre von heute ist unser Ökosystembkomplett kollabiert und zahlreiche Sandstürme haben aus der Welt ein unwirtliches „Wasteland” gemacht. Keo (Garrett Sato, „Wolverine: Weg des Kriegers“) lebt mit seiner Familie auf einem bescheidenen Bauernhof, als sie unvermittelt von einer einflussreichen Sekte angegriffen werden. Diese vergewaltigen und töten zunächst Keos Frau, nur um danach seinen Sohn zu entführen. Keo wurde schwer verletzt zum Sterben zurückgelassen. Doch er schafft es zu Überleben und plant seine Rache. Erst 17 Jahre später soll seine Stunde schlagen. In einer Welt ohne Zivilisation und Gesetze – in der auch Kannibalen und Mutanten ihr Unwesen treiben – macht er jagt auf die Mitglieder der Sekte. Erst, wenn alle Übeltäter tot sind, wird er seinen Frieden finden.

Kritik: Schon im Jahr 2011 drehte der hauptsächlich für C-Movies bekannte Regisseur Kantz (ja, nur Kantz) diesen niedrig budgetierten Endzeit-Rachefilm. Es wird sich quer durch die Filmlandschaft an allerhand bekannten Werken von „Mad Max“ bis „Django“ bedient und das zu einer marginalen Story verknüpft. Das beste am Film ist der mit durchaus verstörenden Aufnahmen gespickte Vorspann, der in die Richtung Rob Zombie tendiert. Davor und danach muss man vom Qualitätsanspruch schon ziemlich schmerzfrei sein, um einen halbwegs unterhaltsamen, mit 80 Minuten zumindest kurzen Filmabend zu haben. Die Sets sind vollkommen simpel gestaltet, Kostüme und Make-Up erreichen mittleres Karnevals-Niveau und die Dialoge verdienen ihren Namen nicht. So prügelt und schlitzt sich eine Ansammlung von Laien-Darstellern durch die schön dreckigen Wüstenlandschaften und hangelt sich dem vorhersehbaren Finale entgegen.

Schlecht genug, um unterhaltsam zu sein?

Keo kennt keine Gnade (Quelle: Tiberius Film)

Keo kennt keine Gnade (Quelle: Tiberius Film)

Die Kämpfe sind so miserabel choreographiert und das Blut dermaßen künstlich, dass „Wasteland“ hier zumindest für einige (unbeabsichtigte) Lacher sorgt. Ansonsten ist es fast schon ein Highlight der gezeigten Trash-Kunst, wenn Protagonist Keo einem gefangenen Sekten-Mitglied nach dessen im Kampf beigebrachten Ohnmacht unterbreitet, das gerade seine Hoden auf dem Grill liegen. Was sein Übriges zur Qualität dieses Filmes tut, ist die absolut dilettantische deutsche Synchronisation. Viel künstlicher können Dialoge akustisch nicht klingen.

Außerdem wird so noch jeder Anflug von Witz der Originalfassung im Keim erstickt. Der 3D-Effekt erweist sich als komplett sinnlos. Bei einem Film, der aufgrund des Budgets kaum Schauwerte hat, gibt es eigentlich keinen Mehrwert, der durch die Bearbeitung gewonnen wird. Viel mehr ist es sogar so, dass „Wasteland“ in den Kampfszenen noch verliert, da hier mehr als einmal das Bild verschwimmt. Schauspielerisch hat der Film wie angekündigt auch nicht viel zu bieten. Zumindest optisch passen die Darsteller in ihre trashigen Endzeitrollen. Hier scheint auch keiner bemüht, mehr als absolutes Over-Acting zu bieten, was aber durchaus in Ordnung ist.

Wer irgendwas über leidlichem Unterhaltungswert von „Wasteland 3D – Am Ende der Menschheit“ erwartet, wird wohl mit Sicherheit enttäuscht. Dieses Machwerk ist von Anfang bis Ende amateurhaft gemachtes Heimkino, was wohl hauptsächlich unter der Zuhilfenahme von Alkohol einen gewissen Charme hat. Wirklich Positives an diesem billig produzierten Genre-Mash-Up zu finden, fällt allerdings ziemlich schwer.

Allerhand Monster leben in der postapokalyptischen Welt (Quelle: Tiberius Film)

Allerhand Monster leben in der postapokalyptischen Welt (Quelle: Tiberius Film)

Der Film ist ab dem 03.07.2014 auf DVD, Blu-ray und 3D Blu-ray erhältlich.

1,5 von 5 Punkten

 

Bild: Wie bereits erwähnt, ist der 3D-Effekt durchgängig komplett verzichtbar und wirkt sich in den schnelleren Sequenzen sogar störend aus. Dafür ist das recht weich gezeichnete Bild zumindest meistens ziemlich scharf und stellt gerade bei Nahaufnahmen die Details ordentlich da. Der dreckige gelb-braune Look passt absolut zum Film. Die Kontraste sind manchmal schon etwas zu steil eingestellt. Ein maximal durchschnittliches Ergebnis.

2,5 von 5 Punkten

Ton: Etwas in DTS-HD MA 7.1 einzustellen bedeutet nicht automatisch, dass der Ton gut wird. Die Dialoge sind in beiden Fassungen immer gut verständlich. In der missglückten deutschen Vertonung merkt man aber deutlich, dass die Stimmen nachträglich eingefügt und kein bisschen in das Geschehen eingebettet worden sind. Relativ kurios ist, das bei den Hintergrundgeräuschen häufig Sounds zu klar sichtbaren Aktionen fehlen. Die dafür eingefügten Sound-Effekte bei Kampfsequenzen lassen das Geschehen schon fast etwas comichaft wirken. Die räumliche Wirkung des Tons ist auch eher begrenzt.

2,5 von 5 Punkten

Extras: Außer einiger Trailer gibt es leider keine Bonusmaterialien.

1 von 5 Punkten

Gesamt: 1,5 von 5 Punkten


Quelle: Tiberius Film, LeinwandreporterTV, YouTube

WASTELAND - AM ENDE DER MENSCHHEIT

Originaltitel:Wasteland
Regie:Kantz
Darsteller:Garret Sato, Derrel Maury, Janelle Velasquez, Jordan Lawson
Genre:SciFi, Action, Abenteuer
Produktionsland/-jahr:USA, 2011
Verleih:Tiberius Film
Länge:80 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

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Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 01.07.2014
Wasteland – Am Ende der Menschheit (3D Blu-ray)

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