Review: 3 Days to Kill (Kino)

Das Kinoplakat von "3 Days to Kill" (Quelle: Universum Film)

Das Kinoplakat von „3 Days to Kill“ (Quelle: Universum Film)

Inhalt: Obwohl er seine besten Tage schon hinter sich hat, gehört Ethan Runner (Kevin Costner, „Jack Ryan: Shadow Recruit“) immer noch zu den besten CIA-Killern. Deswegen ist er auch bei einer wichtigen Mission in Serbien dabei, wo ein noch unbekannter Terrorist namens „Wolf“ und seine rechte Hand „Albino“ (Tómas Lemarquis, „Errors of the Human Body“) unschädlich gemacht werden sollen. Während dieses Auftrags bricht Ethan zusammen und bekommt kurz darauf von seinem behandelnden Arzt die Schreckensnachricht: Er hat Krebs und wird in drei Monaten sterben. Sofort bricht er auf nach Paris, wo seine Ex-Frau Tina (Connie Nielsen, „Perfect Sense“) und seine entfremdete Tochter Zoey (Hailee Steinfeld, „True Grit“) leben. Sofort drückt ihm Tina die Aufsicht über die Tochter aufs Auge. Zusätzlich zur Versorgung der schwierigen Teenagerin muss Ethan auch bald wieder arbeiten. Im Tausch gegen ein extrem wirksames Medikament in der Testphase hilft er seiner Vorgesetzten Vivi (Amber Heard, „Machete Kills“) einen zweiten Angriff auf den „Wolf“ zu starten, der nach Paris kommt.

 

Kritik: Nachdem er mit der Action-Komödie „Das gibt Ärger“ trotz Starbesetzung ziemlich enttäuscht hat, kehrt Regisseur McG mit diesem Film etwa zwei Jahre später zurück. Das Drehbuch stammt von keinem geringeren als Luc Besson („96 Hours 2“), wodurch schon der Handlungsstandort Paris erklärt ist. Es ist dann aber ausgerechnet das Skript, wo „3 Days to Kill“ seine größten Schwierigkeiten hat. Die etwas unausgewogene Mischung aus Familiendrama und Action-Komödie ist dabei noch nicht einmal das größte Problem. Manche Plot-Twists wirken schon unerträglich konstruiert und sorgen für Ärger, wo eigentlich keiner nötig wäre. So werden immer wieder in den schlimmsten Momenten Zusammenbrüche des Protagonisten eingefügt. Ansonsten bietet der Film, der vielleicht 15-20 Minuten zu lang ist, leicht verträgliche und amüsante Unterhaltung in den für sich genommen gut in Szene gesetzten Action- und Dialogsequenzen. Mit einem Fahrrad wird ein überraschend netter Running-Gag in die Handlung integriert, der immer wieder für Auflockerung sorgt.

Fitter Kevin Costner in Spiellaune

Ethan versucht, seine Tochter Zoey besser kennen zu lernen (Quelle: Universum Film)

Ethan versucht, seine Tochter Zoey besser kennen zu lernen (Quelle: Universum Film)

Es wird deutlich, dass der komplette Film auf seinen Hauptdarsteller Kevin Costner ausgelegt ist. Dabei beweist der immerhin 59 Jahre alte Mime, dass er sportlich noch einiges zu bieten hat. Er braucht sich dabei auch nicht hinter Liam Neesons‘ Bryan Mills verstecken, der ebenfalls von Besson entwickelt worden war. Außerdem bringt er auch als überforderter Vater eine gelungene, leicht ironische Darstellung. Die Kombination von ihm mit der sehr begabten Hailee Steinfeld funktioniert wirklich gut. Nachdem sie schon bei ihrem Debüt in „True Grit“ für den Oscar nominiert worden war, stellt eine Möchtegern-reife aber schwer verunsicherte Teenagerin für die heute 17-Jährige schon keine große Herausforderung mehr da. Sie liefert eine sehr ordentliche und sympathische Darstellung. Connie Nielsen als genervte Ehefrau bleibt eher im Hintergrund. Etwas enttäuschend bleibt die geringe Spielzeit für Amber Heard, die hier als kühle Agentin eigentlich eine Paraderolle bekommen hat und gut mit Costner zusammenspielt. Die Zuschauer müssen sich mit vielleicht 15 Minuten Leinwand-Zeit von ihr begnügen.

Insgesamt ist „3 Days to Kill“ ein Film mit ebenso viel Licht wie Schatten. Für den von einigen erwarteten Überraschungs-Hit fehlt es der Geschichte etwas an Substanz und auch Qualität. Hier wurde an einigen Stellen merklich geschlampt. Dafür bügeln Kevin Costner und Hailee Steinfeld mit guten Auftritten einiges aus. Eine Ansammlung gut funktionierender Einzelszenen sorgt insgesamt dafür, dass der Film als nette Unterhaltung für zwischendurch eine gute Wahl ist.

3 von 5 Punkten


Quelle: Universum Film, YouTube

3 Days to Kill

Originaltitel:3 Days to Kill
Regie:McG
Darsteller:Kevin Costner, Amber Heard, Hailee Steinfeld, Connie Nielsen
Genre:Action
Produktionsland/-jahr:USA/Frankreich, 2014
Verleih:Universum Film
Länge:117 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Kinostart:08.05.2014

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 01.05.2014
Review: 3 Days to Kill (Kino)

Leave A Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir setzen Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“) ein. Google verwendet Cookies. Wir setzen Google Analytics nur mit aktivierter IP-Anonymisierung ein.  Mehr Informationen zur Verwendung von Google Analytics finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Diese pseudonymisiert erhobenen Daten helfen uns, ein besser auf das Leser-Interesse abgestimmtes Programm anzubieten. Hier klicken um dich auszutragen.
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner