Review: Safe Haven (Kino)

Das Kinoplakat von Safe Haven (Quelle: Senator Film)

Das Kinoplakat von Safe Haven (Quelle: Senator Film)

Eine junge Frau flüchtet, sie rennt durch die Straßen, kommt bei einer Nachbarin unter und ändert dort komplett ihr Erscheinungsbild. Kurz darauf flieht sie mit dem Bus, die Polizei ist hinter ihr her. Nach mehreren Stunden Fahrt kommt Katie in einem kleinen Küstenstädtchen an – Southport. Für die anderen Busreisenden ist dieser Ort nur eine Zwischenstation, doch die junge Flüchtige entscheidet sich, hier zu bleiben.

Was beginnt wie ein Krimi, ist in Wirklichkeit eine weitere Verfilmung eines Nicholas Sparks-Romans. Regisseur Lasse Hallström hat sich daran gewagt, die verschiedenen Erzählstränge, die Sparks in seinem Buch vereint, filmisch umzusetzen. Dies ist an manchen Stellen mehr, an anderen weniger gelungen. Doch zunächst einmal zum Inhalt:

Zwei Menschen finden zueinander

Katie (Julianne Hough, „Rock of Ages“) ist nach den ersten Szenen offensichtlich auf der Flucht. In Southport glaubt sie, ihren sicheren Hafen gefunden zu haben. Zurückgezogen lebt die scheue Frau in einer kleinen, heruntergekommenen Holzblockhütte mitten im Wald. Lediglich ihre Nachbarin Jo (Cobie Smulders, „How I met your Mother“), die in der Nähe wohnt, leistet ihr hin und wieder Gesellschaft. Um sich ihr Leben in Southport zu finanzieren, jobbt Katie als Kellnerin im kleinen Strandrestaurant „Ivan’s“. Schon in den ersten Tagen lernt Katie beim Einkauf im örtlichen Tante-Emma-Laden den Witwer Alex (Josh Duhamel, „Transformers“) und seine beiden Kinder Lexie und Josh kennen. Schnell entwickelt sich zwischen Alex und Katie eine besondere Verbundenheit, dennoch kann die junge Frau kaum Nähe zulassen und weißt die Menschen in ihrem Umfeld immer wieder zurück.

Der Film schafft es nicht ganz, die drei Handlungsstränge – von denen der letzte ohnehin auch im Buch recht schwer zu erkennen ist – zu veranschaulichen. Neben den Szenen, die im beschaulichen Küstenort das neue Leben von Katie zeigen und die Liebesgeschichte zwischen ihr und Alex abbilden, sieht der Zuschauer, wie ein Polizist in Boston mit allen Mitteln versucht, diese Frau – Katie – zu finden. Die Szeneneinschübe sorgen für Spannung, da der Polizist Katie immer näher kommt. Sie verhindern jedoch nicht, dass die gesamte Entwicklung der Liebesgeschichte und der Verfolgungsjagd insgesamt ziemlich langatmig geraten sind.

Verglichen mit dem Buch ist „Safe Haven“ wie so viele Sparks-Verfilmungen eher durchwachsen ausgefallen

Wie gewohnt finden in diesem Sparks Roman zwei Menschen zusammen, mit denen es das Schicksal in der Vergangenheit nicht gut gemeint hat. Alex Charakter ist mit Josh Duhamel zwar gut besetzt, jedoch hätten diesem Mann ein paar Ecken und Kanten durchaus gut getan. Zu perfekt: Perfekter Vater, perfekter Liebhaber, perfekter Beschützer. Die Liebesgeschichte zwischen Katie und Alex ist nahezu unwirklich romantisch. Teilweise wirken die Szenen völlig überdreht, fast schon albern. Wer allerdings die volle Portion Kitsch vertragen kann, wird an dem Film Spaß haben. Neben aller Romantik bekommt der Zuschauer zu guter Letzt auch noch einen thrillermäßigen Showdown geboten. Das „Rosamunde Pilcher“-Ende wird dann auch noch von einem übernatürlichen Faktor geflutet. Das hätte sich Sparks durchaus sparen können, denn es ist in keiner Weise ersichtlich, wieso diese Komponente nötig war, die die Zuschauer nach einer soliden Romanze eher unzufrieden zurücklässt.

3 von 5 Punkten

Quelle: Senator Film, YouTube

Safe Haven

Originaltitel:Safe Haven
Regie:Lasse Hallström
Darsteller:Julianne Hough, Josh Duhamel, Cobie Smulders
Genre:Romanze, Drama
Produktionsland/-jahr:USA, 2012
Verleih:Senator Film
Länge:115 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Kinostart:07.03.2013
Homepage:Der Internetauftritt von "Safe Haven"

Verfasst von Hannah.

Zuletzt geändert am 13.03.2013
Safe Haven (Kino)

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