Interview mit Alyson Hannigan und Jason Biggs

Nach den ersten drei unglaublich erfolgreichen Teilen von American Pie und vier DVD-Fortsetzungen mit anderer Besetzung ist die Original-Mannschaft nun wieder zurück. Unter ihnen sind auch wieder Pie-Master Jason Biggs und Flötistin Alyson Hannigan als das inzwischen verheiratete Paar Jim und Michelle Levenstein.

In Schlips und Kragen präsentiert sich diesmal die Ur-Besetzung von American Pie. (Bildquelle: Universal Pictures)

Die ehemaligen Schulfreunde treffen sich nach Jahren zu einem Klassentreffen und natürlich sind schräge Episoden und eindeutig zweideutige Ereignisse vorprogrammiert. Der Film baut stark darauf auf, die Entwicklung der Charaktere in den letzten 13 Jahren zu erzählen. So kommt ‘Heimscheißer’ Finch draufgängerisch auf seinem Motorrad daher und malt sein neues Leben in den abenteuerlichsten Farben. Die anderen Rollen hingegen sind sesshaft geworden und die Geschichte von „American Pie: Das Klassentreffen“ lässt sie zunächst als in die Jahre gekommene Langweiler aussehen. Natürlich kann sich der Zuschauer trotzdem auf allerhand lustige Episoden mit den Schulkameraden freuen. Ob es noch eine Fortsetzungen geben wird, halten sich die Verantwortlichen bisher offen.

Alyson Hannigan (AH) und Jason Biggs (JB) haben auch abseits der „American Pie-Serie“ eine beachtliche filmische Karriere hingelegt: Beide sind – freiwillig oder nicht – dem Comedy-Genre treu geblieben. Während Alyson Hannigan u.a. sehr erfolgreich die Rolle der Lily in „How I met your Mother“ verkörpert, drehte Biggs verschiedene Komödien und die Sitcom „Mad Love“, die jedoch nach der ersten Staffel bereits eingestellt wurde.

Im Interview verraten Biggs und Hannigan, was die Fortsetzung von „American Pie“ für sie bedeutet und wie schwer es ist, das x-te Sequel auf gleichem Spaßlevel zu Stande zu bekommen

Reporter: Glückwunsch zu dem gelungenen Film.

JB / AH: Danke

R: Ich liebe ihn. Ich habe gelacht und weiter gelacht und ich habe sogar heute morgen noch gelacht

AH: Ah, gut.

R: Erzählt unseren Zuschauern, wo der Film an die vorherigen Filme anknüpft und wo Eure beiden Charaktere anknüpfen!

AH: Der Film erzählt die Geschichte aller Charaktere weiter, eben zehn plus x Jahre später.

JB: Die Entwicklung nach zehn Jahren…

AH: Eben zehn und mehr Jahre.

AH: Nach dem… Abschluss von der High School. Und… und Jim und Michelle sind inzwischen verheiratet. Sie schippern sozusagen durch das Elternleben. Der Film erzählt, wie das ihre Beziehung und ihre Dynamik verändert hat. Sie haben ein wenig das Feuer verloren, weil sie nicht genügen Zeit zu zweit in ihre Beziehung investieren konnten. Sie hoffen, dass sie mit dem Klassentreffen dieses Feuer wieder entfachen können.

Jason Biggs als Jim verwickelt sich auch dieses Mal wieder in eindeutige Szenen. (Bildquelle: Universal Pictures)

R: Wie war es denn für Euch, als Schauspieler, zurückzukommen? War es auch für Euch wie ein Klassentreffen?

AH: Absolut. Es war als wäre es gestern gewesen.

JB: Ja! Es war wirklich eine komische Sache. Ich habe eine tolle Zeit mit dieser Filmbesetzung erlebt. Jetzt sind acht Jahre vergangen, wir sind wieder beisammen und es ist, als ob keine Sekunde vergangen wäre. Das spricht für die Chemie zwischen uns und ich denke, es spricht auch für die gemeinsamen Erlebnisse und die Erfahrung, die so wichtig für uns ist. Die „American Pie“-Erfahrungen sind sehr persönlich und sehr wichtig für uns alle. Es ist etwas, das wir alle miteinander teilen. Es ging sofort sehr familiär zu, als wir uns wieder am Set trafen und es ist, als ob keine Zeit vergangen wäre. Wirklich erstaunlich.

AH: Was auch interessant ist, ich denke, dasselbe gilt für Dich, Jason…. in meinem Leben war „American Pie“ immer dabei, denn tagtäglich sprachen mich die Leute darauf an und fragten und warteten auf diesen neuen Film

JB: Jahre lang.

AH: Seit dem letzten Film.

JB: Seit dem letzten, ja.

AH: So etwa: „Hey, werden die noch einen Film machen? Werdet Ihr noch einen machen?“

JB: Ja.

AH: Mir werden diese Fragen immer noch gestellt.

JB Jepp.

AH: Ich sage dann so: „Hm, ja, habt ihr nicht die Reklametafeln gesehen?“

AH: Geht mehr raus!

JB: Ja. Im Ernst, du Eremit, hast Du überhaupt einen Fernseher?

R: Du hast eine ziemlich außergewöhnliche Szene in diesem Film. Kannst Du uns erzählen, wie sich das für Dich anfühlte und worum es geht?

JB: Ja, das kann ich Dir erzählen. Also, ich und Eugene Levy (Jims Dad im Film, Anm. d. Red.) sind im Schlafzimmer. Wir unterhalten uns. Es ist ziemlich ungeheuerlich.
Oh, ja. Da ist eine gewagte Szene. Und, weißt du, es ist wirklich hart für uns.

AH: Uns? Du und dein Penis?

Um Jahre gereift trifft sich die Crew von American Pie erneut. (Bildquelle: Universal Pictures)

JB: Ich und mein Penis. Nein, es ist hart für uns als Besetzung und Filmcrew, diese Dinge immer weiter zu machen. Es wird immer herausfordernder, sich solche besonders komischen Szenen auszudenken, die in das „American Pie“-Konzept passen, die Sinn machen im Zusammenhang mit den Charakteren, und, offen gesagt, die diesen Schockmoment treffen oder sogar übersteigen, den wir aus den vergangenen Filmen kennen. Diese Szene… naja… ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass wir unsere ‘Kuchenszene’ brauchten. Das war ein Element, das wir in früheren Filmentwürfen nicht immer hatten. Ich, Jon und Hayden (Die Regisseure Jon Hurwitz & Hayden Schlossberg, Anm. d. Red.), wir drängten darauf. Wir steckten die Köpfe zusammen. Eines Tages schrieb mir Jon. „Würdest Du es in Betracht ziehen, Deinen … zu zeigen?“ Ich sagte: „Absolut!“. Wenn es in den Kontext passt, wenn es Sinn macht, würde ich alles tun. Es ist unerhört und so soll es auch sein. Aber nochmal: Ich denke, es funktioniert. Für die Rolle und auch für den Film. Aber jetzt war’s das. Ich weiß nicht, was zum Teufel ich als nächstes machen werde, falls wir die Möglichkeit haben, einen weiteren Film zu drehen. Ich weiß nicht, was noch übrig bleiben würde. Ich weiß es einfach nicht.

R: Was sollen die Zuschauer Eurer Meinung nach mitnehmen aus „American Pie: Das Klassentreffen“?

JB: Hä?

AH: Ich hoffe, dass sie dasselbe Gefühl haben, das sie hatten als sie den ersten Teil sahen.

JB: Ja.

AH: Das Original von American Pie. Denn ich habe wirklich das Gefühl, dass wir zu den Wurzeln zurückgekehrt sind. Weißt Du, ich habe es einfach im Gefühl.

JB: Genau.

AH: Es ist dieselbe…

JB: Die selbe Kraft.

AH: Ja, dieselbe Kraft, derselbe Ton und der Film hat wirklich das festgehalten, was so toll am ersten Film war

JB: Ich hoffe, die Zuschauer denken das auch. Wir nehmen sie mit auf eine glaubwürdige Reise mit denselben Charakteren. Ich hoffe, sie finden, dass sie in ihrem Leben gerade genau an der Stelle sein könnten und dass sie genau dieselbe Verbindung zu den Charakteren haben, die sie im ersten Film hatten.

AH: Ich will, dass sie lachen! Ich will, dass sie weinen.

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