Review: Das Haus der Krokodile (Kino)

Das Haus der Krokodile

Quelle: Constantin Film

Inhalt: Der 12-jährige Viktor Laroche (Kristo Ferkic) und seine großen Schwestern Cora (Joanna Ferkic) und Louise (Vijessna Ferkic, Natascha in „Die Pfefferkörner“) sind allein in der Wohnung der alten Villa, nachdem ihre Eltern auf eine Messe gefahren sind. Da sie erst kürzlich in die Wohnung eingezogen sind, stehen noch zahlreiche Gegenstände und Inventar des Vormieters, ihrem Onkel, rum: antike Möbel, afrikanische Säbel und Unmengen weiterer Krimskrams – ideal für Viktors Streifzüge, vor allem da draußen der böse „Hausdrachen“ aus dem ersten Stock, die alte Frau Debisch (Gudrun Ritter, Katrin Zadek in „Wer ist Hanna?“), jeglichen Spaß vermiest.
Bei seiner abenteuerlichen Erkundungstour durch die Schätze des Onkels findet er auf dem Boden ein kleines, ausgestopftes Krokodil, dem die Augen fehlen. Wie konnte es von der verstaubten Anrichte herunterfallen? Plötzlich bemerkt Viktor in einem Spiegel den Schatten eines Mannes. Erschrocken schreit er und dreht sich um, doch der Einbrecher – oder war es ein Geist? – ist verschwunden! Viktor macht sich auf die Suche nach ihm, kann in der verschlossenen Wohnung jedoch keine Spuren finden. Stattdessen stößt er per Zufall auf das versteckte Tagebuch von Cäcilie Laroche, seiner Großcousine, die vor 40 Jahren auf mysteriöse Weise im Treppenhaus ums Leben kam. Viktor glaubt, in den Bildern die Lösung des Rätsels zu finden und folgt Cäcilies Spuren quer durch die Gemäuer der alten Villa. Bei seiner abenteuerlichen Reise trifft er jedoch immer wieder auf Hindernisse, insbesondere in Form der grimmigen Frau Debisch und ihrem merkwürdigen Sohn Friedrich (Christoph Maria Herbst, „Stromberg“). Aber auch Nachbar Strichninsky (Waldemar Kobus, Halvar in „Wickie auf großer Fahrt“) scheint nichts Gutes im Schilde zu führen. Hatten sie ihre Finger im Spiel beim Tod von Cäcilie? Viktor setzt alles daran, dies herauszufinden!

 

Gruselige Detektivgeschichte für Kinder

Das Haus der Krokodile

Viktor auf der Spur der Krokodile. (Quelle: Constantin)

Kritik: „Das Haus der Krokodile“ basiert auf dem gleichnamigen Roman des Kinder- und Jugendbuchautors Helmut Ballot. Das Autoren- und Regieduo Cyrill Boss und Philipp Stennert („Neues vom Wixxer“) adaptierte das Material für ihren Spielfilm. 1976 wurde die Geschichte bereits als sechsteilige Fernsehserie von der ARD verfilmt, in der Thomas Ohrner (Matthias Brandner in „Verbotene Liebe“) die Hauptrolle spielte. In der Neuverfilmung hat er am Anfang in Gedenken an seine alte Rolle einen kurzen Gastauftritt als Viktors Vater.
Der Kinderfilm „Das Haus der Krokodile“ ist eine spannende Detektivgeschichte um die Bewohner der alten Villa und den rätselhaften Tod der jungen Cäcilie. Detailliert und abwechslungsreich in Szene gesetzt, wirken die Filmbilder mitsamt ihrer Kulisse und Ausstattung durch die angenehme Farbgebung und Lichteffekte mal atmosphärisch, mal geheimnisvoll und unterstützen damit die mysteriöse Grundstimmung der Story.

Das Haus der Krokodile

Frau Debisch und ihr seltsamer Sohn (Quelle: Constantin)

Die Geschichte ist kindgerecht aufbereitet und dargestellt, auch wenn so manche Erkenntnis von Viktor recht spontan und unnatürlich schnell kommt. Außerdem muss sich das (junge) Publikum bewusst sein, dass die Geschichte mysteriös, aber dennoch recht traurig ist, auch wenn die Leichtigkeit nicht fehlt: Viktors Spurensuche kreuz und quer durch das Anwesen führt ihn in so manche missliche Situation. Auch Christoph Maria Herbst liefert mit der Darstellung seiner Figur des Friedrich Debisch und durch seine unverkennbare Betonung amüsante Einschübe. Der 13-jährige Kristo Ferkic hat die schwerste Aufgabe im Film. Er hat es besonders schwer, da er viele Szenen allein spielt. Dennoch gelingt ihm die Darstellung des Viktor größtenteils; sein Schauspiel wirkt nur an einigen Stellen zu aufgesetzt (was Kindern jedoch nicht auffallen sollte). Alle weiteren Hauptdarsteller, seine leiblichen / Filmschwestern und die anderen Hausbewohner, überzeugen durchweg.

Der Kinderfilm „Das Haus der Krokodile“ hat eine unterhaltsame Geschichte und gute Darsteller. Insbesondere fällt die abwechslungsreiche und insgesamt gelungene Inszenierung positiv auf, die das Publikum in den Bann ziehen kann. Die Verfilmung weist zwar ein paar Längen auf, abenteuerlustige Kinder und ihre Eltern, die das Buch oder sogar noch die Fernsehserie von früher kennen, wird das aber kaum stören. Am 22. März 2012 kommt „Das Haus der Krokodile“ in die Kinos.

3,5 von 5 Punkten

Hier geht es zur offiziellen Internetseite des Films


Quelle: Constantin Film, YouTube

Verfasst von Reni.

Zuletzt geändert am 17.02.2012
Das Haus der Krokodile (Kino)

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