Review: The Housemaid – Wenn sie wüsste (Blu-ray)

Das Blu-ray-Cover von "The Housemaid - Wenn sie wüsste" (© LEONINE, 2026)

Das Blu-ray-Cover von “The Housemaid – Wenn sie wüsste” (© LEONINE, 2026)

Inhalt: Millie (Sydney Sweeney, „Eden“) ist Ende 20, frisch aus dem Gefängnis entlassen worden und lebt in ihrem Auto. Da kommt die Gelegenheit gerade recht, einen Job als Haushälterin in der Villa von Nina (Amanda Seyfried, „Gringo“) und Andrew (Brandon Sklenar, „Drop – Tödliches Date“) anzutreten und gleich noch ins Gästezimmer einzuziehen. Auch die Aussicht, sich um die etwas missmutige Tochter Cecilia (Indiana Elle) zu kümmern, schreckt sie da wirklich nicht ab. Doch der erhoffte Start in eine bessere Zukunft ist sehr holprig. Die Hausherrin Nina entpuppt sich als äußerst launische Person, die ihre Mitmenschen gerne schikaniert und Millies Angewiesenheit auf den Job schamlos ausnutzt. Andrew ist sehr viel umgänglicher, scheint aber auch nicht ganz selbstlos in seiner Nettigkeit zu sein. Noch ahnt Millie nicht, auf was für ein wildes Spiel sie sich mit diesem Job eingelassen hat.

 

Kritik: Im Jahr 2022 gelang der Autorin Freida McFadden mit ihrem Thriller-Roman „Wenn sie wüsste“ ein Überraschungs-Hit, der inzwischen bereits drei Nachfolger erhalten hat. Der Regisseur Paul Feig, der 2019 mit „Nur ein kleiner Gefallen“ einen sehr unterhaltsamen Hochglanz-Thriller inszeniert hatte, war natürlich schon auf dem Papier eine Idealbesetzung für die Kino-Adaption des Bestsellers. Rein kommerziell ist der Plan mehr als aufgegangen, da „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ bei einem 35 Millionen US-Dollar-Budget während seiner Kinoausstrahlung weltweit mehr als 400 Millionen US-Dollar eingespielt hat. Auch inhaltlich kann der Film durchaus überzeugen.

Hat Millie hier wirklich einen Traumjob erwischt? (© LEONINE, 2026)

Hat Millie hier wirklich einen Traumjob erwischt? (© LEONINE, 2026)

Der vielleicht größte Kritikpunkt ist augenscheinlich: Der bewusst seicht gehaltene Thriller dauert 132 Minuten, die er nur bedingt rechtfertigen kann. In den ersten zwei Akten lebt der Film zwar von seiner augenzwinkernden Atmosphäre und wird nie ernsthaft langweilig, Millies Streitereien mit Nina und die Flirtereien mit Andrew werden aber doch mit der Zeit ein wenig redundant. Wer darüber hinwegsieht, wird mit einem herrlichen Schlussakt belohnt. Nach einem netten Twist gibt sich „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ dem kompletten Irrsinn hin und liefert bitterböse und höchst kurzweilige Genre-Unterhaltung.

Sydney Sweeney wurde zuletzt hauptsächlich von Regenbogenpresse und absurden Internet-Bubbles bei jeder sich bietenden Gelegenheit durchs Dorf gejagt. Da vergisst man schnell, dass sie doch eine sehr ordentliche Schauspielerin ist. Nachdem sie lange auf den Vollgasmodus warten muss, entwickelt sie spätestens in der Schlussphase eine starke Protagonistin, der man auch in den erwartbaren Fortsetzungen gerne folgen wird. Amanda Seyfried schafft es phasenweise im Alleingang, aufkommende Langeweile in den sich in die Länge ziehenden Episoden des Films zu verhindern. Sie sprüht vor Spielspaß, weiß, genau, in welcher Art von Produktion sie unterwegs ist und liefert eine herrlich überdrehte Gegenspielerin für Sweeney. Brandon Sklenar hat genug Charisma, um den flach geschriebenen Andrew zu einem echten Charakter zu machen. Zusätzlich bekommt er in der Schlussphase auch noch ein bisschen mehr zu tun.

Es wäre sicherlich möglich gewesen, „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ 20-30 Minuten zu kürzen und einen wirklich knackigen, wenn schon leichtgewichtigen High-Budget-Thriller im 90er-Stil entstehen zu lassen. Dennoch reichen eine beständige Grundatmosphäre, eine köstliche Amanda Seyfried und ein kurzweilig-schräger Schlussakt locker aus, um diesen Film absolut empfehlenswert zu gestalten.

Nina entpuppt sich als Chefin aus der Hölle (© LEONINE, 2026)

Nina entpuppt sich als Chefin aus der Hölle (© LEONINE, 2026)

Der Film ist ab dem 01.05.2026 auf DVD, Blu-ray, 4K UHD, im limitierten 4K UHD Steelbook sowie digital erhältlich.

3,5 von 5 Punkten

 

Bild: Passend zum Subgenre wird ein scharfes und detailreiches Bild geboten. Die Farbpalette hätte etwas abwechslungsreicher sein können, ist aber realistisch und überzeugend. Kontraste und Schwarzwert wurden gut eingestellt. Große Bildfehler sind nicht ins Auge gefallen.

4 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und der englische Dolby Atmos-Ton bieten eine saubere und immer klar priorisierte Dialogwiedergabe. Ansonsten ist die Vertonung ziemlich unspektakulär. Hintergrundgeräusche und Musik sorgen gelegentlich für räumlichen Sound. Hervorstechende Effekte gab es nicht.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Als Bonusmaterialien liegen Audiokommentare mit Paul Feig solo sowie mit Paul Feig und dem Kreativteam, die Featurettes „From Page to Panic: Making the Housemaid“ (36 Minuten) „Secrets of the Winchester House: A Housemaid Tour“ (12 Minuten) sowie „Pushing it Over the Edge: Creating the Stunts“ (1 Minute), eine Reihe an Deleted Scenes (insgesamt 8 Minuten) und ein paar Trailer bei. Alle Extras enthalten optionale deutsche Untertitel.

4 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle: Leonine, YouTube

The Housemaid – Wenn sie wüsste

Originaltitel:The Housemaid
Regie:Paul Feig
Darsteller:Sydney Sweeney, Amanda Seyfried, Brandon Sklenar
Genre:Thriller
Produktionsland/-jahr:USA, 2025
Verleih:Leonine Studios
Länge:132 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Leonine Studios

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 28.04.26
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