Review: Jimmy and Stiggs

Das Blu-ray-Cover von "Jimmy and Stiggs" (© Lighthouse, 2026)

Das Blu-ray-Cover von “Jimmy and Stiggs” (© Lighthouse, 2026)

Inhalt: Der Filmemacher Jimmy (Joe Begos) klagt seinem Kumpel Stiggs (Matt Mercer) sein Leid: Er ist beruflich erfolglos, wurde gerade von seiner Freundin verlassen und dann waren da auch noch Aliens, die ihn entführt haben. Stiggs bleibt nur kurz Zeit, sich über den letzten Teil der Aussage zu wundern. Plötzlich stehen tatsächlich kleine grüne Männchen vor der Wohnungstür – und die kommen so gar nicht in Frieden. Die beiden raubeinigen Freunde schnappen sich alles, was man irgendwie als Waffe verwenden kann, um die ungebetenen Gäste in die Flucht zu schlagen. Doch die Außerirdischen sind ebenfalls sehr wehrhaft.

 

Kritik: Autor und Regisseur Joe Begos ist bekannt für seine wilden Genre-Beiträge wie „Bliss“, „VFW“ und „Christmas Bloody Christmas“. Im Jahr 2024 drehte er dann „Jimmy and Stiggs“ – ein in Neonfarben getränktes Alien-Invasions-Body-Horror-Kammerspiel. Prominente Unterstützung erhielt er dabei von Eli Roth („Knock Knock“), der nicht nur als ausführender Produzent beteiligt war, sondern auch noch als Hommage ans Mitternachtskino der 70er- und 80er-Jahre (wie beim „Grindhouse“-Doppel-Feature von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino) gleich zwei blutig-spaßige Fake-Trailer zur Einleitung des Films beigesteuert hat.

 

Es gibt Erstkontakt (© Lighthouse, 2026)

Es gibt Erstkontakt (© Lighthouse, 2026)

Die rund 80 Minuten Laufzeit des Hauptfilms kann man mit Fug und Recht als Fiebertraum bezeichnen. Viel Handlung gibt es hier nicht. Stattdessen darf man den zwei – mit einem massiven Aggressionsproblem ausgestatteten – Titelhelden dabei zusehen, wie sie die skurrilen Alienpuppen immer derber in ihre Bestandteile zerlegen. Ohne den einen Drehort zu verlassen, bedient Begos mit seinem Team absolut das Bild des alten Mitternachtskinos, das mit Gesellschaft und Alkoholpegel deutlich unterhaltsamer wird. Dabei nutzt man die konsequent surreale Farbgebung, um (teils erfolgreich) das fehlende Budget für Puppen und Effekte zu verschleiern.

In der Hauptrolle sieht Regisseur Joe Begos nicht nur aus wie eine Kreuzung aus Rob Zombie und Seth Rogen. Als ständig fluchender Hillbilly Jimmy hätte er es auch locker in einen Film von Zombie geschafft. Ähnliches gilt für Matt Mercer, der den besten Kumpel Stiggs gibt. Die Protagonisten sind ebenso nur zweckdienlich wie die im Gros gebrüllten Dialoge. „Jimmy and Stiggs“ macht Spaß, wenn es auf die Glocke gibt, das Blut spritzt und es teils auch eklig wird.

Wenn man weiß, auf was man sich einlässt, kann der Filmabend sehr unterhaltsam werden. Es wird laut, bunt und aggressiv. Wer dafür auf eine wirkliche Handlung, interessante Figuren und wirklich erwähnenswerte Dialoge verzichten kann, sollte mit „Jimmy and Stiggs“ eine gute Zeit verbringen.

3 von 5 Punkten

Der Film ist ab dem 25.09.2026 auf DVD und Blu-ray sowie bereits ab dem 03.09.2026 digital erhältlich.

Jimmy and Stiggs bei unseren Partnern von JPC


Quelle: KinoCheck, YouTube

Jimmy and Stiggs

Originaltitel:Jimmy and Stiggs
Regie:Joe Begos
Darsteller:Joe Begos, Matt Mercer, James Russo
Genre:Horror, Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2024
Verleih:Lighthouse Home Entertainment
Länge:84 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Lighthouse Home Entertainment

Verfasst von Thomas.

 

Zuletzt geändert am 03.09.2026
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