
Das Blu-ray-Cover von “Crawlers – Im Netz der Spinnen” (© LEONINE, 2026)
Inhalt: Serenas (Matilda Lutz, „Rings“) Leidenschaft gehört der Musik. Da der große Durchbruch aber auf sich warten lässt, verdingt sie sich als Hausverwalterin in einem Apartmentkomplex. Der stressige Alltag und der unsympathische Chef (William Miller) sind aber noch harmlos im Vergleich zu dem, was sie erwartet. Eines Tages findet sie den Tropenforscher George (Chris Rogers), der gerade von einer Reise zurückgekommen ist, tot in seiner Wohnung. Die Behörden fackeln nicht lange und stellen das ganze Gebäude unter Quarantäne. Was da noch keiner Art: keine Krankheit, sondern eine besonders aggressive, sich schnell reproduzierende und sehr giftige Spinnenart hat den Wissenschaftler umgebracht. Während es für die Hausbewohner kein Entkommen gibt, setzen die Spinnen sie ganz oben auf den Speiseplan. Serena und Co. stellen sich dem Kampf gegen die kleinen, zahlenmäßig gnadenlos überlegenen Krabbeltiere.
Kritik: Arachnophobie, eine übersteigerte Angst vor Spinnen, ist global verbreitet und betrifft etwa 5% der Bevölkerung. Damit sind die Achtbeiner natürlich seit jeher perfekter Stoff fürs Horrorkino und suchen spätestens seit „Tarantula“ (1955) regelmäßig die Leinwände heim. So hat auch der spanische Filmemacher Ángel Gómez Hernández in seinem englischsprachigen Debüt „Crawlers – Im Netz der Spinnen“ eben jene Tiergattung gewählt, um seinen Figuren und dem Publikum Angst einzuflößen. Hier gelingt das sogar schon mit dem augenzwinkernden Einführungstext. Schnell entwickelt sich Monster-Horror, der absolut das Zeug zum Partyfilm mitbringt. Im minimalistischen Setting eines heruntergekommenen Wohnkomplexes werden die eher generisch gehaltenen Figuren durch verschiedene Schreckensszenarien gejagt. Dabei liefern Hernández und sein Team ziemlich rasante Unterhaltung, die immer eine gute Balance zwischen Grusel, Ekel und harmlosem Spaß findet.

Serena machen die neuen Haustiere zu schaffen (© LEONINE, 2026)
„Crawlers – Im Netz der Spinnen“ ist natürlich kein Film, mit dem Darsteller-Oscars gewonnen werden. Dennoch ist Matilda Lutz als erfolglose Musikerin und frustrierte Hausmeisterin eine sympathische und gut funktionierende Protagonistin, der man gerne durch die krabbelige Welt des Films folgt. Die anderen Figuren sind reines Mittel zum Zweck. Allenfalls William Miller als comichaft überzeichneter Ekel-Vermieter bleibt hier im Kopf. Diese Abstriche sind aber absolut zu ertragen, da die Titelhelden so wunderbar scheußlich aussehen und hervorragend inszeniert sind. Von Momenten, die einem die Haare zu Berge stehen lassen, bis zum erleichterten Lacher trifft der Film hier fast immer den richtigen Ton.
Hier weiß anscheinend jeder, was für eine Art von Unterhaltung gefragt ist. Dramaturgie und Handlungsgerüst bleiben dabei noch einfacher als die Figurenzeichnung und der „Suspension of Disbelief“ wird mehr als einmal strapaziert. Trotzdem droht der Film nie, seinen Pfad zu verlassen. So ist „Crawlers – Im Netz der Spinnen“ simples, effektiv durchkomponiertes Grusel-Vergnügen, das absolut perfekt geeignet ist, um beim nächsten genreaffinen Heimkinoabend mit Freunden zu Snacks und Getränken genossen zu werden.
3,5 von 5 Punkten
Der Film ist ab dem 23.10.2026 auf DVD, Blu-ray und bereits ab dem 16.10.2026 in digitaler Form erhältlich.
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Quelle: Roadside Flix, Saban Films, YouTube
Crawlers – Im Netz der Spinnen
| Originaltitel: | Crawlers |
| Regie: | Ángel Gómez Hernández |
| Darsteller: | Matilda Lutz, Gregg Sulkin, Chris Rogers |
| Genre: | Horror |
| Produktionsland/-jahr: | USA, 2026 |
| Verleih: | Leonine Studios |
| Länge: | 88 Minuten |
| FSK: | ab 16 Jahren |
Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Leonine Studios
Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 16.10.2026
Review: Crawlers – Im Netz der Spinnen (Blu-ray)

