Review: Wo die Lüge hinfällt (Kino)

Das Plakat von "Wo die Lüge hinfällt" (@ Sony Pictures, 2024)

Das Plakat von “Wo die Lüge hinfällt” (@ Sony Pictures, 2024)

Inhalt: In einem Café lernt die Jura-Studentin Bea (Sydney Sweeney, „Once Upon A Time…in Hollywood“) den Broker Ben (Glen Powell, „Everybody Wants Some!!“) kennen. Es fliegen die Funken und beide verbringen einen wunderschönen Tag miteinander. Doch statt einer nahenden Beziehung kommt es aufgrund von zwei unbedachten Aktionen zum jähen Ende. Zwei Jahre später sind die beiden, die sich gegenseitig noch nicht das Verhalten an diesem Tag verziehen haben, dazu gezwungen, gemeinsam Zeit zu verbringen: Sie treffen sich auf dem Weg zu einer Hochzeit in Australien, wo sie sogar im gleichen Haus wohnen. Nach anfänglichen Sticheleien kommt es zum Umdenken, da die Ex-Partner von Ben und Bea ebenfalls auf der Hochzeit sind. Doch gibt es zwischen den beiden mehr als eine reine Zweckgemeinschaft?

 

Kritik: Es ist kein Zufall, dass ziemlich zu Beginn von „Wo die Lüge hinfällt“ ein Shakespeare-Zitat auf der Leinwand erscheint. Tatsächlich diente „Viel Lärm um nichts“ als lose Vorlage für die neue Romantikkomödie von Regisseur Will Gluck. Selbst wenn der Film sicherlich kein Werk für die Jahrhunderte wird, ist das Endergebnis durchaus beachtlich. Nach einem etwas holprigen Start, in dem ein bestenfalls zweckdienlicher Konflikt zwischen Bea und Ben entsteht, findet das Geschehen spätestens mit der Umsiedlung nach Australien zur Form. Wenn die Ex von Ben (Charlee Fraser) mitsamt herrlich doofem Surferboy-Anhängsel (Joe Davidson) dem Protagonisten den letzten Nerv raubt, während Bea sich gleichermaßen gegen übergriffige Eltern (Dermot Mulroney und Rachel Griffiths) und einen Ex-Verlobten (Darren Barnet) sowie alberne Kuppelversuche der restlichen Hochzeitsgesellschaft wehren muss, ist das Gezeigte wirklich witzig.

 

Das Paar wider Willen steckt in der Klemme (@ Sony Pictures, 2024)

Das Paar wider Willen steckt in der Klemme (@ Sony Pictures, 2024)

Selbst wenn die hübsch bebilderte RomCom dem bekannten Schema folgt, ist Gagdichte und Unterhaltungswert überdurchschnittlich. Das liegt nicht zuletzt an den beiden Hauptdarstellern. Mit zwei Emmy-Nominierungen hat die Sydney Sweeney bereits deutlich nachgewiesen, dass ihre Leinwand-Präsenz weit über reine Attraktivität hinausgeht. Hier sprüht sie vor Charme sowie Spiellaune und harmoniert bestens mit Glen Powell. Auch der „Top Gun: Maverick“-Star hat längst bewiesen, dass er mehr als ein gewinnendes Lächeln zu einem Film beitragen kann. Das Hauptduo ergänzt sich prächtig und hält die Geschichte auch in ihren generischen Phasen auf Kurs. Eine amüsant aufgelegte Nebenbesetzung (die uns unter anderem den besten „Titanic“-Witz der jüngeren Filmgeschichte spendiert) ergänzt das Geschehen überzeugend.

Es müssen nicht immer die ganz großen Kaliber aufgefahren werden, um für einen angenehmen Kinoabend zu sorgen. „Wo die Lüge hinfällt“ ist leicht verdauliche, kurzweilige und teils wirklich lustige RomCom-Kost, die nicht zuletzt wegen des erstklassigen Hauptdarsteller-Duos absolut empfehlenswert ist.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Sony, YouTube

Wo die Lüge hinfällt

Originaltitel:Anyone But You
Regie:Will Gluck
Darsteller:Sydney Sweeney, Glen Powell, Alexandra Shipp
Genre:Komödie, Liebesfilm
Produktionsland/-jahr:USA, 2023
Verleih:Sony Pictures
Länge: 104 Minuten
FSK: ab 0 Jahren
Kinostart: 18.01.2024

Mehr Informationen gibt es auf der Seite von Sony Pictures

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 19.01.2024
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