Review: The Flesh and Blood Show (Mediabook)

Das Mediabook Cover C von "The Flesh and Blood Show" (© Wicked-Vision)

Das Mediabook Cover C von „The Flesh and Blood Show“ (© Wicked-Vision)

Inhalt: Eine Gruppe junger Schauspieler rund um die bereits erfolgreiche Julia Dawson (Jenny Hanley) möchte mit „The Flesh And Blood Show“ ein Stück einstudieren, mit dem sie quer durch England touren können. Für die Proben treffen sie sich in dem verfallenen Ortstheater eines abgelegenen Küstendorfs. Auf schmerzliche Weise müssen sie erfahren, dass sie nicht alleine in dem altehrwürdigen Gemäuer sind: Eine Kollegin wird enthauptet aufgefunden und ist wenige Momente später verschwunden. Während die Polizei ratlos wirkt, werden immer wieder Schauspieler attackiert. Steckt die Antwort hinter den mysteriösen Verbrechen in Ereignissen, die sich vor 30 Jahren im selben Theater abgespielt haben?

 

Kritik: In der Frühphase seiner Karriere arbeitete der britische B-Filmer Pete Walker hauptsächlich an Softcore-Erotik, die in Deutschland unter wunderbaren Titeln wie „Die Liebesmuschel“ oder „Der Porno-Graf von Schweden“ auf den Markt kam. Der 1972 erschienene „The Flesh and Blood Show“ (bzw. „Im Rampenlicht des Bösen“) wurde dann zu seinem ersten, nennenswerten Beitrag im Horror-Thriller-Bereich. Das Endergebnis ist ein unspektakulärer, aber deshalb nicht uninteressanter Vorläufer des Slasherkinos. Um dem Titel, seinem Publikum, aber auch den Ansprüchen der Zensoren (siehe Bonusmaterial) gerecht zu werden, spielt hier das „Fleisch“ eine deutlich größere Rolle als das „Blut“, wobei beides als Dauerthema im Film vertreten ist. Zwischen fast schon exzessivem Gebrauch von Nacktheit und einem nie besonders spannenden, dabei aber durchaus kurzweiligen „Whodunit“-Rätsel lässt „The Flesh and Blood Show“ Walkers Ansätze zu einfallsreichem Genrekino zumindest erahnen.

"Flesh and Blood" ist bei dem Film Programm (© 1972 Peter Walker [Heritage] Ltd. All Rights Reserved.)

„Flesh and Blood“ ist bei dem Film Programm (© 1972 Peter Walker [Heritage] Ltd. All Rights Reserved.)

Nachdem Pete Walker kurz vor diesem Projekt mit „Rosemaries Liebesreport in 3 Dimensionen“ eine komplette 3D-Produktion betreut hatte, wollte er auch hier seinen Teil zum (nicht erfolgreichen) 3D-Comeback beitragen. So kommt es zu einer zehnminütigen Rückblende in anaglyphem 3D, für die der Zuschauer dringend eine eigene 3D-Brille bereithalten sollte. Der Einsatz der Technik ist natürlich ziemlich beliebig, zeigt aber die Experimentierfreudigkeit des Regisseurs. Bei den Darstellern gab es wohl die oberste Prämisse, mit wenig Kleidung möglichst gut auszusehen. Diese Aufgabe wird zweifelsohne erfüllt, wobei erfahrenere Cast-Mitglieder wie Luan Peters und Jenny Hanley auch ansonsten durchaus überzeugen.

Natürlich wird hier – selbst innerhalb der Filmografie Walkers – kein bahnbrechendes Horrorkino geboten. Obwohl der Film auf der einen Seite etwas zu betulich und auf der anderen Seite wie eine Fingerübung wirkt, hat „The Flesh and Blood Show“ genug Charme, um auch nach 48 Jahren noch gefällige Unterhaltung zu liefern.

Das Theaterstück rückt schnell in den Hintergrund (© 1972 Peter Walker [Heritage] Ltd. All Rights Reserved.)

Das Theaterstück rückt schnell in den Hintergrund (© 1972 Peter Walker [Heritage] Ltd. All Rights Reserved.)

Der Film ist seit dem 05.08.2019 im Mediabook erhältlich.

3 von 5 Punkten

 

Bild: Der Transfer sieht absolut brauchbar aus. Schärfe und Detaildarstellung sind zufriedenstellend. Die Farben sind zwar nicht immer ideal, wirken aber recht natürlich. Eine Körnung im vertretbaren Bereich und kleinere Bildkratzer sowie vergleichbare Fehler passen zum Geschehen. Kontraste und Schwarzwert sorgen für keine groß erwähnenswerten Probleme.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Auf der Blu-ray liegt der deutsche und der englische Ton mit einer DTS-HD MA 2.0-Tonspur vor. Die Präsentation ist angenehm unspektakulär. So ist die Dialogwiedergabe in beiden Sprachfassungen absolut gelungen. Hintergrundgeräusche und Score wurden sauber abgemischt. Auf der DVD sind beide Tonfassungen in Dolby Digital 2.0 zu finden.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Ein 24-seitiges Booklet mit Filmbildern und einem Essay von Dr. Rolf Giesen in der Hülle sowie ein Audiokommentar mit Christopher Klaese, Matthias Künnecke und Dr. Gerd Naumann, ein Interview mit Pete Walker (12 Minuten), die 3D-Sequenz noch einmal separat (10 Minuten), eine Bildergalerie und Trailer liegen als Bonus bei. Eine 3D-Brille fehlt leider.

3 von 5 Punkten

Gesamt: 3 von 5 Punkten


Quelle: Wicked-Vision, YouTube

The Flesh & Blood Show - Im Rampenlicht des Bösen

Originaltitel:The Flesh & Blood Show
Regie:Pete Walker
Darsteller:Ray Brooks, Jenny Hanley, Luan Peters
Genre:Thriller, Horror
Produktionsland/-jahr:UK, 1972
Verleih:Wicked-Vision
Länge:96 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Wicked-Vision

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 03.10.2020
Review: The Flesh and Blood Show (Mediabook)

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