Review: Faking Bullshit (Kino)

Das Hauptplakat von "Faking Bullshit" (© 2020 Telepool)

Das Hauptplakat von „Faking Bullshit“ (© 2020 Telepool)

Inhalt: Kleinstadt-Polizist Deniz (Erkan Acar) verlebt mit seinen Kollegen Rocky (Adrian Topol), Netti (Sanne Schnapp) und Hagen (Alexander Hörbe) sowie Boss Rainer (Alexander von Glenck) ein eigentlich gemütliches Leben. In ihrem verschlafenen Nest existiert fast keine Kriminalität, wodurch der Erholungsfaktor in der Polizeistation sehr hoch steht. Das ändert sich, als die ehrgeizige Tina (Sina Tkotsch) eines Tages vor der Tür steht. Sie soll die Lage vor Ort bewerten und entscheiden, ob die Station geschlossen werden kann. Es muss also schnell ein Plan her. Kurzerhand wechseln Deniz und Kollegen die Seiten und sorgen für eine steigende Kriminalitätsrate, um die eigenen Jobs zu retten. Und dann kommt es plötzlich zu einem echten Fall.

 

Kritik: Die meisten Zuschauer dürften Alexander Schubert als Albrecht Humboldt aus der „Heute Show“ kennen. Vor runden drei Jahren konnte man ihn dann in dem skurrilen, unbedingt sehenswerten Genre-Geheimtipp „Schneeflöckchen“ erleben, in dem er als Drehbuchautor Ärger mit den eigenen Figuren bekam. Dieser Job scheint bei allen Beteiligten Eindruck hinterlassen zu haben, da Schubert nun mit dem größtenteils gleichen Team sein Debüt als (tatsächlicher) Drehbuchautor und Regisseur gefeiert hat. Basierend auf dem schwedischen Kultfilm „Kopps“ taucht „Faking Bullshit“ in die Welt von Polizisten ein, die um die eigene Daseinsberechtigung kämpfen. Dabei geht diese Neuauflage aber eigene Wege und spinnt das Konzept mit zeitgemäßem Ton und einem spaßigen Kunstraub-Plot weiter.

Kriminelle Genies bei der Arbeit (© 2020 Telepool)

Kriminelle Genies bei der Arbeit (© 2020 Telepool)

Es entwickelt sich größtenteils harmlose Comedy-Unterhaltung, die in rasanten und durchaus abwechslungsreichen 103 Minuten zwischen Geschlechterklischees, Helden-Fantasien und Kleinstadt-Mief eine erstaunlich hohe Gag-Trefferquote liefert. Obwohl – oder gerade weil – inhaltliche Glaubwürdigkeit nicht oberste Priorität hat, funktioniert „Faking Bullshit“ in seinem bewusst kleinen Universum. Ein Garant dafür sind die gut aufgelegten Darsteller. Herzstück ist der vielseitige Erkan Acar, der hier mit schluffigem Charme den Ton des Geschehens angibt. Gerade seine Zankereien mit der wunderbar verkniffenen Sina Tkotsch sind ein sicherer Unterhaltungslieferant. Auch der Kollegenkreis Adrian Topol, Sanne Schnapp, Alexander Hörbe und Alexander von Glenck trägt einen gewichtigen Teil zu der schrulligen Geschichte bei. Als Nebendarsteller ragt (wie so oft) Bjarne Mädel heraus, der als eigenartiger Obdachloser von den Dorf-Polizisten eingespannt wird. In weiteren Parts geben sich weitere „Schneeflöckchen“-Veteranen wie Xenia Assenza und Reza Brojerdi die Klinke in die Hand.

Auch wenn „Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt!“ ein bisschen mehr Biss und Schärfe vertragen hätte, ist Alexander Schuberts Erstlingswerk hinter der Kamera eine aufrichtig witzige Krimi-Komödie, die auch ohne große Nährwerte empfohlen werden kann.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Telepool, LeinwandreporterTV, YouTube

Faking Bullshit - Krimineller als die Polizei erlaubt!

Originaltitel:Faking Bullshit - Krimineller als die Polizei erlaubt!
Regie:Alexander Schubert
Sprecher:Erkan Acar, Sina Tkotsch, Adrian Topol
Genre:Komödie, Krimi
Produktionsland/-jahr:Deutschland, 2020
Verleih:Telepool
Länge:103 Minuten
FSK:ab 12 Jahren
Kinostart:10.09.2020

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Telepool

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 07.09.2020
Review: Faking Bullshit (Kino)

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