Review: Lord Of Illusions (Mediabook)

Das Mediabook-Artwork von "Lord Of Illusions" (© Capelight Pictures)

Das Mediabook-Artwork von “Lord Of Illusions” (© Capelight Pictures)

Inhalt: Vor 13 Jahren hatten Philip Swann (Kevin J. O’Connor, „The Master“) und andere ehemalige Sektenmitglieder ein junges Mädchen aus den Fängen ihres übersinnlich begabten Ex-Oberhaupts Nix (Daniel von Bargen) befreit und diesen dabei scheinbar getötet. Zur heutigen Zeit kommt der Privatermittler Harry D’Amour (Scott Bakula, „Basmati Blues – Liebe im Reisfeld“), der eigentlich nur einen Versicherungsbetrug aufklären will, mit den Ereignissen in Berührung. Kurz darauf wird er von Swanns Ehefrau Dorothea (Famke Janssen, „Once Upon a Time In Venice“) engagiert, um ihren Mann zu beschützen. Swann, der inzwischen ein weltberühmter Zauberkünstler ist, erleidet nur wenig später einen bizarren Unfall auf der Bühne. Während Harry ermittelt, taucht er immer tiefer in eine mysteriöse Welt ein, in der Tod und Wiedergeburt zur Tagesordnung gehören.

Kritik: Seit über 30 Jahren ist der englische Roman-Autor Clive Barker eine feste Institution im Bereich des Fantasy-Horrors. Auch als Regisseur durfte er ein paar Mal in Erscheinung treten. So war „Lord Of Illusions“ 1995 sein dritter (und bis heute letzter) Langfilm nach „Hellraiser – Das Tor zu Hölle“ (1987) und „Cabal – Die Brut der Nacht“ (1990), den er auf die Leinwand bringen durfte. Herausgekommen ist eine keinesfalls perfekte, aber dennoch überzeugende Mischung von Gothic-Horror und Detektiv-Geschichte. Trotz eines manchmal etwas sprunghaften Plots und der eher hölzern anmutenden Dialoge wirkt der Film ziemlich rund, was vor allem der atmosphärischen Inszenierung und dem schicken Grusel-Look zugeordnet werden kann. Natürlich wirken die Computereffekte der Zeit – vor allem mit dem HD-Upgrade – im Jahr 2018 eher albern.

Harry bekommt es mit dem Übernatürlichen zu tun (© Capelight Pictures)

Harry bekommt es mit dem Übernatürlichen zu tun (© Capelight Pictures)

Im Gegenzug sind die handgemachten Effekte, die zahlreich und ziemlich blutig vorhanden sind, auf sehr gutem Niveau. Mit morbider Kreativität entwickelt Barker hier ein paar ziemlich starke Momente. Ansonsten kann er sich auf die Qualitäten von Scott Bakula verlassen, der hier als kompromissloser und schlagfertiger Ermittler das Geschehen zusammenhält. An seiner Seite ist die junge Famke Janssen zu sehen, die noch im gleichen Jahr als Bond-Girl in „GoldenEye“ ihren großen Durchbruch erleben sollte. Hier deutet sie als mysteriös-verführerische Dorothea schon an, dass sie eine durchaus patente Schauspielerin ist. Auch Kevin J. O’Connor zeigt als undurchsichtiger Zauberer Swann einen gelungenen Auftritt.

Selbst wenn der Film kein wirklich großer Wurf ist, liefert Clive Barker mit „Lord Of Illusions“ seinem (hartgesottenen) Publikum zwei Stunden durchaus spannendes und kurzweiliges Horrorkino, das vor allem dank Scott Bakula und den starken, praktischen Effekten sehenswert ist.

Wie ist Dorothea in die Situation verstrickt? (© Capelight Pictures)

Wie ist Dorothea in die Situation verstrickt? (© Capelight Pictures)

Der Film ist ab dem 23.11.2018 im Mediabook, auf DVD und Blu-ray erhältlich.

3,5 von 5 Punkten

 

Bild: Optisch ist der Transfer wirklich gut. Selbst wenn das Bild manchmal ein wenig weich wirkt, sind Schärfe und Detaildarstellung immer mindestens ordentlich. Kontraste und Schwarzwert hätten gelegentlich etwas kräftiger sein dürfen. Auch wenn gerne gelbe und braune Farbtöne vorherrschen, wirkt die Palette des Films ziemlich natürlich. Ein paar leichte Verschmutzungen fallen doch noch ins Gewicht. Eine passend wirkende, nie zu starke Körnung ergänzt den guten Eindruck.

4 von 5 Punkten

Ton: Auf der Blu-ray sind ein deutscher und ein englischer DTS-HD MA 5.1-Ton zu finden. Die DVD enthält eine deutsche und eine englische Dolby Digital 5.1-Spur. Es wird eine saubere Vertonung gewährleistet, die sich aber nur selten auf den äußeren Boxen abspielt. Die Dialogwiedergabe ist dafür immer problemlos. Der stimmungsvolle Score und ein paar kleine Effekte sorgen dann doch für gelegentliche Räumlichkeit.

3,5 von 5 Punkten

Extras: Das glatte, schimmernde Cover ist sicherlich nicht ganz unpassend, dürfte aber sehr in die Kategorie „Geschmackssache“ fallen. Das 24-Seiten-Booklet enthält Texte von Daniel Wagner. Auf den Discs sind ein Audiokommentar von Clive Barker, ein sehr ausführliches Making of (62 Minuten), ein „Hinter den Kulissen“-Featurette (18 Minuten), ein paar entfernte Szenen mit alternativem Kommentar von Barker (3 Minuten), ein Interview mit dem Storyboard-Artist Martin Mercer (11 Minuten), eine Tonspur mit der isolierten Filmmusik, eine Bildergalerie und ein paar Trailer als Bonusmaterial zu finden.

4 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle: TrailerTracker, YouTube

Lord Of Illusions

Originaltitel:Lord Of Illusions
Regie:Clive Barker
Darsteller:Scott Bakula, Famke Janssen, Kevin J. O'Connor
Genre:Horror, Fantasy
Produktionsland/-jahr:USA, 1995
Verleih:Capelight Pictures
Länge:121 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Capelight Pictures

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 27.11.2018
Review: Lord Of Illusions (Mediabook)

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