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Review: Bad Moms (Kino)

Das Kino-Plakat von “Bad Moms” (© Tobis Film)

Inhalt: Da sie schon mit 20 Mutter geworden ist, konnte Amy (Mila Kunis, „The Angriest Man in Brooklyn“) ihre Jugend nie richtig ausleben. Während ihr Mann Mike (David Walton) eher so etwas wie ihr drittes Kind ist, muss sie das Leben von Tochter Jane (Oona Laurence, „Elliot, der Drache“) und Sohn Dylan (Emjay Anthony) ebenso managen, wie ihren Job in einem Start Up-Unternehmen. Daneben wird ihr noch jede freie Sekunde von Gwendolyn (Christina Applegate), der herrischen Vorsitzenden des Elternrats, abspenstig gemacht. Als sie dann auch noch von Mike hintergangen wird, platzt ihr der Kragen. Mike wird kurzerhand vor die Tür gesetzt und gemeinsam mit der alleinerziehenden Carla (Kathryn Hahn, „Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück“) und der biederen Kiki (Kristen Bell, „Veronica Mars“) entschließt sie sich, etwas „Ich-Zeit“ in den hektischen Alltag einzubauen. Flirts, Party und Alkohol machen dann doch deutlich mehr Vergnügen als der Kuchenbasar des Elternrats. Doch Gwendolyn will mit Nachdruck dafür sorgen, dass sich die Mütter wieder voll auf ihren Dienst an der Schule konzentrieren. Als Jane durch eine Intrige Gwendolyns in Schwierigkeiten gerät, zieht Amy in den Krieg.

 

Kritik: Obwohl sich auf dem Papier alles nach einem Werk von Judd Apatow anhört und er auch tatsächlich zunächst der Favorit auf den Regie-Posten in diesem Film war, wurde dieses Werk am Ende doch vom „Hangover“-Duo Jon Lucas und Scott Moore inszeniert. Schon nach dem Trailer waren gewisse Ähnlichkeiten zum ähnlich derben „Sisters“ unverkennbar gewesen. Eigentlich erwachsene Frauen wollen noch einmal Dampf ablassen und rechnen zeitgleich mit einer alten Erzfeindin ab. Doch während sich der Tina Fey-Film allzu sehr der Geschwätzigkeit hingab, ist „Bad Moms“ etwas stringenter und gönnt sich noch ein paar sozialkritische Seitenhiebe auf Helikopter-Eltern und antiautoritäre Erziehung. Wenig verwunderlich befindet sich ein guter Teil des Humors in diesem Film südlich der Gürtellinie, was aber zu verkraften ist, wenn die Trefferquote so ordentlich wie hier ausfällt. Es kommt schon vor, dass die Glaubwürdigkeit etwas auf der Strecke bleibt. So dürfte es schwer vorstellbar sein, dass eine Frau mit dem Aussehen von Mila Kunis – selbst wenn sie sich ungeschickt anstellt – in einer Disko bei allen Männern abblitzt.

Die Mütter gehen Party machen (© Tobis Film)

Obwohl das Skript vor allem in der zweiten Hälfte einen sehr konventionellen Weg einschlägt, zahlt es sich aus, drei komödiantisch begabte Hauptdarstellerinnen zu haben. Ex-Sitcom-Star Mila Kunis darf als junge Mutter, die ihre kompletten 20er-Jahre nicht mehr feiern konnte, wirklich Gas geben. Ob gestresst, tollpatschig oder abgebrüht hat Kunis sichtbaren Spaß an der Rolle, den sie auch auf die Leinwand transportiert. Auch Kristen Bell als biederes Hausmütterchen, das erst langsam ihre sonderbaren Wünsche offenbart, ist wirklich amüsant. Der wahrscheinlich beste Part in diesem Film gehört aber ganz klar Kathryn Hahn. Schnodderig, unverschämt und mit dem Herz auf der Zunge sorgt sie für die meisten Lacher. Auch Christina Applegate spielt als selbstverliebte, gnadenlose Übermutter Gwendolyn eine amüsante Rolle. Jada Pinkett Smith, Jay Hernandez („Suicide Squad“) und andere prominente Nebendarsteller bekommen deutlich weniger Raum.

„Bad Moms“ gefällt als rabiater Klamauk mit gut aufgelegten Darstellerinnen und überraschenden sozialen Untertönen. Auch wenn die Grundgeschichte recht dünn und vorhersehbar bleibt, haben die „Hangover“-Autoren wieder einmal absolut brauchbare Comedy abgeliefert.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Tobis Film, Leinwandreporter TV, YouTube

Bad Moms

Originaltitel:Bad Moms
Regie:Jon Lucas, Scott Moore
Darsteller:Mila Kunis, Kristen Bell, Christina Applegate, Kathryn Hahn
Genre:Komödie
Produktionsland/-jahr:USA, 2016
Verleih:Tobis Film
Länge: 100 MinutenFSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 22.09.2016
Facebook-PageBad Moms

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 22.09.2016
Review: Bad Moms (Kino)

Thomas

"Alle bleiben cool! DU - bleib cool!" (Seth Gecko,"From dusk till dawn")

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