Beim Yoga gibt es tierische Unterstützung (© Black Bear, 2026)
Das Plakat von “Spa Weekend” (© DCM, 2026)
Inhalt: Seit ihrer Kindheit sind Jane (Leslie Mann, „Jungfrau (40), männlich, sucht…“), Mel (Isla Fisher, „Die Unfassbaren – Now You See Me“), Coco (Michelle Buteau) und Sophie (Anna Faris, „Der Diktator“) eine Clique. In ihren Vierzigern sorgen Job und Familie bei allen dafür, dass die Zeit knapp ist. Anlässlich von Janes Geburtstag möchten Coco und Sophie mit ihr ein Wochenende in einem Luxus-Spa verbringen. Die aufgedrehte Mel wollen die Freundinnen bei den Tagen der reinen Selbstfür sorge eigentlich nicht dabei haben. Doch vor Ort wartet neben moderner Architektur und hübschen Yoga-Lehrern (Adam Demos) noch eine Überraschung: Mel. Da sich die unerwünschte Begleitung wie erwartet nicht zurückhalten kann, sich in Privatangelegenheiten der anderen Frauen einmischt und auch die Belegschaft des Spas herausfordert, ist es mit der Ruhe bald vorbei.
Kritik: Vor einigen Jahren hat das Regie-Duo Jon Lucas und Scott Moore mit „Bad Moms“ einen unerwarteten Hit gelandet. Der überdreht-witzige Spaß über drei Freundinnen in den Dreißigern, die auch als junge Mütter noch einmal auf den Putz hauen wollen, klingt schon auf dem Papier wie die ideale Vorarbeit für diese Komödie. Der Grundton des Films wird die wenigsten überraschen: In der Tradition von „Bridesmaids“, „Hangover“ und Co ist der Film bunt, schrill und biegt gerne einmal südlich der Gürtellinie ab. Gerade in seiner Anfangsphase tendiert „Spa Weekend“ in eine etwas nervige Richtung.
Sobald die Figuren zusammengewachsen sind und die Geschichte ihnen auch Charaktereigenschaften zusteht, die über Klischees hinausgehen, ist das Gezeigte durchaus charmant und unterhaltsam. Leider bleibt der Humor ein konstantes Problem. Die Gags sind nicht nur meistens flach, sondern auch arg vorhersehbar. Deshalb ist es trotz erwähnenswerter positiver Eigenschaften viel zu selten der Fall, dass man sich als Zuschauer bei einem Schmunzler – geschweige denn wirklichen Lacher – erwischt.
Beim Yoga gibt es tierische Unterstützung (© Black Bear, 2026)
Das ist ärgerlich, da die Hauptdarstellerinnen schon mehrfach ihr komödiantisches Talent nachgewiesen haben. Gerade in den artverwandten Filmen ihres Ehemanns Judd Apatow hat Leslie Mann schon extrem lustige Auftritte geliefert. Hier ist sie eine wenig selbstbewusste, mit ihrem Job verheiratete Anwältin, die zu einem Urlaubsflirt (Adam Demos) kommt. Sie ist deutlich das Zentrum des Films, wirkt in der Rolle sehr sympathisch, bekommt aber nahezu kein witziges Material spendiert. Das gilt auf ähnlichem Level für Michelle Buteau, die als aggressive Coco ohnehin keinen allzu angenehmen Part spendiert bekommt. Anna Faris als treudoofe Sophie punktet mit ein paar schönen Szenen. Isla Fishers Mel – sozusagen eine weibliche Entsprechung zu Alan (Zach Galfianakis) aus „Hangover“ – ist der extremste Charakter und gleichzeitig Garant für die witzigsten und unerträglichsten Momente im Film.
Am Ende ist „Spa Weekend“ eines dieser Werke, die man sich an einem müden Sonntag-Nachmittag gerne ansieht. Sicherlich geht dem Film ein bisschen der treffende Humor ab und die Handlung ist bis auf die letzte Nachkommastelle vorhersehbar. Dennoch reichen Charme und Qualität der Schauspielerinnen für 97 einigermaßen kurzweilige Minuten „raunchy“ Comedy.
2,5 von 5 Punkten
Quelle: DCM, YouTube
| Originaltitel: | Spa Weekend |
| Regie: | Jon Lucas, Scott Moore |
| Darsteller: | Leslie Mann, Isla Fisher, Michelle Buteau, Anna Faris |
| Genre: | Komödie |
| Produktionsland/-jahr: | USA, 2026 |
| Verleih: | DCM |
| Länge: | 97 Minuten |
| FSK: | ab 12 Jahren |
| Kinostart: | 24.09.2026 |
Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von DCM
Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 23.09.2026
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