Die Härten des Klempner-Lebens (© Lighthouse, 2026)
Das Artwork von “Scared Shitless” (© Lighthouse, 2026)
Inhalt: Sonny (Daniel Doheny) leidet seit dem Tod seiner Mutter unter einer massiven Keim-Phobie. Sein resoluter Vater Don (Steven Ogg, „Solis“) möchte ihn konfrontativ therapieren und schleppt ihn mit zu seinem Job als Klempner. Bei der ersten Aufgabe des Abends sollen sie in einem Apartment-Komplex eigentlich nur eine verstopfte Toilette reparieren, als sie bemerken, dass etwas sehr Lebendiges in den Rohren des Hauses unterwegs ist. Wie sich herausstellt, hat der Wissenschaftler Robert (Mark McKinney, „Superstore“) ein monströses Forschungsprojekt mit nach Hause genommen. Das ist ausgebüchst und fängt jetzt an, die Bewohner des Gebäudes zu verspeisen. Don möchte seinem Sohn eine Lektion erteilen: Ein guter Klempner geht erst nach Hause, wenn die Rohre der Kundschaft frei sind. So beginnt die Jagd auf das bissige Wesen.
Kritik: Toiletten-Humor ist simpel, effektiv und oft ziemlich eklig. Das scheint den kanadischen Filmemacher Vivieno Caldinelli angespornt zu haben, genau das als Monsterfilm auf die Leinwand zu bringen. So ist „Scared Shitless“ zum Leben erwacht. In knackigen 75 Minuten bekommen die Zuschauer hier Unterhaltung serviert, die genau die Art von kurzweiligem Quatsch ist, die man bei der Handlung erwarten würde. Es ist nicht so, dass der Film die Regeln des kreativen Humors neu aufstellt. Hier wird gelegentlich ein Renter-Pärchen bei unangenehmen SM-Rollenspiel vom Toiletten-Monster überrascht oder abgetrennte Genitalien und magenschonende Drinks zweckentfremdet. Die Effekte und die Kreatur sind handgemacht und sympathisch, hätten aber noch ein bisschen radikaler ausfallen dürfen.
Die Härten des Klempner-Lebens (© Lighthouse, 2026)
Bei „Scared Shitless“ weiß spürbar jede beteiligte Person, was für eine Art von Film hier gedreht wird, wodurch das Gezeigte auch in seinen vulgären Momenten erträglich bleibt. Den einzigen wirklichen Kritikpunkt, den die Macher sich gefallen lassen müssen, ist die Figurengestaltung. Die absurde Prämisse hätte vermutlich weit mehr gezündet, wenn die Charaktere als Kontrast weniger überzeichnet gewesen wären. Trotzdem sorgt schon allein Steven Ogg als Macho-Klempner Don mit Charisma und Augenzwinkern hier für Unterhaltungswert. Daniel Doheny bleibt da der eher blasse Sidekick.
Es ist wahrscheinlich schon anerkennenswert, dass man aus 75 Minuten monströsen Toilettenwitzen einen ansehbaren B-Film machen kann. Das ist Vivieno Caldinelli auf jeden Fall gelungen. Dennoch fehlt „Scared Shitless“ die letzte Treffsicherheit, um den Film zum skurrilen Party-Hit zu machen.
2,5 von 5 Punkten
Der Film ist ab dem 16.10.2026 als limitiertes Mediabook, auf DVD und Blu-ray sowie bereits seit dem 01.10.2026 digital erhältlich.
Scared Shitless bei unseren Partnern von JPC
Quelle: KinoCheck, YouTube
| Originaltitel: | Scared Shitless |
| Regie: | Vivieno Caldinelli |
| Darsteller: | Steven Ogg, Mark McKinney, Daniel Doheny |
| Genre: | Horror, Komödie |
| Produktionsland/-jahr: | Kanada, 2024 |
| Verleih: | Lighthouse Home Entertainment |
| Länge: | 75 Minuten |
| FSK: | ab 16 Jahren |
Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Lighthouse Home Entertainment
Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 05.10.2026
Review: Scared Shitless
Inhalt: Der blutrünstige Gangsterboss Manny (Carlos Bardem, „Assassin’s Creed“) hat sich von der mächtigen Organisation…
Inhalt: Nach dem Tod seiner Frau möchte der ehemalige Drogenermittler Phil Broker (Jason Statham, „Redemption“)…
Inhalt: Die lebenslustige Patrizia Reggiani (Lady Gaga, „A Star Is Born“) kommt aus eher einfachen…
Inhalt: Wenn offizielle Wege geschlossen sind, die Regierung aber dringend handfeste Lösungen eines Problems sucht,…
Inhalt: Die alleinerziehende Mutter Karen (Aubrey Plaza, „Ingrid Goes West“) kümmert sich hingebungsvoll um ihren…
Inhalt: Der Filmemacher Jimmy (Joe Begos) klagt seinem Kumpel Stiggs (Matt Mercer) sein Leid: Er…