Interview-Special zu „Frantz“ von François Ozon

Das Kino-Plakat von "Frantz" (© X-Verleih)

Das Kino-Plakat von „Frantz“ (© X-Verleih)

Heute startet das Kriegsdrama „Frantz“ aus dem X-Verleih in die deutschen Kinos. Der französische Star-Regisseur François Ozon erzählt dabei in kunstvollen Schwarz-Weiß-Bildern die tragische Geschichte von der jungen, deutschen Witwe Anna (Paula Beer) und dem französischen Kriegsveteran Adrien (Pierre Niney).

Wenn ihr schon einmal genauer wissen wollt, was euch erwartet, kommt ihr hier zu unserer Besprechung

Um den Film entsprechend vorzustellen, war François Ozon in Berlin, hat den Film dem Publikum präsentiert und sich außerdem die Zeit genommen, mit Vertretern der Presse zu sprechen. Selbst diejenigen, die nicht vor Ort waren (wie ich), konnten im Rahmen eines besonderen Gruppen-Interviews je eine Frage an den preisgekrönten Filmemacher stellen. Hier gibt es jetzt den Teil des Gesprächs, der auf uns entfallen ist.

Leinwandreporter: Damit der Film funktioniert, musste eine ideale Wahl für die anspruchsvolle Rolle der Anna getroffen werden. Wann war Ihnen klar, dass Paula Beer – trotz ihres jungen Alters – die optimale Besetzung für diese komplexe Figur ist?

François Ozon: Ich wusste natürlich nicht vorher, dass sie so großartig sein würde! Als ich das Casting mit Simone Bär gemacht habe und sie mich gefragt hat, „was für eine Schauspielerin suchst du?“, meinte ich „naja, ich möchte eigentlich Romy Schneider wie sie in SISSI war!“. Ich hatte so ein gewisses Klischée im Kopf und wusste ja bereits, dass Pierre Niney die Hauptrolle spielen würde und der ist ja eher brünett. Deswegen wollte ich als Gegenstück dazu eher eine blonde Deutsche. Als ich Paula sah, dachte ich „hm, schade, dass sie nicht blond ist …“, aber ich merkte natürlich sofort, wie gut sie ist. Es war mir dann auch relativ klar bei den Probeaufnahmen, die ich mit ihr und Pierre gemacht habe, dass sie die Rolle bekommen würde und dann war die erste Idee, dass sie sich die Haare blond färbt. Das hat sie auch getan, aber irgendwie hat mir das dann doch nicht gefallen  und dann habe ich gesagt  „nein, also mit braunen Haaren ist sie doch besser.“. Wie gesagt, man weiß natürlich nie, wie gut jemand ist, erst in dem Moment, wo man länger mit jemandem arbeitet. Und bei Paula ist mir das erst während der Arbeit klar geworden und dann natürlich während des Schnitts, weil das wirklich eine sehr komplizierte Rolle ist.

Wenn ihr wissen wollt, wie das Interview weitergeht, könnt ihr das bei folgenden Kollegen tun:

Film-Freak.net

Kino7.de

myofb.de


Quelle: X-Verleih, YouTube

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 29.09.2016
Interview-Special zu „Frantz“ von François Ozon

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