Review: Storm Hunters (Kino)

Das Plakat von "Storm Hunters" (Quelle: Warner Bros)

Das Plakat von „Storm Hunters“ (Quelle: Warner Bros)

Der Dokumentarfilmer Pete Moore (Matt Walsh, „Hangover“), die Meteorologin Allison Stone (Sarah Wayne Callies, „The Walking Dead“) und die Kameramänner Lucas (Lee Whittaker), Daryl (Arlen Escarpeta) und Jacob (Jeremy Sumpter) verdienen ihr Geld damit, Hurrikans und Tornados aus nächster Nähe zu filmen. Die Voraussagen bringen die Gruppe dazu, nach Silverton zu fahren, um dort auf einen aufziehenden Sturm zu warten. Der alleinerziehende Vater Gary (Richard Armitrage) und Vize-Direktor der örtlichen Schule, will eigentlich nur die Abschlussfeier leiten, als die Unwetter ausbrechen. Sein Sohn Trey (Nathan Kress) hatte die Feier gefilmt, während sich dessen Bruder Donnie (Max Deacon) mitsamt Schwarm Kaitlyn (Alycia Debnam-Carey) vorzeitig verabschiedet hatten. Nach dem Ende des ersten Tornados machen sich Gary und Trey auf die Suche nach Donnie. Dabei treffen sie auf die Sturmjäger, die ihnen ihre Unterstützung anbieten. Noch ahnen sie nicht, dass erst ein Bruchteil des Chaos überstanden ist.

Der ordentliche fünfte Teil aus dem „Final Destination“ -Franchise war das Langfilmdebüt von Steven Quale. Bei seiner zweiten Arbeit bekam er gleich ein Budget 50 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt, um diesen Katastrophenfilm zu realisieren. Herausgekommen ist ein unterhaltsamer Hochglanz-Trashfilm, der zwar nicht viel Inhalte mitbringt, diese aber auch nicht benötigt. Nach einem etwas lauen Intro genügt allein schon der stark in Szene gesetzte Sturm, um für Spannung zu sorgen. Hier lässt der Mix von hochwertigem CGI, gut inszenierten Stunts und starkem Sound wirklich keinen Grund, technisch etwas an „Storm Hunters“ auszusetzen. Auch die teilweise verwendeten Found Footage-Elemente stehen dem Film nicht schlecht. So kommen der Horror des Sturms und vor allem auch die guten Effekte besser zur Geltung.

Armitrage und Co gehen im spektakulären Wirbel unter

Die Journalisten kommen zu den Bildern ihres Lebens - für einen hohen Preis (Quelle: Warner Bros)

Die Journalisten kommen zu den Bildern ihres Lebens – für einen hohen Preis (Quelle: Warner Bros)

Dadurch setzt sich der Film dann doch von inhaltlich durchaus vergleichbaren Low Budget-Werken (wie auch dem amüsanten „Sharknado“) ab und erreicht durchaus brauchbares Niveau. Auf der anderen Seite bleibt natürlich ein Drehbuch, welches locker auf einen Bierdeckel gepasst hätte und Charaktere, die nicht mehr als bloße Statisten neben dem Sturm wirken. Der britische „Der Hobbit“-Star Richard Armitrage ist sicherlich der klangvollste Name in diesem eher unbekannten Cast. Als Familienvater in Nöten bleibt er aber so eindimensional und regungslos, das der Zuschauer an seinem Renommee gewaltig zweifeln kann. Als weibliche Hauptdarstellerin steht ihm Sarah Wayne Callies zur Seite, die aber auch in keinster Weise etwas zu zeigen hat. Einige andere Figuren, wie zwei selbsternannte Abenteurer und YouTube-Stars, sind ansonsten wirklich nur in C-Movies zu sehen. Im Gegenzug sieht man immer wieder diese wunderbaren Zerstörungsorgien, die sich auch hinter Roland Emmerich und vergleichbaren Filmemachern nicht verstecken müssen.

So muss am Ende unterschieden werden: Sicherlich ist „Storm Hunters“ an sich kein guter Film, da inhaltlich, schauspielerisch und betreffend der Dialoge das Wort Niveau nicht einmal in den Mund genommen werden darf. Steven Quale ist aber im Gegensatz zu einem Michael Bay mit seiner fast drei Stunden andauernden, seelenlosen Materialschlacht „Transformers 4“ vollkommen in der Lage, seinen Film einzuordnen, wo er hingehört. So bekommen die Zuschauer vollkommen genügende, äußerst spannende und vergnügliche 89 Minuten geboten. Auch dank der tollen Schauwerte kann man Quales Film als das passende 2014er-Kinoerlebnis zum kühlen Bier bezeichnen.

3 von 5 Punkten


Quelle: Warner Bros Pictures, LeinwandreporterTV, YouTube

Storm Hunters

Originaltitel:Into the Storm
Regie:Steven Quale
Darsteller:Richard Armitrage, Sarah Wayne Callies, Matt Walsh
Genre:Katastrophenfilm
Produktionsland/-jahr:USA, 2014
Verleih:Warner Bros.Pictures
Länge:89 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Offizielle Facebook-Page zum Film:Der Internetauftritt von "Storm Hunters"

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 19.08.2014
Review: Storm Hunters (Kino)

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