Review: Sherlock Holmes – Spiel im Schatten (Kino)

Sherlock Holmes – Spiel im Schatten (Quelle: Warner Bros.)

Inhalt: London 1891: Bombenanschläge in Großbritannien, Spannungen zwischen England und Frankreich, Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) ist sich sicher: Hinter alledem kann nur sein Erzfeind, Professor James Moriarty (Jared Harris), stecken. Der diabolische Bösewicht hat einen Plan, der den Lauf der Geschichte für immer verändern könnte. Bei der Jagd auf Moriarty bekommt Holmes erneut Unterstützung von seinem treuen Freund Dr. Watson (Jude Law). Der muss sich aber nebenher auch noch um seine zukünftige Frau Mary Morstan (Kelly Reilly) kümmern. Als Holmes und sein Bruder Mycroft (Stephen Fry) den Junggesellenabschied von Watson feiern, treffen Sie auf die geheimnisvolle Wahrsagerin Sim (Noomi Rapace), die mehr über Moriartys Pläne weiß, als sie zugibt. Nach einem durch Holmes vereitelten Anschlagsversuch auf Sim, ist sie bereit ihm und Watson bei der Jagd auf Moriarty zu helfen. Die Reise führt sie durch halb Europa, wobei es scheint, als sei Holmes’ Erzfeind ihnen immer einen Schritt voraus.

Kritik: Nach dem überaus erfolgreichen ersten Teil war es nur eine Frage der Zeit bis eine Fortsetzung kommen musste. Guy Ritchies zweiter Detektivstreich „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ baut auf altbewährten Zutaten seines Vorgängers: beeindruckende Schauplätze, amüsante Wortgefechte zwischen den beiden Hauptdarstellern und großartig inszenierte Kämpfe. Die von Guy Ritchie schon im ersten Teil gerne genutzte Zeitlupe findet im neuen Teil ihren bisherigen Höhepunkt in einer Szene, in der Holmes und Co. unter Beschuss von Gewehrkugeln und Artilleriegeschossen durch einen Wald fliehen.

Besonders spannend ist der Holmes ebenbürtige Bösewicht Moriarty, verkörpert von Jared Harris („Mad Men“). Harris gibt dem Superschurken eine distanzierte und unberechenbare Note, die Holmes zu schaffen macht. Insbesondere die Einzelszenen mit Holmes und Moriarty knistern geradezu vor Spannung.
Die größte Stärke des neuen Teils, ist und bleibt aber das Hauptdarsteller-Duo. Robert Downey Jr. („Stichtag“) spielt den überragenden Meisterdetektiv so aufgedreht und ausgelassen, dass der Zuschauer sich manchmal fragt, ob für ihn das Retten der Welt nur ein Spiel ist. Jude Law („Hugo Cabret“) hingegen spielt seinen Dr. Watson mit britisch-ironischem Understatement, welches ihn nur selten dazu verleitet aus der Haut zu fahren.
Neben den beiden Hauptakteuren brilliert der britische Komiker Stephen Fry („Alice im Wunderland“) als Holmes’ Bruder Mycroft, der in seinen wenigen Szenen immer wieder für Lacher sorgt.

Die größte Schwäche des Films ist, dass das weibliche Geschlecht quasi nicht existent ist. Rachel McAdams („Midnight in Paris“) als Irene Adler und Kelly Reilly („Eden Lake“) als Mary Morstan, die beide bereits im ersten Teil dabei waren, werden relativ schnell aus der Story entfernt. Noomi Rapace („Lisbeth Salander aus der Millenium – Trilogie“) macht ihre Sache zwar routiniert, aber ihre Rolle als Wahrsagerin Sim gibt einfach zu wenig her.

Fazit: Sherlock Holmes: Spiel im Schatten ist eine überzeugende Fortsetzung der Geschichte um den Meisterdetektiv und schafft es, von der ersten bis zur letzten Minute gut zu unterhalten.

4 von 5 Punkten

Hier geht es zur offiziellen Homepage von “Sherlock Holmes: Spiel im Schatten”

Quelle: Warner Bros., Youtube

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