Review: Freerunner (Cut-Version)

Freerunner

Freerunner (Bildquelle: Sunfilm Entertainment)

Inhalt: Ryan Carter (Sean Faris, „The Vampire Diaries“) ist Freerunner. Er nimmt regelmäßig an harten Parkour-Rennen teil, um mit seiner Freundin Chelsea (Rebecca da Costa) und seinem Großvater (Seymour Cassel, „Ein unmoralisches Angebot“) aus der Metro City wegziehen zu können. Während seines letzten Rennens werden er und seine Mitstreiter vom kriminellen Veranstalter Reese (Tamer Hassan, „Kampf der Titanen“) entführt und in eine Lagerhalle verschleppt, wo ihnen Sprengstoffhalsbänder angelegt werden. Über eine Leinwand kriegen sie vom mysteriösen Mr. Frank (Danny Dyer, Steve aus Severance – Ein blutiger Betriebsausflug“) erklärt, dass sie ein weiteres Rennen mit einem gewaltigen Einsatz laufen sollen: Nur wer schnell ist, überlebt. Ryan läuft um sein Leben.

Kritik: Lawrence Silverstein feierte mit diesem Actionfilm sein Regiedebüt und versuchte dabei, mit kleinen Mitteln eine Mischung aus „Gamer“ mit Gerald Butler und Michael C. Hall sowie dem französischen Parkour-Film „Street Gangs“ zu inszenieren. Herausgekommen ist ein knalliger Trash-Film in MTV-Optik. Nach einer relativ belanglos-langweiligen ersten halben Stunde nimmt der Film Fahrt auf und schafft es, dabei einen skurrilen Charme zu versprühen. Die Parkour-Action, bei der die Kandidaten von Haus zu Haus springen über Autos rollen, Saltos schlagen und auch sonst auf jede erdenkliche Art die Gesetze der Schwerkraft missachten, erreicht zwar nicht ganz das Niveau von „Street Gangs“, wartet aber trotzdem mit hohen Schauwerten auf.

Die herrlich albernen Dialoge sorgen außerdem für hohen Unterhaltungswert. Im Hauptteil des Films fällt daher auch die Abwesenheit eines Drehbuchs nicht wirklich ins Gewicht. Leider nerven die sehr hektischen Schnitte und die zu häufig eingesetzte Wackelkamera beim Anschauen. Ein weiteres großes Minus der geschnittenen Version dieses Films ist die Art, wie sichtbar die angesetzten Schnitte angebracht wurden, da erkennbare Lücken im Ablauf des Films entstehen.

Ein sportlicher Hauptdarsteller, ein aufgedrehter Danny Dyer und ein Paula Patton-Klon

Hauptdarsteller Sean Faris kann in den Action-Szenen überzeugen. Er ist sehr agil und bietet gute Stunts. Um einen Film zu tragen eignet er sich trotzdem nicht, da es ihm an Ausstrahlung mangelt und er in seiner Mimik sehr eingeschränkt wirkt. Rebecca da Costa, die seine Freundin Chelsea spielt, wirkt sehr viel überzeugender und würde optisch ohne Probleme als Schwester von Paula Patton („Mission:Impossible – Phantom Protokoll“) akzeptiert werden. Schauspielerischer Höhepunkt des Films ist definitiv Danny Dyer als skrupelloser, sadistischer Mr. Frank. Der auf schwarze Komödien und Gangsterfilme spezialisierte Londoner genießt es spürbar, seine Rolle maßlos zu überziehen. Wie er mit dicker Zigarre im Mundwinkel und nackten Frauen um ihn herum seine Opfer durch die Stadt jagt, macht zu jeder Zeit des Films Spaß. Tamer Hassan als Handlanger von Mr. Frank und Seymour Cassel als sex-besessener Großvater von Ryan hinterlassen einen soliden Eindruck, ohne in dem Film wirklich zum Zug zu kommen.

Nach einer wirklich schwachen ersten halben Stunde ist „Freerunner“ ein Film, der trotz sichtbar kleinem Budget und fehlender Logik gut unterhalten kann, wobei die herausgeschnittenen Szenen deutlich stören. Da ist die Uncut-Version wohl deutlich empfehlenswerter.

2,5 von 5 Punkten

 

Bild: Das Bild ist die meiste Zeit auf einem recht ordentlichen Niveau. Die Schärfe und die Kontraste sind auch in den sehr schnellen Szenen gut gelungen. Die Farbwahl ist bunt und knallig. Einzig das durchgehend vorhandene Filmkorn stört die Wahrnehmung.

3,5 von 5 Punkten

Ton: Der deutsche und englische DTS-HD Master Audio-Sound ist überzeugend gelungen. Auch wenn selten das ganze Volumen der Anlage ausgenutzt wird, ist die Dialogverständlichkeit stets gegeben. Eine angenehm gelungene Abmischung des Tons gehört zu den Stärken dieser Blu-Ray.

4 von 5 Punkten

Extras: Bis auf einige Trailer sind keine Extras vorhanden.

1,5 von 5 Punkten

Gesamt: 2,5 von 5 Punkten


Bildquelle: Sunfilm, YouTube

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 06.01.2012
Review: Freerunner (Cut-Version)

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