Review: Don’t Be Afraid Of The Dark (Blu-ray)

Katie Holmes und Bailee Madison in "Don't Be Afraid Of The Dark"

Kim beschützt die verängstigte Sally (Bildquelle: StudioCanal)

Inhalt: Die kleine Sally (Bailee Madison, „Brothers“) wird von ihrer überforderten Mutter zu ihrem Vater Alex (Guy Pearce, „The King’s Speech“) geschickt, um mit ihm und seiner neuen Freundin Kim (Katie Holmes, „Batman Begins“) zu wohnen. Die beiden leben in einem alten viktorianischen Haus, dass sie für den Verkauf restaurieren wollen. Nachdem sich Sally zunächst sehr unwohl und einsam fühlt, entdeckt sie das gigantische Haus bald als Abenteuerspielplatz. Auf einer Entdeckungstour findet sie ein verlassenes Kellergewölbe, an dessen Ende sich eine verschlossene Tür befindet. Von dort aus hört Sally Stimmen, die sie um ihre Befreiung bitten und sich als Spielkameraden für das einsame Mädchen in Aussicht stellen. Sally lässt sich auf die Bitten der geheimnisvollen Stimmen ein, die sich kurz nachdem Sally die Tür aufgeschraubt hat als finstere Dämonen entpuppen, die eine tödliche Gefahr für die Familie darstellen. Während Alex seiner panischen Tochter kein Wort glaubt, beginnt Kim über die Vergangenheit zu forschen und stößt auf ein furchtbares Geheimnis.

Kritik: Langfilmneuling Troy Nixey inszenierte diesen klassischen Gruselhorror 2010. Der mexikanische Starregisseur Guillermo del Toro („Hellboy“) war als Drehbuchautor und Produzent beteiligt. Die Erwartungen an dieses Werk, das auf einem gleichnamigen TV-Film aus dem Jahr 1973 basiert, waren hoch, können aber nur teilweise erfüllt werden. Die alte Villa erzeugt von der ersten Minute an eine wohlige Schaueratmosphäre, die schleichende Bedrohung ist regelrecht greifbar und die Streifzüge der kleinen Sally lassen mehr als einmal an del Toros großartigen „Pans Labyrinth“ zurückdenken. Mit ruhiger Hand entwickelt Nixey eine zunächst spannende Geschichte. Die glimmenden Augen der kleinen Kreaturen lassen dem Zuschauer den ein oder anderen Schauer über den Rücken laufen. Leider zerstört sich Nixey die gelungene Arbeit in der ersten Filmhälfte selbst, als er die animierten Kreaturen dann offenbart. Von diesem Zeitpunkt an wirkt „Don’t Be Afraid Of The Dark“ eher wie eine unausgegorene Version von „Gremlins“ und hält zahlreiche unfreiwillig komische Szenen bereit. Einzig die gelungenen Bilder von Kamera-Routinier Oliver Stapleton („Tage wie dieser…“) halten dann noch die Atmosphäre aufrecht.

Ein Jungstar lehrt uns das Fürchten

Sally findet die Kreaturen (Bildquelle: StudioCanal)

Sally findet das Tor zum Bösen (Bildquelle: StudioCanal)

Punkten kann der Film mit seiner prominenten Besetzung. Der Hauptfokus liegt, im Gegensatz zur Vorlage, auf der von Bailee Madison verkörperten, kleinen Tochter Sally, die zum Zeitpunkt des Drehs 11 Jahre alt war, aber bereits mit Businessgrößen wie John Travolta und Jennifer Aniston zusammen gearbeitet hat. Auch wenn die Verhaltensweisen von Sally manchmal etwas unglaubwürdig erscheinen, was aber eher am Drehbuch liegt, liefert Madison einen erstaunlich reifen Auftritt. Sie lässt den Zuschauer an ihrer Angst vor der Dunkelheit, in dessen Sicherheit sich die Monster bewegen, teilhaben und trägt damit den Film. An ihrer Seite unterstützt sie der englische Charakterdarsteller Guy Pearce. Er spielt die Rolle des etwas distanzierten Vaters überzeugend, ohne dabei sein volles Potenzial ausschöpfen zu müssen. Überraschend gut ist auch die sonst eher eindimensional spielende Katie Holmes. Ihr Auftritt als überforderte Stiefmutter in spe, die sich verzweifelt um Sallys Zuneigung bemüht, ist tadellos. Ihre gute Chemie mit der jungen Bailee Madison sorgt für einige der gelungensten Szenen im Film.

Der sehnlich erwartete „Don’t Be Afraid Of The Dark“ ist nicht der Hit, der das Gruselkino zu neuem Leben erweckt, da er in der zweiten Hälfte doch einige Schwächen offenbart. Trotzdem ist der Film zumeist atmosphärisch und spannend und punktet mit gut aufgelegten Darstellern. So kommen Genre-Fans auf ihre Kosten.

3 von 5 Punkten

 

 

Alex sorgt sich um seine Tochter (Bildquelle: StudioCanal)

Alex sorgt sich um seine Tochter (Bildquelle: StudioCanal)

Bild: Der tolle Bildtransfer unterstützt die atmosphärischen Aufnahmen des Films. Intensive volle Farben, ein grandioser Schärfegrad und selbst bei den zahlreichen dunklen Szenen detailreiche Bilder lassen keinen Kritikpunkt zu.

5 von 5 Punkten

Ton: Der englische und der deutsche Ton liegen in DTS-HD MA 5.1vor. Sowohl die Dialogverständlichkeit wie auch die Surround-Gruselszenen befinden sich auf gutem Niveau, ohne dabei referenzwürdig zu sein.

4 von 5 Punkten

Extras: Ein Making of, zwei Featurettes („The Story“, „The Creatures“) sowie Interviews und Trailer bieten Bonus-Standardware, sind aber nicht umfangreich genug, um wirkliche Zusatzinformationen zu bieten.

3 von 5 Punkten

Gesamt: 3,5 von 5 Punkten


Quelle: VIPMagazin, StudioCanal, YouTube

Don't Be Afraid Of The Dark

Originaltitel:Don't Be Afraid Of The Dark
Regie:Troy Nixey
Darsteller:Bailee Madison, Guy Pearce, Katie Holmes
Genre:Horrorfilm
Produktionsland/-jahr:USA, 2012
Verleih:StudioCanal
Länge:99 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 15.05.2012
Don’t be afraid of the dark (Blu-ray)

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