Review: Beverly Hills Cop I-III (Blu-ray)

Beverly Hills Cop Trilogie Blu-ray-Cover (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Beverly Hills Cop Trilogie Blu-ray-Cover (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Beverly Hills Cop – Ich lös‘ den Fall auf jeden Fall

Inhalt: Detective Axel Foley (Eddie Murphy, „Trading Places“) ist ein junger und begabter Polizist aus Detroit. Da er sehr schnell redet und unglaublich schlagfertig ist, wird er zumeist für Undercover-Einsätze eingeteilt. Dabei bringt er aber seinen Chef, Inspektor Todd (Gilbert R. Hill), durch seine Missachtung von Dienstvorschriften regelmäßige zur Weißglut. Als eines Tages Axels alter Freund Mikey (James Russo, „Public Enemies“) mit deutschen Schuldverschreibungen vor seiner Tür steht, wundert ihn das aufgrund Mikeys krimineller Karriere nicht allzu sehr. Er spricht nicht weiter darüber und geht mit Mikey trinken.

Als sie dann aber wieder nach Hause gekommen, wird Axel ohnmächtig geschlagen und Mikey wird von einem professionellen Killer (Jonathan Banks, „Breaking Bad“) getötet. Daraufhin nimmt sich Axel frei und fährt nach Beverly Hills, wo Mikey zuletzt gearbeitet hat. Er verfolgt die Spur zu einem zwielichtigen Kunsthändler namens Victor Maitland (Steven Berkoff, „Uhrwerk Orange“). Mit seinen Methoden macht Axel nicht nur Victor nervös, sondern auch die örtlichen Polizisten, darunter Lt. Andrew Bogomil (Ronny Cox, „Robocop“) und seine Untergebenen Detective Billy Rosewood (Judge Reinhold, „Gremlins“) und John Taggert (John Ashton, „Gone Baby Gone“), da diese durch den Störenfried in ihrem Alltag gestört werden. Doch Axel lässt sich nicht davon abhalten, den Tod seines Freundes aufzuklären.

Axel, Billy und Taggert schleichen sich an (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Axel, Billy und Taggert schleichen sich an (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Kritik: Nachdem das Drehbuch von Danilo Beach bereits 1977 fertig gestellt wurde, war lange Zeit ein Schauspieler vom Typ Clint Eastwood für die Hauptrolle vorgesehen gewesen. Das damals noch unbekannte Duo Jerry Bruckheimer („CSI NY“) und (der 1996 verstorbene) Don Simpson engagierte dann Sylvester Stallone, der das Drehbuch auf seine Bedürfnisse umschneiderte. Als Stallones Ideen aber zu teuer für das Studio wurden, trennte man sich zwei Wochen vor Drehstart von Stallone und verpflichtete den jungen Eddie Murphy.

Innerhalb kürzester Zeit bastelte Daniel Petrie Jr. mehr Humor ins Drehbuch und dann begannen auch schon Dreharbeiten von Regisseur Martin Brest („Der Duft der Frauen“). Bei dieser chaotischen Vorgeschichte ist es nahezu unfassbar, dass aus „Beverly Hills Cop“ einer der Kultfilme der 1980er Jahre wurde, der mehr als das 15-fache seiner 15 Millionen US-Dollar-Budget einspielte.

Weltstar, Kult-Musik und Oscar-Ehren

Der Film wurde zur Geburtsstunde der Actionkomödie. Der herrlich unkorrekte Humor, gemischt mit den rabiaten Actionsequenzen traf den Nerv der Zeit. Eddie Murphy wurde dank Axel Foley zu einem der beliebtesten Comedy-Darstellern der Welt. Seine Maschinengewehr-schnellen Dialoge und seine wiehernde Lache wurden zu seinem unverkennbaren Markenzeichen, das er auch bei seinen mittlerweile eher jämmerlichen Leinwandauftritten nicht abgelegt hat. Fast noch unvergesslicher ist der „Axel F.“-Score von Harold Faltermeyer, der wohl jedem Filmfan bekannt ist und in unzähligen Disco-Hits wiederverwendet wurde. Was darüber hinaus aufgrund der simplen Story vergessen wird: „Beverly Hills Cop“ war 1985 für den Drehbuch-Oscar nominiert. Wegen der tollen Dialoge und der originellen Charaktere war diese Entscheidung ebenfalls äußerst nachvollziehbar.

Axel kriegt Ärger von Todd (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Axel kriegt Ärger von Todd (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Als Beispiel ist das von John Ashton und Judge Reinhold famos verkörperte Polizisten Duo Rosewood und Taggert zu nennen. Die beiden harmonieren perfekt und wirken zeitweise wie ein altes Ehepaar, was mehr als nur einmal im Film richtig lustig ist. Der großartige Ronny Cox als ernsthafter Lt. Bogomil lässt den Zuschauer den Status seiner Verzweiflung jederzeit spüren. Der Brite Steven Berkoff spielt als Victor Maitland herrlich überzogen fies. Auch bei den weiteren kleinen Nebenrollen gibt es eigentlich niemanden, der wirklich abfällt.

„Beverly Hills Cop“ – Ich lös‘ den Fall auf jeden Fall“ ist ein absoluter Kultfilm. Simpel und unterhaltsam, dabei originell, innovativ und unglaublich lustig. Dieses Niveau konnte in fast keiner nachfolgenden Actionkomödie so wieder erreicht werden.

4,5 von 5 Punkten

 

Beverly Hills Cop II

Inhalt: Nachdem Lt. Bogomil (Ronny Cox) bei der Jagd auf den Alphabet-Killer niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt wurde, reist Axel Foley (Eddie Murphy) wieder nach Beverly Hills, um seinem alten Freund zur Seite zu stehen. Gemeinsam mit seinen Weggefährten Taggert (John Ashton) und Rosewood (Judge Reinhold) heftet er sich auf die Spur der Gangster, die immer einen verschlüsselten Brief am Tatort zurücklassen.

Axel und Jenny (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Axel und Jenny (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Kritik: Nach dem Sensationserfolg des ersten Teils dauerte es knappe drei Jahre, bis diese Fortsetzung folgte. Jerry Bruckheimer und Don Simpson engagierten diesmal Tony Scott als Regisseur, mit dem sie im Vorjahr dieses Projekts „Top Gun“ gedreht hatten. Auch der zweite Teil wurde wieder ein klasse Genrefilm, wobei er sich natürlich erkennbar an den Mustern des ersten Teiles bedient. Die Actionsequenzen wurden etwas aufwändiger, dafür erschienen die Dialoge flacher als beim Vorgänger. Auch dieser Teil hat aber wieder unvergessliche Szenen, bei denen ein Gastauftritt von Hugh Heffner als Highlight zu nennen ist.

Der böse Prochnow und die kühle Blonde.

Das Trio Murphy, Reinhold, Ashton funktioniert ähnlich großartig, wie im Original. Die drei passen prächtig zueinander und sind ganz klar das Highlight des Films. Das schier unerschöpfliche Charisma von Jürgen Prochnow kann er hier als Oberbösewicht Maxwell Dent nur zeitweise abrufen. Leider ist seine Spielzeit zu eingeschränkt. Da hätte sich der ein oder andere Zuschauer etwas mehr von ihm zu sehen gewünscht. Brigitte Nielsen ist als emotionskarge Blondine dagegen schauspielerisch limitiert, wodurch sie im Prinzip verzichtbar gewesen wäre.

Mit „Beverly Hills Cop II“ ist es Tony Scott nicht gelungen, seinen Vorgänger zu übertrumpfen, da er zu sehr auf bewährtes gesetzt hat. Da die Vorlage aber derart herausragend war, ist auch dieser zweite Teil uneingeschränkt gute Unterhaltung, wodurch Scott das Hauptziel einer Actionkomödie locker erfüllt.

3,5 von 5 Punkten

 

Axel und Billy bei einer Schießerei (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Axel und Billy bei einer Schießerei (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Beverly Hills Cop III

Inhalt: Bei einem als Routine-Einsatz geplanten Zugriff auf eine illegale Autowerkstatt wird Inspektor Todd (Gilbert R. Hill) vor Axels Augen von Ellis DeWald (Timothy Carhart, „Thelma & Louise“) erschossen. Axel folgt der Spur bis in den Vergnügungspark Wonder World in Beverly Hills, wo DeWald als Sicherheitschef arbeitet. Das einzige Problem: DeWald ist ein unbescholtener und sozial engagierter Bürger, der keinerlei erkennbares Motiv für seine Tat hat. Kann Axel die groß angelegte Verschwörung aufdecken und den Tod seines Chefs und Freunds rächen? Die Unterstützung vom inzwischen die Karriereleiter aufgestiegenen Billy Rosewood (Judge Reinhold) ist ihm dabei natürlich sicher.

Kritik: Beinahe sieben Jahre nach dem zweiten Teil schlüpfte Eddie Murphy ein drittes Mal in die Rolle des vorlauten Detroiter Polizisten Axel Foley. Auch dieses Mal muss Axel wieder nach Beverly Hills reisen. Mit John Landis („An American Werewolf in London“) wurde für diesen dritten Teil einer der ganz großen Namen des Geschäfts als Regisseur verpflichtet. Nach einem grandiosen ersten und einem gelungenen zweiten Film wurde diese Ausgabe zum deutlichst schwächsten Film der Reihe, was vor allem daran liegt, dass Landis recht unmotiviert zwischen harter Action und Klamauk hin und her wechselt, während bei den Vorgänger deutlich mehr Balance zwischen den beiden Elementen bestand. Das Setting eines Vergnügungsparks bildet dabei aber schon fast den originellsten Bestandteil des gesamten Films.

Ein Star auf dem absteigenden Ast, viel Leerlauf der der Akzent des Jahrhunderts

Als Teil 3 gedreht wurde, befand sich Eddie Murphy schon langsam wieder auf dem absteigenden Ast. Daher sollte seine bekannteste Rolle dafür herhalten, ihn wieder zurück an die Spitze der Comedy-Welt zu befördern. Das ist nur begrenzt gelungen, da Murphy selbst nicht mehr viel von seinem Gag-Timing und seinem Charme zeigen konnte, der ihn so berühmt gemacht hatte. Judge Reinhold musste diesmal ohne John Ashton als Sidekick auskommen.

Hector Elizondo („Pretty Woman“) sollte mit ihm zusammen agieren. Auch hier fehlen Charme und Witz der Vorgänger. Timothy Carhart als Fiesling Ellis DeWald überzeugt dagegen im Rahmen der (durchs Drehbuch limitierten) Möglichkeiten seiner Figur. John Saxon („Nightmare on Elm Street“) hat nicht allzu viele Gelegenheiten, sein Können zu zeigen. Der unumstrittene Höhepunkt diese Films dürfte aber Bronson Pinchot sein, der wie in Teil 1 den mondänen Kunstkenner und Stilikone Serge spielt. Sein wunderbar überzogener Akzent macht jedes Wort aus seinem Mund witzig. Dazu ist sein kleiner Handlungsstrang so wunderbar absurd, das er wohl jedem Zuschauer Spaß bringen dürfen. Abgerundet wird die Besetzung durch einen Cameo-Auftritt von George Lucas.

Axel bringt Taggert auf die Palme (Quelle: Paramount Home Entertainment)

Axel bringt Taggert auf die Palme (Quelle: Paramount Home Entertainment)

„Beverly Hills Cop III“ ist immer noch ein recht unterhaltsamer Action-Comedy-Film. Aufgrund eines fehlenden roten Fadens und nur weniger wirklich zündender Gags ist er aber der deutlich schwächste Teil der Reihe.

2,5 von 5 Punkten

 

Bild: Der Transfer ist nur mäßig gelungen. Die überarbeiteten Farben wirken teilweise künstlich und in dunklen Szenen ist das Bildrauschen auffällig. In den hellen Aufnahmen erreicht das Bild aber HD-Niveau.

2,5 von 5 Punkten

Ton: Der englische DTS­HD MA 5.1-Ton ist dem deutschen Dolby Digital 2.0-Ton natürlich etwas überlegen. Während die Dialoge bei beiden Fassungen noch auf ähnlichem Niveau sind, stört bei der deutschen Fassung die fehlende Räumlichkeit und Dynamik in den Action-Szenen. Dort bietet der englische Ton für einen Films dieses Alters ein überdurchschnittliches Ergebnis.

3 von 5 Punkten

Extras: Eine hochinteressante Dokumentation „Beverly Hills Cop: Wie das Phänomen begann“, ein Kommentar von Regisseur Martin Brest, ein Making Of, das Featurette „Die Musik von Beverly Hills Cop“, sowie eine Karte aller Szenen und der Kino-Trailer ergänzen die Blu-ray von Teil 1. Zu den anderen beiden Teilen sind leider keine Extras enthalten.

2,5 von 5 Punkten

Gesamt: 3 von 5 Punkten


Quelle: CheckTrailer, Paramount Home Entertainment, YouTube

Beverly Hills Cop I-III

Originaltitel:Beverly Hills Cop I-III
Regie:Martin Brest, Tony Scott, John Landis
Darsteller:Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Paul Reiser, Jürgen Prochnow
Genre:Actionkomödie
Produktionsland/-jahr:USA, 1984-1993
Verleih:Paramount Home Entertainment
Länge:105Minuten/ 103 Minuten/ 104 Minuten
FSK:ab 16 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 21.11.2012
Review: Beverly Hills Cop I-III (Blu-ray)

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