Review: 30 Rock Staffel 4 (DVD)

30 Rock (Bildquelle: Universal Entertainment)

Inhalt: „30 Rock“ ist eine amerikanische Comedy-Serie über die Probleme, eine erfolgreiche Comedy-Serie in New York (Rockefeller-Plaza 30 → siehe Titel) zu produzieren. Die Serie entstammt einer Idee der ehemaligen „Saturday Night Live“-Autorin Tina Fey, die in „30 Rock“ ihre Erfahrungen verarbeitet. Sie ist außerdem in der Hauptrolle als Liz Lemon, der Chefautorin der fiktiven Show „TGS“, zu sehen. Seit 2006 ist die Sendung auf dem amerikanischen Sender NBC zu sehen. Für 2012 wurde bereits eine sechste Staffel angekündigt. 2009, zum Zeitpunkt der amerikanischen Erstausstrahlung der vierten Staffel, war „30 Rock“ bereits mit 14 Emmys (52 Nominierungen) und fünf Golden Globes (davon zwei für Tina Fey) ausgezeichnet worden. Ab dem 16.02.2012 ist die vierte Staffel in Deutschland auf DVD erhältlich.

In der vierten Staffel von „30 Rock“ geht es von Beginn an drunter und drüber: Abteilungsleiter Jack Donaghy (Alec Baldwin) möchte, dass die Chefautorin Liz (Tina Fey) für „TGS“ einen weiteren Hauptdarsteller findet, um der Sendung frischen Wind zu verschaffen. Für Liz und ihren Kollegen, den Show-Produzenten Pete (Scott Adsit, Sid Hulse aus „Der Informant!“) eine hochsensible Aufgabe, da sie das ganze Unterfangen vor ihren neurotischen Darstellern Tracy Jordan (Tracy Morgan, „Cop Out – Geladen und entsichert“) und Jenny Maroney (Jane Krakovski, „Ally McBeal“) geheim halten müssen, um die beiden bei Laune zu halten.

Privat läuft Liz Suche nach dem Traummann eher schleppend. Der stets gut gelaunte, naiv-liebenswerte Page des Senders Kenneth Percell (Jack McBrayer, „Nie wieder Sex mit der Ex“) wehrt sich erstmals gegen die Arbeitsbedingungen im Sender und verursacht Chaos. Währenddessen lernt Jack Donaghy gleich zwei tolle Frauen kennen, die ihm den Kopf verdrehen. Gleich mehrere Mitglieder der „TGS“-Crew setzen sich mit ihren Mutter-Problemen auseinander und am Ende der Staffel klingen mehr als einmal die Hochzeitsglocken.

Kritik: Die vierte Staffel funktioniert weiterhin nach dem alt bewährten Prinzip der Vorgänger: Verrückt, überdreht und urkomisch. Da Autorin Tiny Fey aber immer wieder neue kuriose Einfälle in die Sendung einbringt, beweist „30 Rock“ auch im vierten Jahr, warum es mit Preisen überhäuft wird wie keine andere Comedy-Sendung. Außerdem wartet die vierte Staffel mit einer Fülle an Gaststars auf, die sonst in keiner anderen Serie zu sehen sind: Matt Damon, Will Ferrell, Julianne Moore, Elizabeth Banks („Ein riskanter Plan“), Jon Bon Jovi, James Franco, Al Gore und Buzz Aldrin sind dabei nur einige Namen, die in den Credits von „30 Rock“ auftauchen, wobei speziell James Franco („Planet der Affen Prevolution (DVD)“)  als Jennas Scheinfreund mit skurrilem Fetisch in Erinnerung bleibt.

Ein Ensemble von Sonderlingen sorgt für Lachtränen

Die Stammbesetzung von „30 Rock“ beweist erneut ihr außergewöhnliches Talent. Serien-Mastermind Tina Fey sorgt als Liz mal wieder für die perfekte Grundlage der Show. Mit ihrer uneitelen und schlagfertigen Art konnte sie sich erneut verdientermaßen mit einen Emmy- und einer Golden Globe-Nominierung als beste Hauptdarstellerin belohnen. Alec Baldwin als erfolgsverwöhnter, blasierter, aber etwas verrückter Chef bildet den kongenialen männlichen Part neben Tina Fey. Baldwin wurde 2010 für seine Darstellung bereits zum dritten Mal in vier Staffeln „30 Rock“ mit einem Golden Globe als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Jane Krakovski und Tracy Morgan sind als Stars von „TGS“ gewohnt divenhaft und quälen ihre Untergebenen erneut mit ihren Marotten. In der vierten Staffel erfährt der Zuschauer zudem einiges über die Hintergründe ihrer Charaktere. Jack McBrayer als Page Kenneth sorgt allein schon mit seiner außergewöhnlichen Mimik und Gestik für beste Unterhaltung und Katrina Bowden, die 2011 zur „Sexiest Woman Alive“ gewählt wurde, macht wieder einmal alle Männer im Rockefeller Center als Liz Sekretärin Cerie verrückt.

Die vierte Staffel von „30 Rock“ zeigt, wie viel Spaß eine gut produzierte Comedy-Serie machen kann. Vollkommen ohne nervige Lachgeräusche aus dem Hintergrund werden gelungene Gags am Fließband geliefert. Dank der liebenswerten Charaktere, den tollen Gaststars und der zwar kuriosen aber für das Genre ungewöhnlich schlüssigen Story, entstand eine Staffel ohne Durchhänger. Für die Fans guter Comedy ist zu hoffen, dass diese Serie auch in Deutschland endlich Fuß fast und seine verdiente Würdigung erhält.

5 von 5 Punkten

 

Bild: Die Bildumsetzung ist bis auf minimale Unschärfen in einigen Episoden gut gelungen. Die Farbwahl ist kräftig, die Übergänge gut abgemischt. Eine trotz kleiner Schwächen überdurchschnittliche Umsetzung.

4 von 5 Punkten

Ton: Der Dolby-Digital 5.1-Ton kann sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch überzeugen. Die Dialogverständlichkeit ist absolut problemlos gelungen. Besondere Effekte werden in „30 Rock“ nicht geboten.

4 von 5 Punkten

Extras: Die für eine Serie reichhaltigen Extras können ebenfalls überzeugen: Audio-Kommentare, entfallene Szenen und drei Featurettes liefern gute Bonus-Informationen. Die Featurettes zur Produktion der Muttertagsfolge und des Staffelfinales hätten gern länger als sieben Minuten dauern dürfen, um tiefer gehende Informationen über die Produktion zu erhalten.

4 von 5 Punkten

Gesamt: 4,5 von 5 Punkten
Hier geht es zur Homepage der Serie


Bildquelle: Play4me2012, Universal Entertainment

30 Rock - Season 4

Originaltitel:30 Rock - Season 4
Entwickler:Tina Fey
Darsteller:Tina Fey, Tracy Morgan, Jane Krakowski
Genre:Comedy-Serie
Produktionsland/-jahr:USA, 2010
Verleih:Universal Pictures
Länge:22 Episoden zu je 20 Minuten
FSK:ab 12 Jahren

 

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 19.01.2012
Review: 30 Rock Staffel 4 (DVD)

1 comment on “Review: 30 Rock Staffel 4 (DVD)”

  1. Maik Antworten

    Ein Kumpel liegt mir schon so lange mit der Sendung in den Ohren. Vielleicht sollte ich wirklich mal anfangen, die Serie zu gucken.

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