
Das Plakat von “Scream 7” (© Paramount Pictures, 2026)
Inhalt: Sidney Prescott Evans (Neve Campbell, „Skyscraper“) hofft, die Tage mit durchgeknallten Serienkillern und dem regelmäßigen Verlust guter Freunde endlich hinter sich zu haben. Mit Ehemann Mark (Joel McHale, „The Happytime Murders“) und den drei gemeinsamen Kindern lebt sie in Woodsboro inzwischen seit Jahren ein beschauliches Leben. Diese Ruhe nimmt ein jähes Ende, als ausgerechnet im ehemaligen Haus des originalen Ghostface-Killers Stu Macher (Matthew Lillard, „Twin Peaks“) zwei brutale Morde geschehen. Schnell ist klar, dass ein neuer maskierter Killer im Umfeld von Sidney sein Unwesen treibt und es dabei vornehmlich auf ihre älteste Tochter Tatum (Isabel May) abgesehen hat. Und es gibt eine Spur auf den Täter, die fast unglaublich scheint: Hat Stu die Auseinandersetzung vor 30 Jahren irgendwie überlebt und genießt jetzt seine späte Rache? In jedem Fall muss es Sidney noch einmal mit einem – oder mehreren – Ghostface-Killern aufnehmen, wenn sie ihr familiäres Glück nicht verlieren möchte.
Kritik: Die Produktionsgeschichte von „Scream 7“ ist längst legendär chaotisch. Nachdem Protagonistin Melissa Barrera aufgrund politischer Aussagen vom Studio gefeuert wurde, ihr Co-Star Jenna Ortega kurz darauf kündigte und auch der eingeplante Regisseur Christopher Landon das Projekt verließ, stand der Film vor dem Nichts. Original-Autor Kevin Williamson wurde kurzerhand für eine Grundüberholung des Drehbuchs verpflichtet und durfte auch zum ersten Mal seit 1999 („Tötet Mrs. Tingle“) auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Das Ergebnis ist im Rahmen der Umstände und auch für den Fakt, dass es sich um den siebten Teil einer Slasher-Reihe handelt, sehr manierlich. Dennoch reiht sich dieser neue Eintrag auf den hinteren Plätzen des Franchises ein.

Sidney ist auch nach 30 Jahren keine Ruhe vergönnt (© Paramount Pictures, 2026)
In seiner Anfangsphase begnügt sich dieser neue Reiheneintrag damit, eine bunte Sammlung an Easter Eggs mit ziemlich gewalttätigen Kills (für die eine 16er-Freigabe vor ein paar Jahren noch unvorstellbar gewesen wäre) zu verbinden. Es wird offensichtlich, dass der „Dawson’s Creek“-Entwickler Williamson in seinem „Scream“ auch reichlich Familiendrama gewünscht hat. So liegt ein deutlicher Fokus auf der Beziehung von Neve Campbell, die bei ihrer Rückkehr als unnahbare Mutter den Charakter Sidney sinnvoll fortsetzt, mit ihrer Filmtochter Isabel May, die einen soliden Final-Girl-Einstieg feiert. Allerdings geht dieses Vorgehen deutlich zu Lasten von anderen Franchise-Neulingen wie Joel McHale, McKenna Grace und Anna Camp, die nur wenig Raum zur Entfaltung bekommen. Der Umgang mit den vorab angekündigten, eigentlich verblichenen „Scream“-Veteranen wie Matthew Lillard kann nicht besprochen werden, ohne zu tief in den Inhalt des Films zu gehen.
Nach einer überraschenden Wendung, die leider nur bedingt genutzt wird, baut „Scream 7“ auf spannende Thriller-Sequenzen, teils sehr morbide Morden und eher lauwarmes Drama, was das Geschehen doch mehr als einmal etwas holprig erscheinen lässt. Dennoch liefert auch dieser Teil genug Highlights, die vor allem Fans der Reihe sicherlich abholen werden. Selbst wenn dieses Sequel daran scheitert, selbst erarbeitete Einfälle innovativ zu nutzen, macht Routinier Kevin Williamson mit seinem Team aus „Scream 7“ mehr als brauchbare Genrekost, die gerade in Anbetracht der desaströsen Vorgeschichte Beachtung verdient.
3 von 5 Punkten
Quelle: Paramount Pictures, YouTube
Scream 7
| Originaltitel: | Scream 7 |
| Regie: | Kevin Williamson |
| Darsteller: | Neve Campbell, Courteney Cox, Isabel May |
| Genre: | Horror, Thriller |
| Produktionsland/-jahr: | USA, 2026 |
| Verleih: | Paramount Pictures |
| Länge: | 115 Minuten |
| FSK: | ab 16 Jahren |
| Kinostart: | 26.02.2026 |
Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Paramount Pictures
Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 28.02.2026
Review: Scream 7

