
Das Artwork von “In the Grey” (© LEONINE, 2026)
Inhalt: Der blutrünstige Gangsterboss Manny (Carlos Bardem, „Assassin’s Creed“) hat sich von der mächtigen Organisation der Anwältin Bobby (Rosamund Pike, „Gone Girl – Das perfekte Opfer“) eine Milliarde US-Dollar geliehen. Wenn jemand die Schulden für Bobby wieder eintreiben will, wird die Person konsequent in einem Leichensack zurückgeschickt. Problemlöserin Rachel Wild (Eiza González, „Fast & Furious – Hobbs & Shaw“) und ihr Team um die schlagkräftigen Bronco (Jake Gyllenhaal, „Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis“) und Sid (Henry Cavill, „Batman v Superman: Dawn of Justice“) möchten der Thematik für ein fürstliches Salär aus der Welt schaffen. Mit allen technischen, rechtlichen und auch physischen Mitteln rauben sie Manny den letzten Nerv. Doch der hat eine Privatarmee an seiner Seite und gibt sich nicht so schnell geschlagen.
Kritik: Seit beinahe 30 Jahren steht Guy Ritchie inzwischen als Regisseur erfolgreich hinter der Kamera. Besonders seine schwarzhumorigen Gangsterfilme wie zuletzt „The Gentlemen“ haben ihn dabei zum Weltstar gemacht. Auf dem Papier ist der Heist-Thriller „In the Grey“ also ziemlich genau in der Wohlfühlecke des britischen Filmemachers. Nach einer längeren Produktionsgeschichte konnte das Werk in diesem Frühling endlich in die internationalen Kinos kommen. Auch wenn das Gezeigte die eindeutige Handschrift Ritchies trägt, ist er hier doch ein ganzes Eckchen von seiner Bestform entfernt. Sehr schicke „on location“ gedrehte Bilder aus u.a. Spanien machen den Film alleine schon tauglich für die Leinwand. Tempo und Action reichen auch problemlos aus, um die handlichen 93 Minuten Spielzeit mit Leben zu füllen.

Sid steht Rachel mit Rat und – speziell – Tat zur Seite (© LEONINE, 2026)
Ein etwas fahriger Plot, bei dem der dritte Akt wie angetackert wirkt, schadet der Genießbarkeit von „In the Grey“. Da dazu Coolness, Cleverness und Humor – eigentlich Steckenpferde von Ritchie – hier eher aufgesetzt wirken, entwickelt sich die Produktion zu eher stumpfer Action-Unterhaltung. Die Setpieces sind zum Glück gut inszeniert und machen Spaß. Oft reicht auch die Qualität der Schauspieler, um das mittelmäßige Material aufzuwerten. Gerade Jake Gyllenhaal und Henry Cavill harmonieren prächtig als robuste Agenten, die sich auch in den übelsten Situationen hinter feindlichen Linien nicht aus der Ruhe bringen lassen. Eiza González als smarter Kopf der Operation und Carlos Bardem als bedrohlicher Gangsterboss bleiben leider zu blass, um in ihren Parts wirklich zu zünden. Im Gegenzug werden etablierte Charaktermimen wie Rosamund Pike und Fisher Stevens ziemlich verschenkt.
Wer einfach nur locker-fluffige Action-Unterhaltung mit schönen Bildern wünscht, wird mit „In the Grey“ sicherlich eine gute Zeit verbringen. Leider bleibt der Film während seiner ganzen Laufzeit ziemlich austauschbares Genre-Fastfood, was im Vergleich mit Guy Ritchies Topwerken nicht mithalten kann, wodurch der etwas anspruchsvollere Zuschauer nur bedingt zufrieden gestellt wird.
3 von 5 Punkten
Der Film ist ab dem 04.09.2026 auf DVD, Blu-ray, 4K-UHD sowie jetzt bereits digital erhältlich.
Quelle: Leonine, YouTube
In the Grey
| Originaltitel: | In the Grey |
| Regie: | Guy Ritchie |
| Darsteller: | Jake Gyllenhaal, Henry Cavill, Eiza González, Rosamund Pike |
| Genre: | Action, Komödie |
| Produktionsland/-jahr: | USA/UK, 2025 |
| Verleih: | Leonine |
| Länge: | 93 Minuten |
| FSK: | ab 16 Jahren |
Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Leonine Studios
Verfasst von Thomas.
Zuletzt geändert am 14.08.2026
Review: In the Grey

