Review: Couscous und Geheimnisse (Kino)

Das Plakat von "Couscous und Geheimnisse" (© Lighthouse Entertainment, 2026)

Das Plakat von “Couscous und Geheimnisse” (© Lighthouse Entertainment, 2026)

Inhalt: Der algerisch-stämmige Koch Mehdi (Younès Boucif) führt eigentlich ein schönes Leben. Er ist seit langer Zeit glücklich mit seiner Freundin Léa (Clara Bretheau) zusammen und hat gerade mit ihr gemeinsam ein Restaurant gekauft, mit dem beide ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen. Es gibt aber immer noch einen Streitpunkt in der Beziehung. Léa möchte endlich Mehdis Mutter Fatima (Malika Zerrouki) kennenlernen. Das Problem: Diese weiß nichts von der Beziehung ihres Sohnes. Die strenge Matriarchin hat ganz klare Vorstellungen, wie ihre Kinder die Tradition ihrer Herkunft hochhalten sollen. Dazu gehört, dass Mehdi unbedingt eine Algerierin heiraten soll. So braucht er eine Lösung, um beide nicht vor den Kopf zu stoßen. Er engagiert Souhila (Hiam Abbass), die bei einem Treffen mit Léa seine Mutter spielen soll. Das Aufeinandertreffen läuft ein bisschen zu gut, woraufhin das Leben des konfliktscheuen Kochs immer weiter ins Chaos stürzt.

 

Kritik: Zwischen köstlichen Gerichten, Romantik und Culture Clash hat Amine Adjina mit „Couscous und Geheimnisse“ sein Regie-Debüt gefeiert. Er mixt die etwas alberne Prämisse der Fake-Mutter mit nachvollziehbaren Alltagsproblemen und liefert so eine stellenweise durchaus tragische Komödie, die ab dem ersten Moment von ihrem Charme lebt. Auch wenn die großen Lacher ausbleiben, folgt man als Zuschauer den sympathischen Figuren gerne durch ihren unkonventionellen Konflikt. Dabei gelingt es, den Charakteren Fehler zuzugestehen und die Konsequenzen nachvollziehbar zu gestalten. Das hätte sicherlich etwas abwechslungsreicher und spektakulärer passieren können, bleibt aber immer unterhaltsam.

 

Léa und Mehdi führen EIGENTLICH eine sehr harmonische Beziehung (© Lighthouse Entertainment, 2026)

Léa und Mehdi führen EIGENTLICH eine sehr harmonische Beziehung (© Lighthouse Entertainment, 2026)

 

Dabei kann sich Adjina auf eine gut aufgelegte Besetzung verlassen. Im Zentrum steht der von Younès Boucif liebenswert naiv verkörperte Mehdi, der mit seiner Angst vor wirklichen Auseinandersetzungen die eigene Situation immer schlimmer macht. Er harmoniert prächtig mit der Kino-Ikone Hiam Abbass, die als aufgedrehte Lebefrau Souhila den Alltag der Beteiligten gehörig durcheinander bringt. Clara Bretheau als stets herzliche Freundin und Malika Zerrouki als zum Drama neigende Mutter des Protagonisten komplettieren die Hauptbesetzung.

 

Natürlich wird „Couscous und Geheimnisse“ das Kino in keinster Weise revolutionieren. Dennoch bietet dieser Regie-Erstling eine schön erzählte und präsentierte Culture-Clash-RomCom-Mixtur, die nicht nur den Fans französischer Unterhaltung einen sehr entspannten Filmabend garantiert.

3,5 von 5 Punkten


Quelle: Lighthouse, YouTube

Couscous und Geheimnisse

Originaltitel:La Petite Cuisine de Mehdi
Regie:Amine Adjina
Darsteller:Younès Boucif, Clara Bretheau, Hiam Abbass
Genre:Komödie
Produktionsland/-jahr:Frankreich, 2025
Verleih:Lighthouse
Länge: 105 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Kinostart: 25.06.2026

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Lighthouse

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 20.06.2026
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