Review: Pakt der Wölfe – Director’s Cut

Das "Best of Cinema"-Plakat zu "Pakt der Wölfe" (©Best of Cinema/StudioCanal)

Das “Best of Cinema”-Plakat zu “Pakt der Wölfe” (©Best of Cinema/StudioCanal)

Inhalt: In der französischen Provinz treibt im Jahr 1766 eine finstere Kreatur ihr Unwesen. Das wolfsartige Wesen hat schon einigen Menschen das Leben gekostet und soll dringend aufgehalten werden. Aus diesem Grund schickt der König den Naturwissenschaftler Grégoire (Samuel Le Bihan) und dessen treuen Weggefährten Mani (Mark Dacascos, „John Wick 3“), um die Jagd zu überwachen und die Hintergründe der Vorfälle zu erforschen. Die beiden Männer müssen schnell erkennen, dass es rund um dieses Monster und auch die Menschen in der Gegend keine einfachen Antworten gibt.

 

Kritik: Seit seiner Videospiel-Adaption „Silent Hill – Willkommen in der Hölle“ ist der Franzose Christophe Gans auch im englischsprachigem Raum bekannt. Dabei kann man ihn wahrlich nicht als Vielfilmer bezeichnen. Bevor er mit erwähntem Werk den Sprung über den großen Teich wagte, hatte er mit seinem Debüt „Crying Freeman – Der Sohn des Drachen“ und dem hier behandelten „Pakt der Wölfe“ nur zwei Filme in seiner Heimat gedreht. Letzterer hat in seinem Director’s Cut rund 22 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung eine ziemlich schicke 4K-Überarbeitung erfahren, die im vergangenen Frühling bereits ihren Weg ins Heimkino fand und jetzt auch noch einmal auf den großen Leinwänden zu sehen ist.

 

Können diese Männer für Frieden in der Gegend sorgen? (@StudioCanal)

Können diese Männer für Frieden in der Gegend sorgen? (@StudioCanal)

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass „Pakt der Wölfe“ nie besser aussah – speziell in den opulenten Außenaufnahmen – und auch noch nie besser klang – man nehme das Geschrei der Kreatur. Selbstverständlich wirken Effekte und das Monsterdesign (beides aus dem Jahr 2001) unter der Lupe der technischen Überarbeitung dafür nicht unbedingt überzeugender. Ansonsten ist die unkonventionelle Genre-Wanderung zwischen Historiendrama, Horrorfilm und Mixed-Martial-Arts-Action immer noch hochinteressant und die Umsetzung durchaus hochwertig. Leider bleibt der Spaßfaktor in vielen Phasen auf der Strecke, was gerade mit Blick auf die ausufernden 151 Minuten Spielzeit spürbare Auswirkungen hat.

Der Cast dieser ungewöhnlichen Mischung ist eigentlich durchweg überdurchschnittlich. Neben einem soliden Protagonisten Samuel Le Bihan ist es speziell an dem inzwischen (auch dank dieses Parts) zur Action-Ikone aufgestiegenen Mark Dacascos, dem Film seinen Stempel aufzudrücken. Mit artistischen Kampfkünsten und charismatischem Auftreten ist er eigentlich Zentrum von „Pakt der Wölfe“. Mit Vincent Cassel und Monica Bellucci sind auch noch zwei Weltstars von heute in sehr zentralen Rollen zu sehen.

Allein aufgrund seiner einmaligen Mischung ist der zweite Film von Christophe Gans sicherlich immer noch einen Blick wert. Leider fehlt dem überlangen Werk an manchen Stellen ein bisschen das Gefühl für Tempo und Unterhaltungswert, weshalb „Pakt der Wölfe“ zwar immer noch gelungen, aber keinesfalls komplett herausragend ist.

3,5 von 5 Punkten

Der Film ist am 02.01.2024 im Rahmen der „Best of Cinema“-Reihe wieder im Kino zu sehen (hier findet ihr die Teilnehmer in eurer Nähe).


Quelle: StudioCanal, YouTube

Pakt der Wölfe

Originaltitel:Le Pacte des loups
Regie:Christophe Gans
Darsteller:Samuel Le Bihan, Mark Dacascos, Jérémie Renier
Genre:Historienfilm, Horror
Produktionsland/-jahr:Frankreich, 2001
Verleih:StudioCanal
Länge: 151 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Kino-Wiederaufführung: 02.01.2024

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 02.01.2024
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