Berlinale: Antboy – Die Rache der Red Fury (Kino)

Das Kinoplakat von "Antboy - Die Rache der Red Fury" (Quelle: MFA +)

Das Kinoplakat von “Antboy – Die Rache der Red Fury” (Quelle: MFA +)

Inhalt: Seitdem er von einer Ameise gebissen wurde, hat Pelle (Oscar Dietz) Superkräfte und macht als Antboy Jagd auf Verbrecher. Obwohl er gerade erst seinen Erzfeind, den Floh (Nicolas Bro) ins Gefängnis gebracht hat, ist für ihn an Ruhe und eine normale Kindheit nicht zu denken. Zunächst schafft er es nicht, dass Ida (Amalie Kruse Jensen) in ihm mehr als einen Freund sieht. Dann bekommt er noch mit dem selbstgefälligen Veganer Chris (Hector Brøgger Andersen) ernsthafte Konkurrenz. Als Antboy rettet er die Einzelgängerin Maria (Astrid Juncher-Benzon) vor ein paar Fieslingen, bricht ihr aber kurz darauf unwissentlich das Herz. Mit der Hilfe ihres Erfinder-Vaters (Boris Aljinovic) plant Maria ihre Rache. Weitere Fieslinge wie die Terror Twins sorgen dafür, dass Antboy an allen Fronten beschäftigt ist und kaum Zeit für einen Comic bleibt.

 

Kritik: Die Vorlage zu „Antboy“ stammt von Kenneth Bøgh Andersen, der in seinem Buch eine kindgerechte Superheldengeschichte im Stil von „Spiderman“ mit liebenswerten Coming of Age-Elementen mixte. 2013 drehte Ask Hasselbach mit „Antboy – Der Biss der Ameise“ die erste Verfilmung der Geschichten des jungen Pelle. In seiner Heimat Dänemark war der Film ein Sensationserfolg und auch international kam die Junior-Version eines Superhelden gut an, weswegen schnell eine Fortsetzung gedreht wurde. Tatsächlich gelingt es Hasselbach, nahtlos an den starken Vorgänger anzuknüpfen und einen spannenden und originellen zweiten Teil nachzulegen. Der oft klamaukige Humor ist angemessen für das junge Publikum, dürfte aber auch bei den meisten erwachsenen Zuschauer für den ein oder anderen Lacher sorgen. Die Figuren sind zwar recht stereotyp – das passt aber genau zu der von Comics inspirierten Erzählweise des Filmes. Hierbei gefallen besonders einige Comic-Strips in Zwischenschnitten.

Ansonsten liefert „Die Rache der Red Fury“ geradlinige und spannende Unterhaltung, die neben den witzigen Action-Szenen auch die Probleme der heranwachsenden Charaktere ernst nimmt. Für die älteren Filmfans gibt es einige nette Zitate aus bekannten Genre-Werken. Auch schauspielerisch kann der Film durchaus überzeugen. Rund um den talentierten Oscar Dietz wurde ein sympathischer Cast zusammengestellt, bei dem den deutschen Kinogängern vor allem Boris Aljinovic auffallen dürfte. Der ehemalige „Tatort“-Kommissar darf hier in einer kleinen Rolle den Vater der tragisch verliebten Maria spielen. Obwohl nicht alles passt, ist „Antboy 2 – Die Rache der Red Fury“ eine positive Überraschung. Der einfallsreiche, gut geschriebene und effektiv umgesetzte Film liefert einer jüngeren Generation ihren passenden Helden, hat viele hübsche Einfälle und erzählt dabei noch eine liebenswerte Geschichte. So entsteht ein fast optimaler Film für einen Familienausflug ins Kino.

4 von 5 Punkten


Quelle: MFA+, Nimbus Film, YouTube

Antboy - Die Rache der Red Fury

Originaltitel:Antboy: Den Røde Furies Hævn
Regie:Ask Hasselbach
Darsteller:Oscar Dietz, Amalie Kruse Jensen, Boris Aljinovic
Genre:Actionkomödie, Kindrfilm
Produktionsland/-jahr:Dänemark/Deutschland, 2014
Kinostart:25.06.2015
Verleih:MFA +
Länge:79 Minuten
FSK:ab 6 Jahren

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 28.06.2015
Antboy – Die Rache der Red Fury (Kino)

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