Peter Stormare

Peter Stormare (rechts) in „Dylan Dog“ (Bildquelle: StudioCanal)

Er gehört zu den Schauspielern, bei denen die meisten Leute sagen: „Wie heißt der? Kenne ich nicht?“ Dabei gehört Peter Stormare zu den am häufigsten besetzten Nebendarstellern der letzten 20 Jahre.

Stormare wurde am 27.08.1953 im schwedischen Arbra unter dem Namen Peter Ingvar Storm geboren. Seine schauspielerische Karriere begann Stormare am Königlichen Dramatischen Theater, kurz Dramaten, in Stockholm. Nachdem er elf Jahre lang am Dramaten gespielt hatte, wechselte er 1990 in eine leitende Position des Tokyo Globe Theatre, wo er sich speziell durch Kritiker sehr gut bewertete Auftritte als „Hamlet“ in Aufführungen des gleichnamigen Shakespeare-Stücks einen Namen machte. Noch 1990 durfte er mit einer Mini-Rolle in „Zeit des Erwachens“ an der Seite von Robert de Niro und Robin Williams seinen ersten Auftritt im amerikanischen Kino feiern. 1993 zog er nach New York, um in mehr englischsprachigen Produktionen mitzuspielen. Da die Karriere in den USA aber noch nicht wirklich starten wollte, spielte er noch regelmäßig Rollen in schwedischen Produktionen.

Sein internationaler Durchbruch folgte 1996 mit dem Oscar-prämierten Kultfilm „Fargo – Blutiger Schnee“ der Coen-Brüder. Peter Stormare spielte den wortkargen Kriminellen Gaear Grimsud, der gemeinsam mit seinem dauerplappernden Komplizen Carl (Steve Buscemi) eine Entführung durchführt, die komplett misslingt. Es war unter anderem der außergewöhnlichen Chemie von Stormare und Buscemi zu verdanken, dass der Film ein Welterfolg wurde. Dank der überzeugenden Leistung in „Fargo“ wurde der 1,91 m große Schwede von nun an meistens für Rollen fadenscheiniger oder bösartiger Charaktere verpflichtet. Bis zum Jahr 2000 spielte er unter anderem Nebenrollen in „Armageddon“, „8mm“, „Das Mercury-Puzzle“ und dem nächsten Coen-Kultfilm „The Big Lebowski“. In all diesen Filmen gelang es ihm, trotz teilweise geringer Leinwandzeit, mit düsterem Humor und diabolischem Lächeln stets einen bleibenden Eindruck bei den Zuschauern zu hinterlassen. Eine seiner wenigen Hauptrollen spielte Stormare 1998 als Titelheld in „Commander Hamilton“, einem schwedischen Thriller, der aufgrund eines der wenigen Auftritte von „Luke Skywalker“-Darsteller Mark Hamill enorm populär wurde.

Auch nach der Jahrtausendwende setzte er seine Karriere nahtlos fort: Sowohl mit dem psychedelischen „Dancer in the Dark“ als auch mit Blockbustern wie „Bad Boys II“ konnte er weitere Welterfolge feiern. Alle seine Auftritte als Bösewichter schienen aber nur Vorbereitung auf seine Rolle in dem Horrorthriller „Constantine“ mit Keanu Reeves im Jahr 2005 gewesen zu sein. Stormare spielte die Rolle des Satans mit solch einer Wucht und Präsenz und verlieh dem ultimativ Bösen dabei einen so herrlich schwarzen Humor, dass er seitdem unter Filmfans als der beste Satan der Filmgeschichte gilt. Noch im Jahr 2005 wurde er daraufhin in der Gefängnisserie „Prison Break“ als Mafiaboss John Abruzzi engagiert. Für seine vielschichtige Darbietung des brutalen Clanchefs und liebevollen Familienvaters, den er in 20 Episoden der Serie verkörperte, erhielt er abermals beste Kritiken.

In den vergangenen fünf Jahren spielte Peter Stormare hauptsächlich Gastrollen in Serien wie „Entourage“ und „Leverage“, sowie in Low Budget-Produktionen wie „Experiment Killing Room“ und „Horsemen“. 2012 wird Peter Stormare mit einer Hauptrolle in dem ironischen Action-Drama „Get the Gringo“ an der Seite von Mel Gibson auf die große Leinwand zurückkehren. Auch in dem für Januar 2013 angekündigten Blockbuster-Märchenfilm „Hänsel&Gretel“ wird Peter Stormare zu sehen sein. Wir von Leinwandreporter freuen uns über dieses Nachrichten und hoffen, dass der Schwede mit den kalten Augen und dem fiesen Grinsen den Filmhelden noch lange als Bösewicht das Leben schwer, und dem Publikum viel Freude machen wird.

Hier könnt ihr Peter Stormare in einer kuriosen VW-Werbung sehen:


Bildquelle: VW, chucksgonefreelance, YouTube

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