Review: Cannibal Diner (Kino)

Das Kino-Plakat von "Cannibal Diner" (Quelle: Mondaymovies International)

Das Kino-Plakat von “Cannibal Diner” (Quelle: Mondaymovies International)

Inhalt: Um den Geburtstag von Celine (Lara Baum) gebührend zu feiern, planen ihre große Schwester Kati (Alexandra Lesch) und ihre Freundin Tanja (Kristiana Rohder, Miss Universe Germany 2010) gemeinsam mit anderen Models eine große Party auf einer einsamen Lichtung. Für Kati läuft auf der Anreise aber alles schief was nur schief laufen kann: Erst verfährt sie sich und dann wird ihr mitten im Nirgendwo der Wagen gestohlen. So bekommt sie nicht mit, dass die Partygäste nacheinander dezimiert werden. Auf ihrem Irrweg in Richtung des Treffpunkts stößt Kati dann auf ein verlassenes Fabrikgelände. Erst zu spät entdeckt sie die finstere Kannibalensippe, die die Wälder zu ihrem Jagdgebiet gemacht haben. Es beginnt ein gnadenloser Kampf um Leben und Tod.

Kritik: Vielen deutschen Horrorfans ist der Regisseur, Produzent und Autor Frank W. Montag seit seinem Independent-Erfolg „Slasher“ ein Begriff. Nun, beinahe fünf Jahre danach, kommt mit „Cannibal Diner“ sein zweites Werk in die deutschen Kinos. Das Drehbuch wurde von Neuling Mario von Czapiewski beigesteuert. Nach einem durchwachsenen Start, der vor allem an seinen nicht besonders lebendigen Dialogen krankt, zeigt uns Montag dann aber, wie mit kleinstem Budget spannende Kinounterhaltung erzeugt werden kann. Vor allem die stimmungsvollen und düsteren Kamerabilder von dem alten (inzwischen abgerissenen) Fabrikgelände bilden die Basis für diese überraschend unblutige Geschichte. Die erkennbaren Anleihen an bekannten Genre-Werken wie „Wrong Turn“, „Texas Chainsaw Massacre“ und „Rec“ fallen auf, tun dem Vergnügen aber in keinster Weise einen Abbruch.

Schöne Frauen/finstere Kannibalen

Kati schleicht durch einen Gang (Quelle: Mondaymovies International)

Kati schleicht durch einen Gang (Quelle: Mondaymovies International)

Im Mittelteil hat der Film dann seine stärkste Phase, wenn Kati die ungewollte Zuschauerin eines überaus verstörenden Dinners wird und das kleine Kannibalenkind sie wissen lässt: „Du bist jetzt unsere neue Mami. Bis die nächste kommt.“

Auch ansonsten bekommt der Zuschauer einiges auf die Augen: Die ausgesprochen attraktiven Darstellerinnen dürften wohl das ein oder andere Männerherz höher schlagen lassen. Darüber hinaus erweist sich Hauptdarstellerin Alexandra Lesch als durchaus begabte Scream-Queen. Auch der gruselige Score von Mike Zick hinterlässt einen überzeugenden Eindruck.

Celine und Tanja (Quelle: Mondaymovies International)

Celine und Tanja (Quelle: Mondaymovies International)

Leider kommen zu diesen durchaus starken Momenten auch immer wieder Schwächen: Gerade die Schlüsselszene, in der Kati auf eine bedrohliche Hinterwäldlerin trifft und im Verlauf ihren Wagen verliert, wirkt arg schnell herunter gerasselt. Im späteren Verlauf des Films kommt es dann noch zu einer Stripszene, deren tieferer Sinn vielen Zuschauern wohl für immer verborgen bleiben wird.

„Cannibal Diner“ ist zu jeder Zeit das geringe Budget anzusehen. Daher ist es Frank Montag und Mario von Czapiewski hoch anzurechnen, dass sie einen, abgesehen von ein paar schwachen Momenten, wirklich gut funktionierenden Genrefilm gedreht haben. Speziell im wortkargen zweiten Teil, wo die Macher die Dialogschwächen außen vor lassen konnten, punktet der Film beim Zuschauer. Ein netter Abschlussgag sorgt dafür, dass ein großer Teil der Horrorfans mach knackigen 75 Minuten ein positives Gesamtfazit ziehen wird.

3 von 5 Punkten

Ab dem 18.10.2012 ist der Film im Kino zu sehen.


Quelle: MVCVids, Monday Movies, YouTube

Cannibal Diner

Originaltitel:Cannibal Diner
Regie:Frank Montag
Darsteller:Alexandra Lesch, Kristiana Rohder, Lara Baum
Genre:Horror
Produktionsland/-jahr:Deutschland, 2012
Verleih:MondayMovies International
Länge:75 Minuten
FSK:ab 16 Jahren
Offizielle Homepage zum Film:"Cannibal Diner" Facebook-Page

Verfasst von Thomas.

Zuletzt geändert am 16.10.2012
Cannibal Diner (Kino)

3 comments on “Review: Cannibal Diner (Kino)”

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